
Merz im freien Fall: AfD überholt Union erneut in aktueller Umfrage

Die politische Landschaft in Deutschland verschiebt sich weiter – und zwar nicht zugunsten der regierenden Großen Koalition. Die jüngste INSA-Umfrage für die Bild-Zeitung offenbart ein ernüchterndes Bild für Bundeskanzler Friedrich Merz und seine CDU/CSU: Mit nur noch 25 Prozent rutscht die Union auf den zweiten Platz ab und muss sich erneut der AfD geschlagen geben, die stabil bei 26 Prozent verharrt.
Das kurze Zwischenhoch ist vorbei
Noch vor wenigen Wochen durfte sich die Union über einen kleinen Aufschwung freuen. Erstmals seit dem Herbst war es CDU und CSU gelungen, mit der AfD gleichzuziehen. Doch diese Hoffnung erwies sich als trügerisch. Der Rückgang um einen Prozentpunkt mag auf den ersten Blick marginal erscheinen, doch er symbolisiert ein tieferliegendes Problem: Die Wähler sind zunehmend unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung.
INSA-Chef Hermann Binkert bringt es auf den Punkt: „Das Zwischenhoch vom Jahresanfang war aus Sicht der Befragten nicht nachhaltig genug." Besonders bemerkenswert sei, dass die SPD mit stabilen 16 Prozent ihre Position halten könne, während die Union Federn lassen müsse. Dies deute darauf hin, dass insbesondere Wähler aus dem konservativen Lager die Regierungsarbeit zunehmend skeptisch beurteilen würden.
Merz' Beliebtheit bricht dramatisch ein
Die Zahlen für den Bundeskanzler persönlich sind noch alarmierender. Auf die Frage, ob sie mit der Arbeit von Friedrich Merz zufrieden seien, antworteten lediglich 23 Prozent der Befragten mit Ja. Erschreckende 67 Prozent zeigten sich unzufrieden – ein Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zur vorherigen Erhebung. Zehn Prozent wollten sich nicht äußern oder hatten keine Meinung.
Dabei hatte Merz noch vor wenigen Wochen einen Aufwärtstrend verzeichnen können und um vier Prozentpunkte zugelegt. Doch dieser Vertrauensvorschuss scheint aufgebraucht. Die Bürger erwarten offenbar mehr als Ankündigungen und Koalitionsverhandlungen – sie wollen spürbare Veränderungen in ihrem Alltag sehen.
Auch die Regierung insgesamt verliert Rückhalt
Das Misstrauen beschränkt sich nicht nur auf den Kanzler. Die gesamte Bundesregierung muss einen Vertrauensverlust hinnehmen. Ende Januar gaben noch 25 Prozent der Befragten an, mit der Regierungsarbeit zufrieden zu sein. Dieser Wert ist nun auf magere 22 Prozent gesunken. Mehr als zwei Drittel der Deutschen – genau 68 Prozent – sind mit der Arbeit der Großen Koalition unzufrieden.
Die Opposition profitiert von der Schwäche der Regierung
Während die Union strauchelt, können die Grünen mit 11 Prozent und die Linke mit knapp darunter zumindest ihre Positionen halten. Doch der eigentliche Gewinner dieser Entwicklung ist die AfD. Sie profitiert von der wachsenden Unzufriedenheit der Bürger mit der etablierten Politik und festigt ihre Position als stärkste Kraft in den Umfragen.
Man muss sich fragen, ob die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD tatsächlich die richtige Antwort auf die drängenden Probleme unseres Landes ist. Die explodierenden Schulden durch das 500-Milliarden-Sondervermögen, die anhaltende Migrationskrise und die wirtschaftliche Stagnation – all diese Themen scheinen die Regierung zu überfordern. Die Bürger spüren das und reagieren entsprechend.
Ein Warnsignal für die politische Klasse
Diese Umfrageergebnisse sollten als deutliches Warnsignal verstanden werden. Die Menschen in Deutschland sind es leid, mit leeren Versprechungen abgespeist zu werden. Sie erwarten eine Politik, die ihre Interessen in den Mittelpunkt stellt – Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und eine kontrollierte Einwanderungspolitik. Solange die Regierung diese Erwartungen nicht erfüllt, wird die Unzufriedenheit weiter wachsen und die AfD weiter an Zustimmung gewinnen.
Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat er bereits gebrochen. Kein Wunder also, dass die Wähler ihm zunehmend den Rücken kehren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Große Koalition noch die Kurve kriegen kann – oder ob der Absturz in den Umfragen erst der Anfang einer größeren politischen Zeitenwende ist.

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