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21.10.2026
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Machtprobe am Sabina-Riff: Chinas Marine heftet sich an US-Kriegsschiff!

Machtprobe am Sabina-Riff: Chinas Marine heftet sich an US-Kriegsschiff!
Symbolbild: KI-generiert

Im Südchinesischen Meer knistert es wieder gefährlich. Am frühen Dienstagmorgen schickte Peking Marinekräfte los, um die USS Charleston nahe dem umstrittenen Sabina-Riff zu beschatten. Die Fahrt des US-Kriegsschiffs sei illegal gewesen, behauptet China. Die Philippinen sehen das ganz anders.

Peking verlangt eine Genehmigung für offenes Meer

Gemeldet hat den Vorfall die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, die sich auf das südliche Militärkommando der Volksbefreiungsarmee beruft. Demnach sei die Charleston ohne Zustimmung Pekings in die Gewässer um das Riff eingefahren. Washington solle derartige Aktivitäten sofort beenden, ließ das Kommando wissen.

Die Begründung fiel gewohnt großspurig aus. Die Fahrt verletze Chinas Souveränitätsrechte, gefährde die Sicherheit auf See und untergrabe Frieden und Stabilität in der Region, so die chinesische Seite. Man habe das Schiff verfolgt und überwacht. Von einer Vertreibung oder gar einem Zusammenstoß war keine Rede.

Manila hielt dagegen. Laut Reuters erklärte ein Sprecher der philippinischen Streitkräfte, das Schiff sei nicht in chinesisches Hoheitsgebiet eingedrungen. Kein Staat dürfe für eine rechtmäßige Durchfahrt internationaler Gewässer eine Erlaubnis verlangen. Genau darum geht es: Wem gehört eigentlich das Meer?

Ein Küstenkampfschiff mit Signalwirkung

Die Charleston ist Berichten der South China Morning Post zufolge ein Küstenkampfschiff der Independence-Klasse, unterstellt einem in Singapur stationierten Verband der US-Marine. Die US-Navy schwieg zunächst. Offen bleibt deshalb, ob es sich um eine der sogenannten Freedom-of-Navigation-Operationen handelte, mit denen Washington regelmäßig gegen überzogene Seeansprüche protestiert.

Das Sabina-Riff liegt in den Spratly-Inseln, nach philippinischer Lesart innerhalb der eigenen Ausschließlichen Wirtschaftszone. Peking beansprucht trotzdem fast das gesamte Südchinesische Meer, obwohl ein internationales Schiedsgericht in Den Haag diese historischen Ansprüche bereits 2016 zurückgewiesen hat. China erkennt das Urteil bis heute nicht an. Neben Manila erheben auch Vietnam, Malaysia, Brunei und Taiwan Ansprüche in der Region.

Rammattacke im September

Wie angespannt die Lage ist, zeigte sich erst im September. Die philippinische Küstenwache warf damals einem chinesischen Schiff vor, am Sabina-Riff ein philippinisches Boot während einer Treibstoffversorgung gerammt und beschädigt zu haben. Peking schob die Schuld natürlich der Gegenseite zu.

Brisant ist dabei der Verteidigungsvertrag von 1951 zwischen Washington und Manila. Jeder Zwischenfall auf See kann die USA tiefer in den Konflikt hineinziehen, und ein falsch verstandenes Manöver hätte schlagartig eine ganz andere Dimension.

Funkduell vor Taiwans Pratas-Inseln

Am selben Morgen kam es weiter nördlich zu einem zweiten Zwischenfall. Laut Taiwans Küstenwache näherte sich das chinesische Schiff 3102 den von Taipeh kontrollierten Pratas-Inseln zwischen Südtaiwan und Hongkong und fuhr in Sperrgewässer ein. Das automatische Identifikationssystem AIS sei abgeschaltet gewesen. Mit eingeschalteten Positionslichtern ist so ein Auftritt wohl nicht gemeint.

Taiwan schickte die Taichung los, die das Schiff zum Abdrehen auffordern sollte. Über Funk folgte ein bemerkenswerter Schlagabtausch: Die chinesische Besatzung habe erklärt, die „sogenannte Republik China“ existiere nicht. Die Antwort aus Taiwan lautete, die Republik China, Taiwan, sei ein souveräner und unabhängiger Staat.

Warum das auch Europa betrifft

Für Deutschland ist das keine ferne Randnotiz. Durch das Südchinesische Meer läuft Schätzungen zufolge rund ein Drittel des weltweiten Seehandels, darunter unzählige Container mit Vorprodukten für die deutsche Industrie. Eine Eskalation würde Lieferketten treffen, die ohnehin schon unter Zöllen und Krisen leiden. Von Berlin hört man dazu bislang wenig.

In Zeiten solcher geopolitischen Spannungen setzen viele Anleger auf Werte, die weder von Lieferketten noch von politischen Zusagen abhängen. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio zur Vermögenssicherung beitragen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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