
Mercedes verlagert Produktion in die USA: Zollpolitik zwingt deutschen Autobauer zum Handeln

Die deutsche Automobilindustrie steht unter Druck – und reagiert. Der Stuttgarter Premiumhersteller Mercedes-Benz kündigt an, seine Fertigung in den Vereinigten Staaten erheblich auszuweiten. Das beliebte SUV-Modell GLC soll künftig auch im amerikanischen Werk Tuscaloosa vom Band rollen. Doch die Pläne verzögern sich: Statt wie ursprünglich vorgesehen bereits 2026 soll die Produktion nun erst „etwas später als 2027" anlaufen, wie Konzernchef Ola Källenius am Rande der Technologiemesse CES in Las Vegas verkündete.
Trumps Zollpolitik zeigt Wirkung
Die Entscheidung kommt nicht von ungefähr. Seit Donald Trump im Januar 2025 erneut ins Weiße Haus eingezogen ist, hat sich die handelspolitische Lage für europäische Unternehmen dramatisch verschärft. Mit Importzöllen von 20 Prozent auf EU-Waren und satten 25 Prozent auf Automobile aus dem Ausland macht die amerikanische Regierung ernst mit ihrer „America First"-Strategie. Für deutsche Autobauer bedeutet dies: Wer auf dem lukrativen US-Markt bestehen will, muss vor Ort produzieren.
Mercedes-Benz betreibt bereits seit Jahren ein Werk im US-Bundesstaat Alabama. Tuscaloosa ist für den Konzern ein strategisch wichtiger Standort, der nun offenbar noch bedeutsamer werden soll. Die Verlagerung der GLC-Produktion ist dabei mehr als nur eine logistische Anpassung – sie ist ein Eingeständnis, dass die Zeiten des freien Welthandels vorerst vorbei sind.
Deutsche Arbeitsplätze auf dem Spiel
Was für die amerikanische Wirtschaft ein Segen sein mag, wirft hierzulande ernste Fragen auf. Jede Produktionsverlagerung in die USA bedeutet potenziell weniger Arbeit für deutsche Standorte. Die ohnehin angeschlagene deutsche Automobilindustrie, die mit der Transformation zur Elektromobilität kämpft, gerät damit zusätzlich unter Druck.
Die Verzögerung der Pläne – ursprünglich war bereits 2026 als Starttermin vorgesehen – deutet allerdings darauf hin, dass auch Mercedes-Benz die Komplexität einer solchen Produktionsverlagerung nicht unterschätzt. Lieferketten müssen angepasst, Zulieferer gefunden und Mitarbeiter geschult werden. All das kostet Zeit und Geld.
Ein Symptom tieferliegender Probleme
Die Entscheidung von Mercedes-Benz ist symptomatisch für die Lage der deutschen Industrie insgesamt. Hohe Energiekosten, überbordende Bürokratie und eine Wirtschaftspolitik, die jahrelang ideologischen Zielen statt wirtschaftlicher Vernunft folgte, haben den Standort Deutschland geschwächt. Dass nun auch noch protektionistische Maßnahmen aus Washington hinzukommen, verschärft die Situation zusätzlich.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der Herkulesaufgabe, den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Ob das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur dabei hilft oder die Schuldenlast nur weiter erhöht, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Wenn deutsche Unternehmen gezwungen sind, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, um wettbewerbsfähig zu bleiben, läuft etwas grundlegend falsch.
Die Verlagerung von Produktionskapazitäten ist immer auch ein Vertrauensvotum – oder eben dessen Entzug.
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