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Kettner Edelmetalle
23.03.2026
21:30 Uhr

Nahost-Pulverfass: Iran dementiert Verhandlungen mit den USA – Trump droht mit endlosen Bombardements

Was sich derzeit im Nahen Osten abspielt, gleicht einem geopolitischen Pokerspiel mit nuklearem Einsatz – und die Karten werden im Minutentakt neu gemischt. Während US-Präsident Donald Trump von „produktiven Gesprächen" mit Teheran schwärmt und eine fünftägige Feuerpause für Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur verkündet, kontert die iranische Führung mit einer unmissverständlichen Botschaft: Es habe keinerlei Verhandlungen gegeben. Mehr noch – Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf bezeichnete Trumps Darstellung auf der Plattform X als „Fake News", die dazu diene, Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren.

Trumps altbekanntes Eskalations-Drehbuch

Kenner der Trump'schen Verhandlungstaktik dürften ein Déjà-vu erleben. Erst am Freitag signalisierte der Präsident ein mögliches „Herunterfahren" der Operationen, nur um am Samstag mit einem extremen Ultimatum nachzulegen. Eskalieren, um zu deeskalieren – dieses Muster kennt man bereits aus den Nordkorea-Verhandlungen 2017/18, der Soleimani-Krise 2020 und dem Zollkrieg mit China. Doch diesmal könnte die Rechnung nicht aufgehen. Iran durchschaut das Muster längst, und die dezentrale Struktur der Revolutionsgarden macht Verhandlungen strukturell nahezu unmöglich.

Besonders bemerkenswert waren Trumps Äußerungen zur Straße von Hormus. Auf die Frage eines Reporters, wer die strategisch wichtigste Wasserstraße der Welt künftig kontrollieren solle, antwortete der Präsident mit entwaffnender Nonchalance: „Gemeinsam kontrolliert... vielleicht von mir... mir und dem Ayatollah." Eine Aussage, die in ihrer Absurdität kaum zu überbieten ist und die geopolitische Brisanz der Lage in erschreckender Weise offenbart.

Iran droht: „Die gesamte Region wird dunkel"

Während Trump Optimismus verbreitet, verschärft Teheran den Ton dramatisch. Irans Oberster Verteidigungsrat drohte damit, „verschiedene Arten von Seeminen" im gesamten Persischen Golf zu verlegen, sollten iranische Küsten oder Inseln angegriffen werden. Die IRGC-nahe Nachrichtenagentur Mehr formulierte es noch drastischer: „Im Falle des geringsten Angriffs auf die Strominfrastruktur der Islamischen Republik Iran wird die gesamte Region dunkel."

Und Iran machte diese Drohung konkret. Staatliche Medien veröffentlichten eine detaillierte Liste potenzieller Ziele in der gesamten Golfregion – von saudischen Gaskraftwerken über das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis hin zu katarischen und kuwaitischen Energieanlagen. Eine Drohkulisse, die den gesamten Nahen Osten in Geiselhaft nimmt.

Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen

Die Zahlen sprechen eine erschreckende Sprache. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sei laut Analysedienst Kpler von rund 100 Schiffen pro Woche vor dem Krieg auf gerade einmal sieben eingebrochen. US-Geheimdienste hätten CBS News zufolge mindestens ein Dutzend Unterwasserminen in der lebenswichtigen Passage identifiziert. Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur, warnte eindringlich: Die aktuelle Krise habe bereits schlimmere Auswirkungen auf den Ölmarkt als beide Ölschocks der 1970er Jahre zusammen. „Kein Land wird gegen die Auswirkungen dieser Krise immun sein", so Birol.

Israel macht weiter – ungeachtet aller Friedenssignale

Während Trump seine diplomatischen Erfolge feiert, bombardiert Israel munter weiter. Kaum eine Stunde nach Trumps Ankündigung einer Feuerpause startete die israelische Luftwaffe eine neue Angriffswelle auf iranische Infrastruktur in Teheran. Ein israelischer Offizieller stellte klar, dass man kein baldiges Ende des Krieges erwarte und die Operationen fortsetzen werde – lediglich Energieanlagen würden vorerst verschont.

Für Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wäre alles andere als eine vollständige Eskalation und ein Regimewechsel in Iran eine Katastrophe, wie der israelische Autor Akiva Eldar gegenüber Al Jazeera analysierte. Trumps Rückkehr an den Verhandlungstisch bedeute, dass Israel die iranische Nukleardrohung nicht beseitigen könne – und genau das sei Netanjahus politisches Lebenswerk.

Russland und Pakistan als Vermittler – eine neue geopolitische Konstellation

Bemerkenswert ist die Rolle, die Russland in diesem Konflikt einzunehmen versucht. Kurz nachdem Trump Gespräche mit Teheran behauptete, telefonierte Irans Außenminister Abbas Araghchi mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow. Moskau positioniert sich als Mediator und forderte eine „sofortige Einstellung der Feindseligkeiten". Auch Pakistan drängt sich als Vermittler auf – eine geopolitische Konstellation, die vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre und die das schwindende Vertrauen in die westliche Diplomatie eindrücklich dokumentiert.

Omans Außenminister Badr Albusaidi brachte es auf den Punkt: „Dieser Krieg ist nicht von Iran verursacht worden." Eine Einschätzung, die in Washington vermutlich auf wenig Gegenliebe stößt, aber die Komplexität der Lage treffend beschreibt.

Märkte im Schlingerkurs zwischen Panik und Euphorie

Die Finanzmärkte reagierten auf Trumps Friedenssignale zunächst mit einem klassischen Kniereflex: Öl stürzte um 14 Prozent ab, Aktien schossen nach oben, Anleiherenditen fielen. Doch die Euphorie währte kurz. Als Irans Dementis die Runde machten, drehten sich die Bewegungen teilweise wieder um. Gold, das zwischenzeitlich um fünf Prozent nachgegeben hatte, stabilisierte sich. Der Ölpreis, obwohl deutlich gefallen, notierte immer noch weit über dem Vorkriegsniveau.

„Der Markt ist aufgewacht mit potenziell guten Nachrichten", kommentierte Chris Larkin von E*Trade. „Aber eine nachhaltige Erholungsrally erfordert greifbare Fortschritte an der geopolitischen Front." Treffender lässt sich die Nervosität der Märkte kaum beschreiben. Wir leben in einem schlagzeilengetriebenen Markt, in dem sich Gewinne und Verluste im Minutentakt abwechseln.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Für den deutschen Bürger, der ohnehin unter steigenden Energiepreisen, einer galoppierenden Inflation und einer Bundesregierung leidet, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die nächsten Generationen belastet, sind die Entwicklungen im Nahen Osten ein weiterer Grund zur Sorge. Die Dieselpreise steigen, die Lieferketten ächzen, und die Europäische Zentralbank steht vor dem Dilemma, zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturstützung wählen zu müssen.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während Aktien, Anleihen und Kryptowährungen im Takt geopolitischer Schlagzeilen schwanken, bleibt Gold der zeitlose Anker in jedem Portfolio. Die aktuelle Krise unterstreicht, warum eine Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Anlageportfolio nicht nur sinnvoll, sondern geradezu geboten erscheint.

„Es ist unmöglich zu sagen, ob dies echten Fortschritt in Richtung eines Auswegs aus dem Krieg signalisiert oder ob Trump im Zickzack fährt, um Zeit zu kaufen und zu verhindern, dass der Ölpreis auf 150 Dollar steigt."

– so die nüchterne Einschätzung von Krishna Guha bei Evercore. Eine Einschätzung, die das ganze Dilemma dieser Krise auf den Punkt bringt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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