Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
23.07.2026
17:58 Uhr

Kupfer taumelt vom Rekordhoch – wenn Kriegsangst die glänzenden Bilanzen überstrahlt

Kupfer taumelt vom Rekordhoch – wenn Kriegsangst die glänzenden Bilanzen überstrahlt

Es ist ein Lehrstück über die Nervosität moderner Rohstoffmärkte: Da liefern die Bergbaukonzerne der Welt eine Bilanz nach der anderen ab, die Kassen klingeln, die Prognosen strahlen – und dennoch rutscht der Kupferpreis am vergangenen Donnerstag ins Minus. Der Grund? Nicht etwa schwache Fundamentaldaten, sondern die eskalierende Konfrontation zwischen Washington und Teheran. Wenn die Waffen sprechen, verstummt selbst die kühlste ökonomische Logik.

Der an der Comex gehandelte Kupfer-Kontrakt für September-Lieferung fiel zeitweise um bis zu 2,5 Prozent auf 6,33 US-Dollar je Pfund. Das amerikanische Preisbarometer notierte damit rund fünf Prozent unter seinem Anfang Juni erreichten Rekord – und liegt im laufenden Jahr trotzdem noch über zwölf Prozent im Plus. Knappe Vorräte, drohende US-Zölle und eine robuste chinesische Nachfrage halten die rote Basis stabil. Doch die geopolitische Gemengelage schlägt eben härter zu als jede Quartalszahl.

Rekordgewinne, die im Kriegslärm untergehen

Man muss sich die Ironie auf der Zunge zergehen lassen: Der kanadische Bergbauriese Teck Resources verdreifachte im zweiten Quartal seinen bereinigten operativen Gewinn auf 2,19 Milliarden kanadische Dollar. Die Kupferproduktion stieg um ein Viertel, der erzielte Durchschnittspreis kletterte von 4,32 auf satte 6,05 US-Dollar je Pfund. Die Aktie legte in Toronto zeitweise um über fünf Prozent zu. Analysten träumten bereits von einem künftigen Kupfer-Giganten, sollte die Fusion mit Anglo American gelingen – Kanada, Chile und Japan hätten bereits grünes Licht gegeben, nur China lasse noch auf sich warten.

Auch Freeport-McMoRan übertraf die Erwartungen mit einem bereinigten Nettogewinn von 1,1 Milliarden Dollar. Und Southern Copper meldete gar einen Rekord beim operativen Ergebnis. Doch was nützt die glänzendste Bilanz, wenn der Anleger vor lauter Kriegsangst zur Verkaufsorder greift? Die Aktien gaben mit dem Metall nach – ein Sinnbild dafür, wie fragil das Vertrauen in eine Weltwirtschaft geworden ist, die von Krisenherd zu Krisenherd stolpert.

Die stillen Lager leeren sich – ein Warnsignal

Während die Schlagzeilen von Kriegsgefahr dominiert werden, vollzieht sich abseits der Aufmerksamkeit eine bemerkenswerte Verschiebung. Die Kupferbestände in den Lagerhäusern der Londoner Metallbörse sanken auf 284.175 Tonnen – den tiefsten Stand seit März und rund ein Fünftel weniger als Ende Juni. In den von der Shanghaier Börse überwachten Lagern kollabierten die Bestände seit Anfang Mai gar um 82 Prozent.

Wenn die verfügbaren Vorräte weltweit nur noch etwa fünfzehn Tage der Nachfrage decken, dann ist das kein Randdetail, sondern ein tickendes Warnsignal für jeden, der die Zeichen der Zeit zu lesen versteht.

Ein Großteil des Metalls landete indes in den USA, wo die Comex-Lager mittlerweile über 630.000 Tonnen horten – aufgebaut in Erwartung eines möglichen Einfuhrzolls auf raffiniertes Kupfer, über den das Weiße Haus noch nicht entschieden hat. Man erkennt das Muster: Politische Willkür und Handelsbarrieren verzerren längst die globalen Rohstoffströme. Freier Markt sieht anders aus.

Was der Anleger daraus lernen sollte

Die Lehre dieser Episode ist unbequem, aber lehrreich. Selbst kerngesunde Unternehmen mit Rekordbilanzen bieten keinen Schutz, wenn die geopolitische Weltlage kippt. Aktien tanzen nach der Pfeife von Kriegsängsten, Zollandrohungen und Notenbankspekulationen – ein Spielball der Nervosität. Wer sein Vermögen ausschließlich in solchen Papieren parkt, sollte sich der Sturmböen bewusst sein, denen er sich aussetzt.

Gerade in Zeiten, in denen Kriege, Handelskonflikte und eine schuldenfinanzierte Politik – man denke an das 500-Milliarden-Sondervermögen der Berliner Großen Koalition – die Fundamente der Geldwertstabilität untergraben, gewinnt die zeitlose Wahrheit an Gewicht: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber kennen weder Bilanzrisiken noch Gegenparteirisiken. Sie glänzen dort, wo Papierwerte im Kriegslärm verblassen. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie der Fels in der Brandung – unabhängig davon, ob Kupfer heute steigt oder fällt.

Hinweis: Die Kettner Edelmetalle Redaktion betreibt keine Anlageberatung. Die in diesem Beitrag dargestellten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Bei Bedarf sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen