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20.02.2026
19:28 Uhr

Lagarde vor dem Absprung: EZB-Chefin plant offenbar vorzeitigen Rücktritt

Lagarde vor dem Absprung: EZB-Chefin plant offenbar vorzeitigen Rücktritt

Es wäre eine Nachricht, die an den Finanzmärkten wie ein Paukenschlag einschlagen dürfte: Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, erwägt offenbar, ihr Amt deutlich vor dem regulären Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2027 niederzulegen. Mehrere mit ihren Überlegungen vertraute Personen hätten dies gegenüber der Financial Times bestätigt. Eine endgültige Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen, doch die Zeichen verdichten sich.

Die EZB selbst reagierte mit der üblichen diplomatischen Nebelkerze: Die Präsidentin sei „voll und ganz auf ihre Aufgabe konzentriert" und habe keine Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen. Wer solche Dementis kennt, weiß: Sie sind oft das sicherste Zeichen dafür, dass etwas im Busch ist.

Macrons letzter Schachzug?

Besonders pikant ist das Timing. Lagarde, die seit November 2019 an der Spitze der Frankfurter Notenbank steht, erwäge demnach einen Rücktritt noch vor der französischen Präsidentschaftswahl im April 2027. Damit würde sie dem scheidenden Präsidenten Emmanuel Macron – der bekanntlich nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren darf – die Möglichkeit geben, bei der Besetzung einer der mächtigsten Positionen der europäischen Institutionen noch einmal die Fäden zu ziehen. Macron soll bereits seit Monaten versuchen, Einfluss auf die Nachfolgeregelung zu nehmen. Man könnte es auch weniger diplomatisch formulieren: Der französische Präsident will offenbar im Abgang noch einmal seine Macht demonstrieren.

Für Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnet sich damit ebenfalls ein strategisches Fenster. Deutschland und Frankreich – die beiden Schwergewichte der Eurozone – dürften hinter den Kulissen bereits um die Nachfolge ringen. Ob Merz dabei die Interessen der deutschen Sparer und Steuerzahler in den Vordergrund stellt, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt: Bei solchen Postengeschachern auf europäischer Ebene zieht der deutsche Bürger regelmäßig den Kürzeren.

Das Kandidatenkarussell dreht sich

Als mögliche Nachfolger werden bereits mehrere Namen gehandelt. Der frühere spanische Notenbankchef Pablo Hernández de Cos und sein niederländischer Amtskollege Klaas Knot gelten laut einer Ökonomen-Umfrage als Favoriten. Auch EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel habe Interesse bekundet – eine Deutsche an der Spitze der EZB wäre nach der Ära Draghi und Lagarde durchaus überfällig. Aus dem Umfeld von Bundesbankpräsident Joachim Nagel verlautet zudem, auch er strebe das Amt an.

Die entscheidende Frage ist freilich nicht, wer den Posten bekommt, sondern welche geldpolitische Linie der oder die Neue verfolgen wird. Wird es ein Falke, der die Interessen der Sparer verteidigt? Oder erneut eine Taube, die die Druckerpresse anwirft, sobald südeuropäische Staatshaushalte ins Wanken geraten?

Eine Bilanz des Schreckens

Lagardes Amtszeit war, um es milde auszudrücken, turbulent. Die Corona-Pandemie, der russische Einmarsch in die Ukraine, eskalierende Handelskonflikte – all das fiel in ihre Ära. Doch die wohl schmerzhafteste Hinterlassenschaft für Millionen europäischer Bürger war die Inflationsexplosion. Ende 2022 schoss die Teuerungsrate im Euroraum auf nahezu elf Prozent – ein Wert, den viele für unmöglich gehalten hatten.

Dass die EZB unter Lagarde viel zu spät auf die galoppierenden Preise reagierte, ist mittlerweile Konsens unter seriösen Ökonomen. Während die US-Notenbank Federal Reserve bereits die Zinswende einleitete, beteuerte Lagarde noch, die Inflation sei „vorübergehend". Ein Irrtum, der Millionen Sparern und Rentnern Kaufkraft in historischem Ausmaß vernichtete. Die EZB hob die Leitzinsen schließlich von minus 0,5 Prozent auf vier Prozent an – innerhalb von gut einem Jahr. Ab Mitte 2024 senkte sie die Zinsen dann wieder auf zwei Prozent, nachdem die offizielle Teuerungsrate auf das Zielniveau von zwei Prozent zurückgegangen war. Ob die reale Inflation, die der Bürger an der Supermarktkasse spürt, tatsächlich bei zwei Prozent liegt, darf getrost bezweifelt werden.

Die Enteignung der Sparer

Man muss sich die Dimension vor Augen führen: Unter Lagardes Ägide wurden durch die jahrelange Nullzinspolitik und die anschließende Inflationswelle die Ersparnisse einer ganzen Generation entwertet. Deutsche Sparer, die traditionell auf Festgeld und Sparbücher setzten, wurden de facto enteignet – schleichend, aber unerbittlich. Gleichzeitig explodierten die Staatsschulden in der gesamten Eurozone, finanziert durch die Anleihekaufprogramme der EZB. Eine Politik, die man mit Fug und Recht als monetäre Staatsfinanzierung durch die Hintertür bezeichnen kann – eigentlich durch die EU-Verträge strikt verboten.

Der digitale Euro als bedrohliches Erbe

Neben der Zinspolitik hinterlässt Lagarde ein weiteres umstrittenes Projekt: den digitalen Euro. Was von der EZB als harmlose „Ergänzung zum Bargeld" verkauft wird, birgt nach Ansicht vieler Kritiker das Potenzial zur totalen finanziellen Überwachung der Bürger. In Kombination mit der geplanten EU-Bargeldobergrenze von 10.000 Euro ab 2027 zeichnet sich ein Bild ab, das jedem freiheitsliebenden Europäer Sorgen bereiten sollte. Bargeld – das letzte Bollwerk der finanziellen Privatsphäre – wird Schritt für Schritt zurückgedrängt.

Dass der Bargeldumlauf in der Eurozone trotz aller Digitalisierungsbestrebungen weiter wächst – Ende 2024 befanden sich Banknoten und Münzen im Wert von rund 1,62 Billionen Euro im Umlauf –, zeigt, wie sehr die Bürger an diesem Zahlungsmittel hängen. Schätzungen zufolge werden rund 42 Prozent des Bargelds in deutschen Privathaushalten als Wertreserve gehortet. Die Menschen vertrauen dem Greifbaren offenbar mehr als den digitalen Versprechen aus Frankfurt.

Physische Werte als Anker in unsicheren Zeiten

Wer auch immer Lagarde an der Spitze der EZB nachfolgt – die grundlegenden Probleme der europäischen Geldpolitik werden bleiben. Die Schuldenberge wachsen, die Kaufkraft des Euro erodiert, und die geopolitischen Risiken nehmen zu. In einem solchen Umfeld erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker der Wertbewahrung. Während Papiergeld gedruckt, entwertet und digital überwacht werden kann, bleibt eine Unze Gold eine Unze Gold – unabhängig davon, wer gerade in Frankfurt am Steuer sitzt.

Der mögliche vorzeitige Abgang Lagardes ist mehr als eine Personalie. Er ist ein Symbol für das Scheitern einer Geldpolitik, die den Bürger zum Verlierer gemacht hat. Die Frage ist nicht, ob sich daran unter einem neuen EZB-Präsidenten etwas ändert. Die Frage ist, ob die europäischen Bürger endlich aufwachen und ihr Vermögen selbst in die Hand nehmen – bevor es andere für sie tun.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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