
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: ARD-Chef rechtfertigt dreiste Beitragserhöhung mit fragwürdiger Logik
In einer Zeit, in der viele Bürger unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen, sorgt die ARD mit ihrer jüngsten Forderung nach höheren Rundfunkbeiträgen für Kopfschütteln. ARD-Vorsitzender Kai Gniffke präsentierte in einem Interview mit dem Handelsblatt eine bemerkenswerte Interpretation der geplanten Beitragserhöhung.
Wenn Mehrkosten als "Kürzung" verkauft werden
Mit einer geradezu atemberaubenden rhetorischen Volte versucht Gniffke, die von der KEF empfohlene monatliche Erhöhung um 58 Cent auf 18,94 Euro als "reale Kürzung" darzustellen. Seine Argumentation stützt sich dabei auf die Behauptung, dass die jährliche Steigerung von 0,8 Prozent unter der Inflationsrate liege - ein Argument, das angesichts der üppigen Finanzausstattung der öffentlich-rechtlichen Sender bei vielen Bürgern auf Unverständnis stoßen dürfte.
Der Gang nach Karlsruhe: Verfassungsbeschwerde als Druckmittel
Nachdem sich die Bundesländer gegen eine weitere Erhöhung der Rundfunkbeiträge ausgesprochen haben, ziehen ARD und ZDF nun alle Register. Mit einer Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht wollen die Sender ihre Interessen durchsetzen - ein Vorgehen, das die wachsende Kluft zwischen Gebührenzahlern und öffentlich-rechtlichen Anstalten weiter vertiefen könnte.
Reformbedarf wird nur zögerlich angegangen
Die von den Länderchefs vorgeschlagene Reduzierung der Hörfunkprogramme von 69 auf 53 Programme erscheint dabei als zaghafter Versuch, den aufgeblähten Apparat zu verschlanken. Gniffkes Reaktion darauf wirkt erstaunlich gelassen: Man werde dem "selbstverständlich nachkommen" - eine Aussage, die angesichts der sonst so vehementen Verteidigung der Senderinteressen überrascht.
"Unser Geld geht ins Programm. Aber um das zu machen, brauchen wir auch bestimmte Verwaltungstätigkeiten", verteidigt Gniffke die hohen Verwaltungsausgaben.
Kritische Beobachter sehen in dieser Entwicklung ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die öffentlich-rechtlichen Sender zunehmend von ihrem eigentlichen Auftrag und den Bedürfnissen der Gebührenzahler entfernen. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Rundfunkbeiträge und deren Verwendung bleibt weiterhin ein gesellschaftlicher Brennpunkt, der durch das aktuelle Vorgehen der Sender noch zusätzlich befeuert wird.
- Themen:
- #Steuern

Der große Der große Das große Live-Webinar am 26. August – was jetzt über Konto, Erbe und Bargeld entschieden wird. Und wie Sie Ihr Vermögen legal schützen.
Live mit Ernst Wolff, Dr. Hans-Georg Maaßen, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Dr. Paul Brandenburg, Gerald Grosz, Tom-Oliver Regenauer & einem anonymen Banken-Insider – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

ErnstWolff

Dr. Hans-GeorgMaaßen

Prof. Dr. UlrikeGuérot

Dr. PaulBrandenburg

GeraldGrosz

Tom-OliverRegenauer

Bankeninsider(anonym)
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik



















