
Öffentlich-rechtlicher Befreiungsschlag? BR wagt sich an Islamismus-Thema – und spaltet die Rundfunklandschaft
Es ist eine bemerkenswerte Zäsur in der deutschen Medienlandschaft: Der Bayerische Rundfunk (BR) wagt sich an ein Thema, das die linken Kollegen der ARD-Anstalten bislang gerne mit spitzen Fingern anfassten – wenn überhaupt. In der kommenden Woche soll erstmals eine BR-eigene Folge des Reportageformats KLAR ausgestrahlt werden, in deren Zentrum die schleichende Unterwanderung Deutschlands durch Islamisten stehen soll. Moderiert wird die Sendung erneut von Julia Ruhs, jener Journalistin, an der sich der öffentlich-rechtliche Tugendwächter-Komplex derart entzündet hatte, dass es zum Zerwürfnis mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) kam.
Ein Format, das die Wohlfühl-Blase der Öffentlich-Rechtlichen sprengt
Was war geschehen? KLAR war ursprünglich als Gemeinschaftsproduktion konzipiert: Der NDR lieferte die Redaktion, der BR die Moderatorin. Doch schon die Auftaktfolge vor rund einem Jahr, die sich mit den Schattenseiten der Migrationspolitik beschäftigte, brachte das woke Biotop der norddeutschen Rundfunkanstalt in Wallung. Die selbsternannten „Neuen Deutschen Medienmacher:innen" attestierten der Sendung prompt einen „Tiefpunkt" des Qualitätsjournalismus, und Anja Reschke – jene Frau, deren moralische Selbstgewissheit mittlerweile sprichwörtlich ist – ließ in einer ARD-Sendung durchblicken, sie halte die Produktion für irgendwie „rechtsextrem".
Dabei hatte Ruhs schlicht das getan, was guter Journalismus eigentlich ausmachen sollte: Sie hatte die Realität eingefangen, ohne sie durch die ideologische Brille der Berliner Blase zu filtern. Eine radikale politische Bewertung fand gar nicht statt – allein der Umstand, dass die Kamera nicht weggeschaut hatte, genügte offenbar, um interne Mobbing-Kampagnen gegen die Moderatorin und ihre Redaktion auszulösen.
Die Spaltung im ARD-Kosmos
Am Ende setzte sich im NDR der Druck der Cancel-Fraktion durch. Die Konsequenz: Die sechs diesjährigen Ausgaben werden nun getrennt produziert. Der NDR hat sich für die ehemalige Bild-Chefredakteurin Tanit Koch entschieden, der BR hielt an Ruhs fest. Dass eine öffentlich-rechtliche Anstalt sich derart offensiv einer konservativen Journalistin verweigert, während eine andere sie schützt, sagt mehr über den Zustand der ARD aus als jede akademische Abhandlung.
Bemerkenswert: Schon die erste Koch-Ausgabe, die sich mit Gewalt gegen Polizisten befasste – also einem in der breiten Bevölkerung weitgehend unkontroversen Thema – wurde im Spiegel scharf attackiert. Dort bemängelte ein TV-Kritiker allen Ernstes, dass das „wiederkehrende Problem rechtsextremer Chatgruppen" nicht wenigstens in einem „spekulativen Halbsatz" angeklungen sei. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Selbst bei einem Beitrag über Angriffe auf Polizisten soll der Zuschauer offenbar erst einmal mit dem Narrativ von den gefährlichen „Rääächten" bei der Polizei beruhigt werden, bevor er sich mit der Realität auf deutschen Straßen konfrontiert sehen darf.
Islamismus – das Thema, das lange niemand anfassen wollte
Die kommende BR-Folge verspricht nun einen ungeschönten Blick auf ein Phänomen, das in deutschen Schulen, auf Schulhöfen und in ganzen Stadtvierteln längst bittere Realität ist. Laut Ankündigung soll es um islamistische Drohungen gegen Lehrer gehen, um faktische Essensverbote im Ramadan – selbst für nicht-muslimische Schüler –, um islamistische Influencer und entsprechende Literatur. Die zentrale Frage lautet demnach, ob der Staat den Einfluss des religiösen Fundamentalismus ausreichend im Blick habe.
Die Antwort kennt jeder, der in den vergangenen Jahren mit offenen Augen durch deutsche Städte gegangen ist: Nein, hat er nicht. Oder präziser: Er will es gar nicht. Jahrzehntelang wurden unbequeme Wahrheiten über parallele Strukturen, über Clans, über Moscheen mit mehr als fragwürdigen Predigern unter dem Deckmantel einer verquasten Toleranzrhetorik weggewischt. Wer das Problem benannte, wurde mit der Rassismus-Keule bedacht. Dass dies ein gewichtiger Anteil des Grundes ist, warum die politische Landschaft in Deutschland heute so aussieht, wie sie aussieht, verdrängt die Regierung in Berlin bis heute.
Die typischen Reflexe bleiben nicht aus
Doch auch in der neuen KLAR-Folge schimmert laut Ankündigung das altbekannte öffentlich-rechtliche Muster durch. So wird eine ehemalige Verfassungsschützerin muslimischen Glaubens als Kronzeugin aufgeboten, und es wird – natürlich – davor gewarnt, islamistische Anschläge könnten Vorurteile gegen Muslime verstärken. „Genau wegen solchen Menschen werde ich gehasst", lautet einer der Kernsätze. Man kennt es: Selbst wenn endlich über ein reales Problem berichtet wird, muss vorsorglich die Opferrolle vergeben werden – und zwar nicht an jene, die tatsächlich bedroht werden, sondern an die gesamte Gemeinschaft, aus der die Bedrohung erwächst.
Warum der BR plötzlich Mut beweist
Dass ausgerechnet der BR aus der Reihe tanzt, dürfte kein Zufall sein. In Bayern regiert die CSU, die angesichts der dramatischen Sicherheitslage im Land politisch nicht anders kann, als härtere Maßnahmen gegen importierte Kriminalität und islamistische Strukturen zu fordern. Eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die das Problem zumindest benennt, schafft dafür die nötige gesellschaftliche Basis. Man darf nicht vergessen: Die Welle an Messerangriffen, die Deutschland seit Jahren heimsucht, die zunehmende Gewalt auf Schulhöfen, die Drohungen gegen Lehrer – all das sind keine Einzelfälle mehr, sondern systemische Folgen einer verfehlten Migrationspolitik, deren Auswirkungen das Bundeskriminalamt längst in nüchternen Statistiken dokumentiert.
Ein zaghafter Lichtblick – mehr nicht
Ob die Ruhs-Folge tatsächlich den versprochenen unverstellten Blick liefert oder am Ende doch wieder in den üblichen Relativierungen versandet, wird sich zeigen. Eines aber ist bereits jetzt klar: Die Reaktionen der üblichen Verdächtigen aus dem linken Milieu werden nicht lange auf sich warten lassen. Jede Sendung, die den bequemen Konsens der Hauptstadtpresse herausfordert, wird als „rechtsextrem", „gefährlich" oder „spalterisch" gebrandmarkt. Dass die eigentliche Spaltung längst durch eine Politik vollzogen wurde, die die Sorgen der eigenen Bevölkerung über Jahre hinweg ignoriert hat, spielt in dieser Debatte seltsamerweise nie eine Rolle.
Dass die beiden Moderatorinnen – Ruhs und Koch – gegen die internen Angriffe zusammenhalten, ist dabei ein kleines, aber bemerkenswertes Signal. Vielleicht ist es der Beginn einer längst überfälligen Diversifizierung der öffentlich-rechtlichen Meinungslandschaft. Vielleicht aber auch nur ein kurzes Aufflackern, bevor die Löschtrupps des Zeitgeistes wieder zuschlagen. Die Geschichte der vergangenen Jahre legt Letzteres leider nahe.
Fazit: Wer die Wahrheit sagt, braucht starke Nerven
Julia Ruhs wagt, was im deutschen Mainstream-Journalismus unverzeihlich geworden ist: Sie liefert Fakten, die nicht ins ideologische Raster passen. Dass sie dafür gehasst wird – von Teilen der Branche ebenso wie von politischen Aktivisten – spricht Bände über den Zustand einer Medienwelt, die sich längst von ihrer eigentlichen Aufgabe verabschiedet hat. Die Aufgabe des Journalismus ist es nicht, die Bevölkerung zu erziehen, sondern sie zu informieren. Dass dies mittlerweile als Provokation gilt, ist das eigentliche Drama unserer Zeit.
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