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Kettner Edelmetalle
27.01.2026
08:45 Uhr

Nordkorea provoziert erneut: Unbekanntes Geschoss über dem Japanischen Meer

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel erreichen einen neuen Siedepunkt. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hat am Dienstag abermals seine militärische Stärke demonstriert und ein nicht identifiziertes Projektil in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Das südkoreanische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall, hielt sich jedoch mit Details auffallend zurück.

Geheimniskrämerei um Art des Geschosses

Was genau da an der nordkoreanischen Ostküste in den Himmel stieg, bleibt vorerst im Dunkeln. Ob es sich um eine ballistische Rakete, ein Artilleriegeschoss oder gar eine der gefürchteten Hyperschallwaffen handelte, die Kim Jong Un erst Anfang Januar medienwirksam testen ließ – darüber schweigt sich Seoul beharrlich aus. Auch zur Flugweite des Projektils machte das Verteidigungsministerium keine Angaben. Diese Informationspolitik wirft Fragen auf: Will man die eigene Bevölkerung nicht beunruhigen, oder tappt man tatsächlich im Dunkeln?

Drohnenstreit heizt Konflikt weiter an

Der jüngste Raketentest fügt sich nahtlos in eine Eskalationsspirale ein, die beide koreanischen Staaten seit Wochen in Atem hält. Machthaber Kim Jong Un beschuldigte Seoul, Überwachungsdrohnen über die Grenze geschickt zu haben, und drohte unverhohlen mit Vergeltungsmaßnahmen. Die südkoreanische Regierung wies diese Vorwürfe für die genannten Zeitpunkte zurück und leitete Ermittlungen ein, ob möglicherweise Zivilisten für die mutmaßlichen Drohnenflüge verantwortlich sein könnten.

Eine bemerkenswerte Wendung: Statt kategorisch jeden Drohneneinsatz zu dementieren, räumt Seoul implizit ein, dass es solche Vorfälle gegeben haben könnte – nur eben nicht von staatlicher Seite. Diese diplomatische Gratwanderung zeigt, wie angespannt die Lage tatsächlich ist.

Kims atomare Ambitionen kennen keine Grenzen

Die Waffentests Anfang Januar, bei denen Nordkorea nach eigenen Angaben Hyperschallraketen erprobte, wurden von Kim Jong Un persönlich überwacht. Der Diktator nutzte die Gelegenheit, um über die staatlich kontrollierten Medien die Notwendigkeit zu betonen, die atomare Abschreckung weiter zu verstärken. Eine Rhetorik, die man in Pjöngjang seit Jahren pflegt – und die angesichts der geopolitischen Verwerfungen weltweit zunehmend bedrohlicher klingt.

Südkorea im innenpolitischen Chaos

Während der Norden provoziert, kämpft der Süden mit hausgemachten Problemen. Die jüngste Verurteilung des ehemaligen Ministerpräsidenten zu 23 Jahren Haft und die fünfjährige Haftstrafe für Ex-Präsident Yoon wegen eines versuchten Staatsstreichs zeigen, wie fragil die demokratischen Institutionen des Landes sind. In dieser Phase innenpolitischer Turbulenzen kommt die nordkoreanische Aggression denkbar ungelegen.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit wachsender Sorge. Doch wie so oft bei nordkoreanischen Provokationen dürfte es bei mahnenden Worten und verschärften Sanktionsdrohungen bleiben. Kim Jong Un weiß das – und nutzt es schamlos aus.

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Wer ist: Ernst Wolff

Ernst Wolff ist ein renommierter Wirtschaftsjournalist und Autor. Geboren in 1950 in China, in der Stadt Tianjin, zog er schon als Kleinkind mit seiner Familie nach Südkorea und von dort nach Deutsch…
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