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Kriegsrat im Weißen Haus: Plant Trump den nächsten Iran-Schlag?

Kriegsrat im Weißen Haus: Plant Trump den nächsten Iran-Schlag?
Symbolbild: KI-generiert

Fünf Tage vor den US-Zwischenwahlen hat sich Donald Trump im Weißen Haus persönlich militärische Optionen gegen den Iran vortragen lassen. Centcom-Chef Admiral Brad Cooper legte dem Präsidenten am Donnerstag mehrere Szenarien vor. Medienberichten zufolge sollen Verbündete am Golf bereits auf neue Angriffe nach dem Wahltag vorbereitet werden.

Die komplette Führungsspitze am Tisch

Das Treffen war hochkarätig besetzt. Neben Cooper saßen laut übereinstimmenden Berichten Verteidigungsminister Pete Hegseth, Generalstabschef Dan Caine, Finanzminister Scott Bessent und Vizepräsident JD Vance mit am Tisch. Dass ein Regionalkommandeur den Präsidenten direkt brieft, gilt als selten. Das Wall Street Journal wertete es als mögliches Signal für einen größeren Einsatz.

Nach Informationen des Portals Axios wollte Trump vor allem eines wissen: Wirkt die amerikanische Seeblockade gegen iranische Häfen überhaupt? Außerdem ging es um den Geleitschutz für Öltanker in der Straße von Hormus und um die wirtschaftlichen Kosten der Militärkampagne.

Laut der Nachrichtenagentur Associated Press haben US-Regierungsvertreter mehrere Golfstaaten aufgefordert, sich auf neue Schläge nach dem 3. November einzustellen. Auch iranische Vergeltung gegen Energieanlagen sei einzukalkulieren. In Aussicht gestellt werde eine kurze, intensive Kampagne. Entschieden habe Trump aber noch nichts.

Zuckerbrot und Peitsche

Gleichzeitig läuft ein diplomatischer Kanal. Vance soll über Vermittler aus Katar einen Brief an den iranischen Sicherheitsratschef Mohsen Rezaei übermittelt und darin neue Gespräche über das Atomprogramm angeboten haben. Trump selbst erklärte die Kontaktaufnahme anders: Es sei um mögliche Lieferungen medizinischer Güter gegangen. Zwei Erklärungen für ein und denselben Brief. Das spricht nicht gerade für eine klare Linie.

Die iranische Agentur Tasnim bestätigte den Eingang des Schreibens, eine Antwort stehe aber noch aus. Die Fronten wirken verhärtet:

  • Washington verlangt Medienberichten zufolge einen dauerhaften Anreicherungsstopp und den Abtransport hochangereicherten Urans.
  • Teheran fordert ein Ende der Seeblockade, Ölexporte und die Freigabe von rund 120 Milliarden Dollar an eingefrorenen Vermögenswerten.

Tom Barrack, US-Botschafter in der Türkei, gab sich dennoch vorsichtig optimistisch, was eine Deeskalation angeht.

9.000 Soldaten mehr am Golf

Das Pentagon bereitet sich unterdessen auf den Ernstfall vor. Laut Wall Street Journal wurden zusätzliche Flugabwehrsysteme und Munition in die Region verlegt, Personal von besonders gefährdeten Stützpunkten abgezogen. Auch Israel soll weitere Abwehrsysteme erhalten. Schon Ende September schickte Washington einen Flugzeugträgerverband und Marineinfanteristen Richtung Golf, insgesamt rund 9.000 zusätzliche Soldaten.

Der Iran wiederum greift in der Straße von Hormus inzwischen verstärkt Schiffe an. Die Meerenge ist an ihrer schmalsten Stelle gerade einmal 38 Kilometer breit. Vor dem Krieg lief dennoch rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls durch dieses Nadelöhr.

Benzinpreis als Wahlkampfgift

Für Trump ist die Lage innenpolitisch brisant. Einer Umfrage von New York Times und Siena University zufolge missbilligen 73 Prozent der Amerikaner sein Krisenmanagement bei den Spritpreisen. Teheran setzt offenbar genau darauf: Teure Energie soll die Republikaner an der Wahlurne schwächen.

Und Deutschland? Ein Land, das seine eigene Energieversorgung jahrelang politisch ausgedünnt hat, spürt jeden Preissprung am Golf unmittelbar an der Zapfsäule, auf der Heizkostenabrechnung und in der Industrie. Eine eigene Antwort auf die Krise hört man aus Berlin bislang kaum. Ob nach dem 3. November Diplomatie oder Bomben folgen, ist offen. Vorbereitet wird beides.

In solchen Zeiten lohnt sich ein Blick auf bewährte Krisenwährungen. Physisches Gold und Silber hängen weder von Regierungen noch von Lieferketten ab und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen ein Stück Stabilität bieten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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