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Kettner Edelmetalle
04.01.2026
19:17 Uhr

Mullah-Regime im Würgegriff: Tote bei Protesten, Internet abgeschaltet – Teheran droht mit eiserner Faust

Die Islamische Republik Iran steht vor einer Zerreißprobe. Seit nunmehr einer Woche flammen im ganzen Land Proteste gegen das theokratische Regime auf, und die Machthaber in Teheran reagieren mit der ihnen eigenen Brutalität. Mindestens 17 Menschen haben nach verifizierten Angaben der norwegisch-kurdischen Menschenrechtsorganisation Hengaw bereits ihr Leben verloren. Dutzende wurden festgenommen. Und das Regime? Es greift zu den altbekannten Mitteln der Unterdrückung.

Revolutionsgarden schießen auf das eigene Volk

Besonders blutig verlief die vergangene Nacht im Bezirk Malekshahi. Dort sollen die berüchtigten Islamischen Revolutionsgarden – jene paramilitärische Truppe, die dem Regime als Prätorianergarde dient – vier Demonstranten erschossen haben. Die IRGC, einst gegründet zur Verteidigung der islamischen Revolution, hat sich längst zum Instrument der Unterdrückung gewandelt. Sie schützt nicht das Volk, sondern die Macht der Mullahs.

Parallel zur physischen Gewalt setzt das Regime auf digitale Repression. Das IT-Unternehmen Cloudflare dokumentierte einen dramatischen Einbruch des Internet-Traffics um zeitweise ein Drittel. Aktuell liegt das Datenvolumen noch immer rund 15 Prozent unter dem Normalwert. Die Strategie dahinter ist so durchsichtig wie perfide: Man will verhindern, dass sich die Protestierenden organisieren können, und gleichzeitig soll die Welt keine Bilder der Gewalt zu sehen bekommen.

Khameneis Drohgebärden offenbaren die Nervosität des Regimes

Der oberste Führer Ali Khamenei, jenes greise Oberhaupt der Theokratie, das seit Jahrzehnten über Iran herrscht, hat sich persönlich zu Wort gemeldet. Seine Botschaft auf der Plattform X trieft vor Aggression: „Wir werden uns den Feinden nicht beugen", verkündete er, „wir werden die Feinde auf die Knie zwingen."

Wie so oft in autoritären Systemen macht Khamenei externe Kräfte für die inneren Probleme verantwortlich. Der dramatische Verfall der iranischen Währung Rial? Schuld sei „der Feind". Die Proteste der Händler, die unter der wirtschaftlichen Misere leiden? Angeblich von Söldnern unterwandert, die gegen das Regime Parolen skandieren würden. Beweise für diese abenteuerlichen Behauptungen? Fehlanzeige. Stattdessen die ominöse Drohung: „Aufständische müssen zur Rechenschaft gezogen werden."

Ein Regime am Abgrund?

Die Nervosität in Teheran ist mit Händen zu greifen. Der jüngste Sturz des venezolanischen Diktators Maduro hat den Mullahs vor Augen geführt, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Jahrzehntelang schien die Herrschaft der Chavisten in Caracas unerschütterlich – und dann ging plötzlich alles ganz schnell. US-Präsident Donald Trump kommentierte die Lage im Iran mit den vielsagenden Worten, die USA seien „lock and loaded" – geladen und bereit.

Was dies konkret bedeuten könnte, bleibt vorerst offen. Doch die Botschaft ist unmissverständlich: Washington beobachtet die Entwicklungen mit wachsamer Aufmerksamkeit. Für ein Regime, das seit 1979 den „großen Satan" Amerika als Erzfeind stilisiert, während es gleichzeitig das eigene Volk knechtet, sind dies keine beruhigenden Nachrichten.

Die historische Dimension des Widerstands

Die aktuellen Proteste reihen sich ein in eine lange Geschichte des Widerstands gegen die Mullah-Herrschaft. Von der Grünen Bewegung 2009 über die Wirtschaftsproteste 2017 bis hin zu den Aufständen nach dem Tod von Mahsa Amini 2022 – immer wieder begehrt das iranische Volk gegen seine Unterdrücker auf. Und immer wieder antwortet das Regime mit Gewalt, Verhaftungen und Hinrichtungen.

Doch diesmal könnte etwas anders sein. Die wirtschaftliche Lage ist desaströser denn je, die internationale Isolation des Regimes nach den Angriffen auf Israel nahezu vollständig, und die Bevölkerung – insbesondere die junge Generation – hat die Angst verloren. Wenn Menschen bereit sind, für ihre Freiheit zu sterben, dann wissen sie, dass sie nichts mehr zu verlieren haben.

Für Deutschland und Europa stellt sich einmal mehr die Frage, auf welcher Seite man steht. Die Zeiten des diplomatischen Lavierens, der Beschwichtigungspolitik gegenüber Teheran, sollten endgültig vorbei sein. Ein Regime, das auf friedliche Demonstranten schießt und das Internet abschaltet, um seine Verbrechen zu verbergen, verdient keine Nachsicht – sondern entschlossenen Widerstand der freien Welt.

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