
Ölpreis vor dem Sturm: Goldman Sachs warnt vor Brent über 100 Dollar bei anhaltender Hormus-Blockade
Während die Bundesregierung in Berlin weiterhin über Klimaneutralität und Sondervermögen philosophiert, braut sich am Persischen Golf ein ökonomisches Gewitter zusammen, das die ohnehin gebeutelte deutsche Wirtschaft mit voller Wucht treffen könnte. Die Investmentbank Goldman Sachs zeichnet in ihrer jüngsten Analyse ein Szenario, das jeden Autofahrer, jeden Industriebetrieb und jeden Verbraucher in Deutschland aufhorchen lassen sollte: Brent-Rohöl könnte dauerhaft über 100 Dollar pro Barrel notieren – und im schlimmsten Fall sogar auf 120 Dollar klettern.
Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft
Im Zentrum der Analyse steht die Straße von Hormus, jene schmale Wasserstraße zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs transportiert wird. Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran im Februar und dem daraus resultierenden militärischen Konflikt ist diese Lebensader des globalen Energiemarktes faktisch blockiert. Zwar wurde kürzlich eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen Washington und Teheran vereinbart, doch die Zweifel an deren Bestand wachsen mit jedem Tag.
US-Vizepräsident J.D. Vance selbst bezeichnete den Waffenstillstand als „fragil" – eine bemerkenswert ehrliche Einschätzung aus dem Weißen Haus. Auf iranischer Seite erklärte Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, dass bereits drei Klauseln des Waffenruhe-Vorschlags missachtet worden seien. Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen: Diese Vereinbarung steht auf tönernen Füßen.
Drei Szenarien – und keines davon ist beruhigend
Goldman Sachs hat drei mögliche Entwicklungspfade skizziert, die den Ölmarkt in den kommenden Monaten prägen könnten. Im sogenannten Basisszenario geht die Bank davon aus, dass die Energieflüsse durch die Meerenge ab diesem Wochenende wieder anziehen und sich die Exportmengen innerhalb eines Monats schrittweise auf das Vorkriegsniveau erholen. Selbst in diesem optimistischsten Fall rechnen die Analysten mit einem durchschnittlichen Brent-Preis von 82 Dollar im dritten und 80 Dollar im vierten Quartal – Preise, die für die energieintensive deutsche Industrie bereits schmerzhaft genug wären.
Deutlich dramatischer fällt das Negativszenario aus. Sollte sich die Wiederöffnung der Straße von Hormus um nur einen weiteren Monat verzögern, könnte Brent im zweiten Halbjahr im Durchschnitt über 100 Dollar pro Barrel steigen. Und dann gibt es da noch das Extremszenario: Bei einer längeren Blockade oder einem Abbruch der Waffenruhe, kombiniert mit Produktionsausfällen in der Region, sieht Goldman Sachs den Ölpreis im dritten Quartal bei rund 120 Dollar und im vierten Quartal bei etwa 115 Dollar. Zahlen, die an die dunkelsten Tage der Ölkrise erinnern.
Die Region kommt nicht zur Ruhe
Was die Lage zusätzlich verschärft: Der Konflikt beschränkt sich längst nicht mehr auf die Achse Washington-Teheran. Saudi-Arabien griff Energieanlagen im Iran an, während Israel seine Bombardierungen von Zielen im Libanon fortsetzt. Die gesamte Region gleicht einem Pulverfass, bei dem jeder Funke eine Kettenreaktion auslösen könnte. Dass unter diesen Umständen eine stabile Wiederöffnung der wichtigsten Ölhandelsroute der Welt gelingen soll, erscheint bestenfalls als frommer Wunsch.
Was bedeutet das für Deutschland?
Die Brent-Futures notierten zuletzt bei rund 97 Dollar pro Barrel, nachdem sie am Mittwoch zunächst um 13 Prozent eingebrochen waren, als die Waffenruhe angekündigt wurde. Während der Krise hatte der Ölpreis zwischenzeitlich ein Hoch von 119,50 Dollar erreicht. Diese extremen Schwankungen zeigen, wie nervös die Märkte sind – und wie schnell sich die Lage zuspitzen kann.
Für Deutschland, das sich unter der Ampelregierung sehenden Auges in eine beispiellose Energieabhängigkeit manövriert hat und dessen Industrie bereits unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik ächzt, wären dauerhaft dreistellige Ölpreise ein weiterer schwerer Schlag. Die Inflation, die durch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Großen Koalition ohnehin weiter angeheizt werden dürfte, würde durch explodierende Energiekosten zusätzlich befeuert. Am Ende zahlt der deutsche Bürger die Zeche – an der Tankstelle, im Supermarkt und auf der Heizkostenabrechnung.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine diversifizierte Vermögenssicherung ist. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch in Phasen geopolitischer Unsicherheit und steigender Inflation als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich ein Stück Unabhängigkeit von den Verwerfungen an den Energiemärkten und den Fehlentscheidungen der Politik.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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