Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
20.06.2026
08:16 Uhr

Länger arbeiten bis zum Umfallen? Der nächste Renten-Streich aus dem Wirtschaftsweisen-Lager

Länger arbeiten bis zum Umfallen? Der nächste Renten-Streich aus dem Wirtschaftsweisen-Lager

Es ist wieder soweit. Bevor die Rentenkommission der Bundesregierung an diesem Dienstag ihren mit Spannung erwarteten Bericht auf den Tisch legt, prescht einer der fünf Wirtschaftsweisen vor und liefert eine Botschaft, die für viele deutsche Arbeitnehmer wie ein Schlag in die Magengrube wirken dürfte: Wer länger lebt, soll gefälligst auch länger schuften.

Der Ökonom Gabriel Felbermayr, seit März im erlauchten Kreis des Sachverständigenrats, spricht sich für eine automatische Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung aus. Klingt nach Mathematik, ist aber in Wahrheit handfeste Sozialpolitik – und zwar eine, die den fleißigen Bürger einmal mehr zur Kasse bittet.

Ein Jahr länger leben – ein Stück davon abarbeiten

Gegenüber einem Nachrichtenportal formulierte Felbermayr seine Vorstellungen unmissverständlich. Steige die durchschnittliche Lebenserwartung um ein Jahr, so seine Logik, dann solle man auch einen Teil dieser gewonnenen Zeit eben am Arbeitsplatz verbringen. Viele OECD-Länder hätten diesen Schritt bereits vollzogen, und Deutschland sei gut beraten, nachzuziehen – schließlich sei das Ganze "fair und logisch".

Fair? Für wen eigentlich? Die Bauarbeiterin, der Dachdecker, die Krankenschwester im Schichtdienst – sie alle dürfen sich offenbar darauf einstellen, dass das wohlverdiente Rentenalter immer weiter in die Ferne rückt. Während Studien längst belegen, dass körperlich Arbeitende keineswegs gleichmäßig von der steigenden Lebenserwartung profitieren, wird hier mit der großen Durchschnittskelle hantiert. Wer schwer arbeitet, stirbt statistisch früher – doch das passt offenbar nicht in die elegante Formel der Ökonomen.

Rentenplus nach Inflation statt nach Löhnen

Damit nicht genug. Felbermayr schlägt zugleich vor, das jährliche Rentenplus nicht länger an den Lohnzuwachs zu koppeln, sondern an die Inflation. Begründung: Das spare Geld, weil die Löhne in der Regel schneller stiegen als die Preise. Kein Rentner verliere dabei an Kaufkraft, so seine Beteuerung.

"Und es ist auch fair, schließlich verliert so kein Rentner an Kaufkraft."

Bei näherem Hinsehen entpuppt sich diese vermeintliche Wohltat als kalte Kürzung durch die Hintertür. Wenn die Renten künftig nur noch der Inflation hinterherkriechen, während die arbeitende Bevölkerung an Lohnsteigerungen teilhaben darf, dann werden die Ruheständler systematisch vom Wohlstandszuwachs abgehängt. Über die Jahre summiert sich das zu einem stattlichen Abstand. Doch in der Sprache der Sachverständigen heißt so etwas dann eben "Konsolidierung".

Beamtenstaat im Visier – immerhin ein Funke Wahrheit

Bemerkenswert ist, was Felbermayr zum Thema Verbeamtung zu sagen hat. Die populäre Forderung, auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, kanzelt er als "Nebelkerze" ab. Gleichzeitig kritisiert er die schiere Masse an Beamten in Deutschland, die zu einer Zweiklassen-Wahrnehmung in der Gesellschaft führe.

Hier trifft der Ökonom einen wunden Punkt. Deutschland sei beim Verbeamten geradezu Weltmeister, so seine Einschätzung. Polizisten, Richter und Staatsanwälte, die hoheitliche Aufgaben erfüllten, müssten selbstverständlich Beamte sein. Aber Lehrer, Professoren oder Fachkräfte in den Finanzämtern? Die brauchten diesen Status keineswegs. Österreich, so der Verweis, mache es deutlich schlanker.

Ein berechtigter Einwand – und doch entlarvend. Während man dem normalen Arbeitnehmer ein längeres Arbeitsleben und magere Rentenerhöhungen zumuten will, bleibt der aufgeblähte Verwaltungsapparat mit seinen üppig alimentierten Pensionären weitgehend unangetastet. Die Lasten der demografischen Schieflage sollen einmal mehr jene tragen, die ohnehin schon das Rückgrat dieses Landes bilden.

Wer zahlt am Ende die Zeche?

Man fragt sich unwillkürlich: Wäre es nicht klüger, zuerst die ausufernden Staatsausgaben in den Griff zu bekommen, ehe man dem Rentner die Daumenschrauben anlegt? Eine Regierung, die für Infrastruktur mal eben ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aus dem Hut zaubert und die Klimaneutralität ins Grundgesetz schreibt, hat offenbar kein grundsätzliches Geldproblem – sondern ein Problem mit den Prioritäten.

Die Wahrheit ist unbequem: Die gesetzliche Rente steht auf wackligen Beinen, weil über Jahrzehnte hinweg politisch versagt wurde. Statt für solide Verhältnisse zu sorgen, wurde das umlagefinanzierte System auf Verschleiß gefahren. Und nun, da die Rechnung präsentiert wird, soll der Bürger sie begleichen – mit längerer Lebensarbeitszeit und schrumpfenden Renten.

Die Lehre für den vorsorgenden Bürger

Wer all dies beobachtet, kommt zu einer ernüchternden Erkenntnis: Auf die Zusagen des Staates ist im Alter immer weniger Verlass. Die gesetzliche Rente wird zur Verhandlungsmasse degradiert, deren Konditionen sich jederzeit zuungunsten der Beitragszahler verschieben lassen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die eigenverantwortliche Vorsorge eine kaum zu überschätzende Bedeutung.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als verlässlicher Anker zur Vermögenssicherung bewährt. Sie unterliegen keinem politischen Federstrich, lassen sich nicht per Gesetz entwerten und bewahren ihren realen Wert auch dann, wenn Papierversprechen brüchig werden. Als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie helfen, das eigene Erspartes gegen die Unwägbarkeiten einer Politik abzusichern, die das Vertrauen ihrer Bürger längst verspielt hat.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und für seine Anlage-, Steuer- und Rechtsentscheidungen selbst Verantwortung zu übernehmen oder einen entsprechend qualifizierten Fachberater hinzuzuziehen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen