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Kettner Edelmetalle
15.04.2026
16:53 Uhr

Merz hofiert die Lufthansa: Wachstumsversprechen statt Realitätssinn

Merz hofiert die Lufthansa: Wachstumsversprechen statt Realitätssinn

Während der deutsche Steuerzahler unter steigenden Abgaben und einer galoppierenden Inflation ächzt, findet Bundeskanzler Friedrich Merz beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Lufthansa warme Worte für die Luftfahrtbranche. Der CDU-Politiker versprach der Airline-Industrie nichts Geringeres als optimale Bedingungen für weiteres Wachstum – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der die Bundesregierung mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits Generationen von Deutschen in die Schuldenfalle treibt.

Hundert Jahre Lufthansa – und ein Kanzler, der Geschenke mitbringt

Der Luftverkehr sei „seit 100 Jahren eine Wachstumsbranche", erklärte Merz am Mittwoch mit der Überzeugung eines Mannes, der offenbar vergessen hat, dass er einst versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Prognosen zufolge werde sich der weltweite Luftverkehr bis 2050 erneut verdoppeln. „Darauf müssen wir uns einstellen und dafür müssen wir Bedingungen schaffen, um an diesem Wachstum teilzunehmen", so der Kanzler. Man fragt sich unwillkürlich: Wer bezahlt diese „Bedingungen"?

Die Antwort dürfte wie immer lauten: der deutsche Bürger. Denn die vom Kanzler geforderten „nachhaltigen, klimaschonenden Technologien" – Biokraftstoffe, synthetische Kraftstoffe, Wasserstoff- und Elektroantriebe – sind derzeit um ein Vielfaches teurer als herkömmliches Kerosin. Der Weltklimarat selbst räumt ein, dass diese Alternativen die Nachfrage drücken könnten. Ein klassisches Dilemma: Wachstum versprechen, aber gleichzeitig die Kosten in die Höhe treiben.

Luftverkehrsstrategie im Sommer – oder: Die nächste Ankündigung einer Ankündigung

Merz kündigte an, die Bundesregierung werde zu Beginn der internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung im Sommer ihre Luftverkehrsstrategie vorlegen. Man wolle „vorhandene Synergien" zwischen ziviler und militärischer Luftfahrt besser nutzen. Das klingt zunächst vernünftig – doch wer die Ankündigungspolitik der vergangenen Jahre verfolgt hat, weiß, dass zwischen Versprechen und Umsetzung in Berlin oft Welten liegen. Die Ampelregierung hat es vorgemacht, und die Große Koalition scheint nahtlos daran anzuknüpfen.

Besonders pikant ist die Vermischung von zivilem und militärischem Sektor. In Zeiten, in denen der Ukraine-Krieg andauert und die geopolitischen Spannungen weltweit zunehmen, mag eine engere Verzahnung strategisch sinnvoll erscheinen. Doch die Frage bleibt: Wird hier tatsächlich eine durchdachte Industriepolitik betrieben, oder handelt es sich lediglich um Symbolpolitik auf einer Jubiläumsfeier?

Historische Aufarbeitung als politische Pflichtübung

Nicht fehlen durfte bei einem solchen Anlass natürlich der obligatorische Blick in die Vergangenheit. Merz begrüßte ausdrücklich, dass die Lufthansa Anfang des Jahres beschlossen habe, ihre Geschichte während des Nationalsozialismus wissenschaftlich erforschen zu lassen. Die Airline habe im Krieg „Tausende von Zwangsarbeitern unter menschenunwürdigen Bedingungen" beschäftigt, so der Kanzler. Die Geschichte der Lufthansa sei „mehr als nur eine Unternehmensgeschichte" – sie sei Teil der deutschen Geschichte.

Dass ein deutsches Unternehmen seine Vergangenheit aufarbeitet, ist grundsätzlich zu begrüßen. Doch man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass solche Bekenntnisse auf Festakten mittlerweile zum politischen Standardrepertoire gehören – eine Art ritualisierte Vergangenheitsbewältigung, die zwar niemand kritisieren kann, die aber auch kaum noch jemanden wirklich berührt. Wichtiger wäre es, die Gegenwart und Zukunft der deutschen Wirtschaft mit ebensolcher Ernsthaftigkeit anzugehen.

Wachstum auf Pump – ein bekanntes Muster

Was bei Merz' Auftritt besonders auffällt, ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Einerseits verspricht der Kanzler der Luftfahrtbranche rosige Zeiten, andererseits steht Deutschland vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Inflation frisst die Ersparnisse der Bürger auf, die Energiekosten bleiben hoch, und das milliardenschwere Sondervermögen wird die Staatsschulden auf ein historisches Niveau treiben. Wer in solchen Zeiten einer einzelnen Branche Wachstumsbedingungen verspricht, sollte zumindest erklären, woher das Geld kommen soll.

Für den klugen Anleger bleibt in solch unsicheren Zeiten die Erkenntnis, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber nach wie vor einen verlässlichen Anker der Vermögenssicherung darstellen. Während Politiker Wachstum versprechen und Schulden anhäufen, bewahrt das Edelmetall seinen inneren Wert – unabhängig von politischen Konjunkturen und leeren Versprechen auf Jubiläumsfeiern.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Für individuelle Anlageentscheidungen übernehmen wir keine Haftung. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen unabhängigen Finanzberater.

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