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07.05.2026
06:29 Uhr

Ölkrise im Blindflug: Wie Berlin die Bürger im Dunkeln tappen lässt

Ölkrise im Blindflug: Wie Berlin die Bürger im Dunkeln tappen lässt

Während die Welt mit zusammengebissenen Zähnen auf die blockierte Straße von Hormus starrt und die Internationale Energieagentur von der größten Versorgungsunterbrechung in der Geschichte der Ölmärkte spricht, übt sich die Bundesregierung in einer Disziplin, die sie offenbar zur Königsdisziplin erhoben hat: dem Aussitzen. Sieben Wochen ließ Bundeskanzler Friedrich Merz verstreichen, bevor er am 20. April endlich den Nationalen Sicherheitsrat einberief – jenes Gremium also, das die schwarz-rote Koalition erst im Vorjahr ins Leben gerufen hatte, um auf Krisen blitzschnell reagieren zu können. Das Ergebnis dieser Sitzung? Schweigen im Walde. Auch von der eigens gegründeten Taskforce, in der Kanzleramt, Wirtschafts-, Finanz- und Außenministerium sowie die Bundesnetzagentur sitzen, dringt nichts an die Öffentlichkeit. Wer hätte gedacht, dass Krisenmanagement so geräuschlos sein kann?

Steuernachlässe statt Strategie

Statt die Bevölkerung ehrlich auf eine sich zuspitzende Lage vorzubereiten, greift die Bundesregierung in die altbekannte Trickkiste: Zwölf-Uhr-Regel an den Tankstellen, Steuernachlässe, Subventionen für den Spritpreis. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Verbraucht weiter, als sei nichts geschehen. Aus ökonomischer Sicht eine bemerkenswerte Strategie – schließlich ist es ein Lehrbuchwissen, dass künstlich niedrig gehaltene Preise in Knappheitsphasen den Verbrauch hochhalten und die Krise verschärfen. Doch im politischen Berlin scheinen Lehrbücher derzeit Mangelware zu sein.

„Strategisch hochriskant“

Ein Ökonom der Stuttgarter International School of Management bringt die Misere auf den Punkt: Das Verhalten der Regierung sei strategisch hochriskant. Krisenkommunikation dürfe sich nicht in Beschwichtigung erschöpfen. Sie müsse Risiken benennen, Unsicherheiten erklären, Vorsorge sichtbar machen. Stattdessen werde stärker beruhigt, als vorbereitet. Eine Kopf-in-den-Sand-Taktik also, die an die Energiepolitik der vergangenen Jahre nahtlos anschließt.

Besonders pikant: Naheliegende Sparmaßnahmen wie ein Tempolimit oder Einschränkungen im Flugverkehr seien politisch „grün kodiert“. Wer sie ergreift, müsse fürchten, ein ideologisches Narrativ zu bestätigen, das man als bürgerliche Regierung eigentlich loswerden wollte. Damit hängt die Bundesregierung in einer selbstgebauten Falle: Sie traut sich aus Angst vor dem Verzichts-Image kaum noch, überhaupt etwas zu tun. Das Ergebnis ist ein Vakuum, in dem weder Vorsorge noch klare Worte stattfinden.

Misstrauen gegenüber dem mündigen Bürger

Hinter dieser Defensive verbirgt sich offenbar auch ein tiefsitzendes Misstrauen der politischen Klasse gegenüber den eigenen Bürgern. Inflationsangst, Sorge vor Panikkäufen, Furcht vor Verteilungskonflikten – all das mag eine Rolle spielen. Doch der mündige Bürger spürt längst, dass die Lage ernst ist. Eine Bevölkerung, die den Krieg im Nahen Osten, explodierende Preise und blockierte Schifffahrtswege täglich vor Augen hat, lässt sich durch Pressekonferenzen voller Floskeln nicht mehr einlullen. Wer Vertrauen will, muss Klartext reden – nicht in Watte packen.

Die Vorratshaltung wird wieder Bürgerpflicht

Bezeichnend ist, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe seit Jahren empfiehlt, einen Vorrat für mindestens drei, besser zehn Tage anzulegen. Versorgungsengpässe durch Unfälle, Havarien, Extremwetter oder Sabotageakte – die Behörde nennt die Risiken beim Namen, während die Regierung lieber den Eindruck erweckt, alles sei unter Kontrolle. Ein Treppenwitz der politischen Kommunikation: Die Fachbehörde warnt, die Bundesregierung beschwichtigt.

Lehren aus der Geschichte – und die Rolle physischer Werte

Wer die Ölkrisen von 1973 und 1979 noch in Erinnerung hat, weiß, wie schnell aus angespannten Märkten reale Knappheit werden kann. Damals wie heute zeigte sich: Wer auf den Staat allein vertraut, steht im Ernstfall mit leeren Händen da. Vorsorge bedeutet nicht nur Lebensmittel und Wasser im Keller, sondern auch eine kluge Streuung des Vermögens. Gerade in Zeiten, in denen Energiepreise und geopolitische Risiken die Inflation befeuern, haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihre Rolle als wertstabiler Anker über Jahrhunderte bewiesen. Sie sind keine Allheilmittel, aber ein bewährter Bestandteil eines breit gestreuten und krisenfesten Portfolios – unabhängig von politischen Beschwichtigungen und unabhängig vom nächsten Bundesregierungs-Manöver.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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