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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
19:28 Uhr

Merz auf dem CDU-Parteitag: Große Worte, kleine Taten – und ein Vergleich mit Adenauer

Man muss Friedrich Merz eines lassen: An Selbstbewusstsein mangelt es dem Kanzler wahrlich nicht. Auf dem CDU-Parteitag ließ er als Einstimmung für seine Rede ein Video über Konrad Adenauer abspielen – jenen Kanzler, der parteiübergreifend als eine Art politischer Heiliger verehrt wird. Die Botschaft war so subtil wie ein Vorschlaghammer: Seht her, ich bin der neue Adenauer. Ob Größenwahn oder strategisches Kalkül – die Delegierten dürften sich verwundert die Augen gerieben haben.

Selbstkritik in homöopathischen Dosen

Immerhin, ganz ohne Demut ging es dann doch nicht. Merz streute sich, wie man so schön sagt, den einen oder anderen Teelöffel Asche aufs schüttere Haupthaar. Nein, nicht alle Deutschen seien „stinkfaul", da hätten die Leute etwas in den falschen Hals bekommen. Deutsche seien vielmehr „Schaffer und Macher". Eigentlich so wie er selbst – nur dass er leider bisher nicht so habe liefern können, wie er es im Wahlkampf vollmundig versprochen hatte. An wem das wohl liegen könnte? Diese Frage blieb der Kanzler seinen Parteifreunden schuldig.

Und dann war da noch die Sache mit der Megaverschuldung. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, durchgepeitscht mit Hilfe eines bereits abgewählten Bundestages – das sei ihm „echt nicht leichtgefallen", gab sich Merz zerknirscht. Aber nun seien die Schulden halt da. Eine bemerkenswerte Argumentation für einen Mann, der im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Angela Merkel, die in der ersten Reihe saß, dürfte bei diesen Worten süffisant gelächelt haben. Sie kennt das Spiel nur zu gut.

Der Blackrock-Manager im Kanzleramt

Was mittlerweile kaum noch jemanden überrascht: Merz hat seinen herablassenden Manager-Führungsstil aus seiner Zeit bei Blackrock direkt ins Kanzleramt mitgebracht. Der 70-Jährige regiert von oben herab, gibt sich als Macher, liefert aber erschreckend wenig Substanz. Was er konkret vorhat, wie er seine Pläne gegen den Koalitionspartner SPD durchboxen, die AfD kleinhalten und die CDU wieder zur Volkspartei machen will – all das erfuhren die Delegierten auf dem Parteitag schlicht nicht. Es ist ein bisschen wie mit Heiligen, könnte man sarkastisch anmerken: Man muss einfach an sie glauben.

Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD, die seit Mai 2025 regiert, erweist sich zunehmend als das, was viele Kritiker von Anfang an befürchtet hatten: ein Bündnis der Mutlosigkeit. Statt die drängenden Probleme des Landes – von der unkontrollierten Migration über die explodierende Kriminalität bis hin zur schleichenden Deindustrialisierung – entschlossen anzupacken, verwaltet man den Niedergang mit bürokratischer Akribie. Der Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland" liest sich wie ein Katalog guter Absichten, dem die Umsetzung fehlt.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

Besonders bitter für die konservative Basis der CDU: Merz hatte vor der Wahl den Kampf gegen Links und Grün versprochen. Stattdessen koaliert er nun mit der SPD und setzt eine Politik fort, die sich in weiten Teilen kaum von der gescheiterten Ampel-Regierung unterscheidet. Die sogenannte „Brandmauer" gegen die AfD steht fester denn je – während die Brandmauer gegen linke Ideologie offenbar nie ernsthaft geplant war. Man fragt sich unwillkürlich: Schadet Merz seiner eigenen Partei mehr, als er ihr nützt?

Die Stimmung an der Basis spricht Bände. Viele Bürger haben die Nase gestrichen voll von leeren Versprechungen und hohlen Phrasen. Sie wollen keine Politiker, die sich mit historischen Größen wie Adenauer vergleichen, sondern solche, die handfeste Probleme lösen. Die Energiepreise treiben die Industrie aus dem Land, die Kriminalität erreicht Rekordwerte, und das Sondervermögen wird Generationen von Steuerzahlern belasten. Doch statt Lösungen gibt es Selbstinszenierung.

Merz will noch lange weitermachen

Vor dem Parteitag hatte der Kanzler launig fallen lassen, dass er noch lange weitermachen wolle – und brachte seine familiären Gene ins Spiel. Sein Vater sei gerade 102 Jahre alt geworden. Wenn er das schaffen würde, hätte er wenigstens in diesem Punkt die Nase vor Adenauer, der immerhin 91 wurde. Ob Deutschland allerdings eine derart lange Amtszeit von Friedrich Merz verkraften würde, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Die Wahrheit ist: Deutschland braucht keine Kanzler, die sich mit Adenauer vergleichen. Es braucht Politiker, die den Mut haben, unbequeme Wahrheiten auszusprechen und unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen zu treffen. Die traditionelle Werte wie Familie, Sicherheit und wirtschaftliche Vernunft nicht nur als Wahlkampffloskeln missbrauchen, sondern tatsächlich leben. Solange Friedrich Merz den Unterschied zwischen Ankündigung und Umsetzung nicht begreift, wird er bestenfalls als Fußnote in die Geschichte eingehen – und nicht als der neue Adenauer, als den er sich so gerne sähe.

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