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Kettner Edelmetalle
17.09.2026
05:16 Uhr
KI-generiert

Notfallplan für den Blackout: Bayern winkt einfach ab

Notfallplan für den Blackout: Bayern winkt einfach ab
Symbolbild: KI-generiert

Die Bundesnetzagentur baut eine digitale Krisenplattform, über die im Ernstfall Industriebetriebe zum Herunterfahren verpflichtet werden können. Bayerns Staatsregierung hält das Szenario für so unwahrscheinlich, dass sie nach eigener Auskunft „keine spezifischen Maßnahmen“ ergreift. Das geht aus einer Antwort des Münchner Wirtschaftsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage mehrerer AfD-Abgeordneter hervor, über die exklusiv berichtet wird.

Eine Plattform, die kaum jemand kennt

Das Instrument heißt „Sicherheitsplattform Strom“. Laut Bundesnetzagentur soll es die Behörde in ihrer Rolle als sogenannter Bundeslastverteiler unterstützen – also dann, wenn die Bundesregierung per Rechtsverordnung nach dem Energiesicherungsgesetz den Krisenfall feststellt.

Registrieren müssen sich nach Angaben der Behörde alle Stromnetzbetreiber sowie alle Verbraucher mit mehr als acht Gigawattstunden Jahresverbrauch je Entnahmestelle. Ein erstes funktionsfähiges System strebt die Bundesnetzagentur ab dem Winter 2026/2027 an. Betroffene Unternehmen sollen im Vorfeld einer erwarteten Knappheit informiert werden, damit sie ihre Produktion drosseln.

Die Behörde selbst betont, es drohe derzeit keine Mangellage, großflächige Störungen seien „sehr unwahrscheinlich“. Doch wer baut monatelang an einer Rationierungsinfrastruktur, wenn er das Szenario für abwegig hält? Genau diese Frage treibt viele Leser um.

München erfuhr davon offenbar gar nichts

Besonders bemerkenswert ist ein Detail der Antwort aus dem bayerischen Wirtschaftsressort, das Hubert Aiwanger (Freie Wähler) führt: Die Staatsregierung sei über die Errichtung der Plattform nach eigener Darstellung nicht informiert und folglich auch nicht eingebunden worden.

Auch auf konkrete Nachfragen musste das Ministerium passen. Wie viele Verbrauchsstellen im Freistaat die Acht-Gigawattstunden-Schwelle überschreiten, wer bereits angeschrieben wurde, welche Branchen betroffen sind – dazu lägen dem Haus keine Informationen vor.

„Da das Szenario einer staatlich angeordneten Lastreduzierung als unwahrscheinlich angesehen wird, sind aus Sicht der Staatsregierung keine spezifischen Maßnahmen zu ergreifen.“

Notstromaggregate für 16 Millionen Euro

Ganz untätig ist Bayern allerdings nicht. Laut der Antwort wurden 97 Notstromgerätesätze für rund sieben Millionen Euro beschafft – jede Kreisverwaltungsbehörde soll einen erhalten, ein weiterer ist für Schulungen der staatlichen Feuerwehr vorgesehen. Bis Februar 2026 seien 20 Geräte für 2,7 Millionen Euro geliefert worden.

Hinzu kommen 21 Großaggregate für neun Millionen Euro, die das THW betreiben soll; Auslieferung bis Ende 2027. Wie es finanziell bis 2030 weitergeht? Dazu könnten „aktuell keine seriösen Aussagen“ getroffen werden, heißt es.

Was das für Bürger und Betriebe bedeutet

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Vorgang ein strukturelles Problem der deutschen Energiepolitik: Der Bund plant Eingriffe in die industrielle Produktion, die Länder erfahren davon aus der Zeitung. Kritiker der Energiewende sehen darin die Quittung für den gleichzeitigen Ausstieg aus Kernkraft und Kohle bei wachsender Stromnachfrage durch Elektroautos und Wärmepumpen.

Für Unternehmen bedeutet eine angeordnete Lastreduzierung Produktionsausfall, Vertragsstrafen, Vertrauensverlust bei Kunden. Für Bürger wäre schon die Debatte darüber ein Alarmsignal – in einem Land, das seine Versorgungssicherheit jahrzehntelang als Standortvorteil verkauft hat.

Wer Vorsorge ernst nimmt, denkt nicht nur an Kerzen und Vorräte, sondern auch an die Struktur seines Vermögens. Physische Edelmetalle sind unabhängig von Stromnetzen, Serverausfällen und behördlichen Verfügungen – und deshalb für viele eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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