
Nahost-Eskalation: CDU-Außenpolitiker begrüßt mögliches Ende des Mullah-Regimes – Deutsche Reeder schlagen Alarm
Während Israel und die USA koordinierte Militärschläge gegen iranische Ziele durchführen, positioniert sich die deutsche Politik mit bemerkenswert klaren Worten. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), hat den Angriff auf den Iran in einen größeren sicherheitspolitischen Kontext gestellt – und dabei Töne angeschlagen, die man aus Berlin in den vergangenen Jahren selten vernommen hat.
„Die Zeit der Mullahs ist abgelaufen"
Hardt bewertete ein mögliches Ende des iranischen Regimes als ausdrücklich positiv für Deutschland. Das Atom- und Raketenprogramm Teherans gefährde die Sicherheit der Bundesrepublik unmittelbar, so der CDU-Politiker. Alles, was diese Programme zurückwerfe, sei gut für Deutschland. Ein bemerkenswertes Statement, das in seiner Klarheit wohltuend auffällt – gerade nach Jahren diplomatischer Leisetreterei unter der Ampelregierung, die den Iran stets mit Samthandschuhen anfasste und auf den längst gescheiterten Atomdeal setzte.
Das iranische Regime habe jede Chance zum Selbsterhalt verspielt, konstatierte Hardt weiter. Die USA hätten ein letztes Mal die Hand für Verhandlungen ausgestreckt, doch Teheran habe dies mit „Hinhalten und Lavieren" sabotiert. Wer sich an die endlosen Gesprächsrunden der vergangenen Jahre erinnert, bei denen westliche Diplomaten dem Regime immer wieder goldene Brücken bauten, kann über diese Einschätzung kaum überrascht sein. Die Mullahs haben gespielt – und verloren.
Ein neuer Iran als Chance?
Hardt formulierte auch eine Vision für die Zeit nach dem Regime: Ein neuer Iran müsse einer sein, der seine Nachbarn nicht bedrohe und allen Völkern im Land Mitbestimmung garantiere. Die Menschen im Iran hassten ihre eigene Regierung, die auf Proteste stets nur mit Mord reagiert habe. Man denke an die brutale Niederschlagung der Frauenproteste, an die Hinrichtungen von Demonstranten, an die systematische Unterdrückung jeglicher Opposition. Deutschland und Europa müssten nun, wo möglich, stabilisierend wirken – eine Aufgabe, bei der sich zeigen wird, ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz außenpolitisch tatsächlich handlungsfähiger ist als ihre Vorgängerregierung.
Deutsche Reeder fürchten um globale Lieferketten
Doch der Konflikt hat nicht nur geopolitische, sondern ganz konkrete wirtschaftliche Dimensionen. Die internationale Handelsschifffahrt sieht sich unmittelbar bedroht. Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), schlug deutlich Alarm: Die aktuelle Eskalation treffe das Herz globaler Seehandelsrouten. Reedereien und ihre Besatzungen spürten die Auswirkungen unmittelbar.
Die Fakten sprechen eine unmissverständliche Sprache. Die militärische Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und dem Iran findet in direkter Nähe zu den wichtigsten Seehandelswegen der Welt statt. Entlang der iranischen Küste verläuft die Straße von Hormus – jene Meerenge, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öltransporte fließt. Westlich davon erstreckt sich die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal, die Lebensader des Handels zwischen Europa und Asien.
Bereits die Huthi-Angriffe der vergangenen Monate hatten diese Route massiv gestört und Reedereien zu kostspieligen Umwegen um das Kap der Guten Hoffnung gezwungen. Nun droht eine weitere Verschärfung. Die rund 300 in Deutschland ansässigen Reeder befürchten eine Ausweitung der Konfliktdynamik mit erheblichen Risiken für die gesamte Region. Kröger forderte unmissverständlich: Handelsschiffe stünden für offene Märkte und stabile Lieferketten – sie dürften nicht in militärische Eskalationen hineingezogen werden.
Steigende Energiepreise als Damoklesschwert
Für den deutschen Bürger könnte diese Eskalation einmal mehr spürbare Konsequenzen haben. Sollte die Straße von Hormus auch nur teilweise blockiert werden, dürften die Energiepreise weltweit in die Höhe schnellen. Ein Land, das sich unter grüner Federführung von günstiger russischer Energie abgeschnitten hat und nun auf teurere Alternativen angewiesen ist, trifft eine solche Entwicklung besonders hart. Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage Deutschlands – geprägt von Rezessionsängsten, steigender Inflation und dem gigantischen 500-Milliarden-Schuldenberg des neuen Sondervermögens – könnte sich weiter verschlechtern.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr, wie fragil die globalen Handelsstrukturen sind, auf die Deutschland als Exportnation existenziell angewiesen ist. Die Lufthansa hat bereits Flüge zu Zielen im Nahen Osten ausgesetzt, EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bezeichnete die Entwicklung als „äußerst besorgniserregend". Tragischerweise berichten erste Meldungen auch von zivilen Opfern im Iran – darunter Schülerinnen einer Grundschule, die bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen sein sollen.
Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob die militärische Eskalation eingedämmt werden kann oder ob der Nahe Osten in einen Flächenbrand gerät, dessen Folgen weit über die Region hinaus zu spüren sein werden. Für Deutschland bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung außenpolitisch entschlossener und strategischer agiert als ihre Vorgängerin – und dass die Interessen der eigenen Bürger dabei endlich wieder im Mittelpunkt stehen.
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