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Kettner Edelmetalle
25.03.2026
20:37 Uhr

Peking stellt sich hinter Pakistan: China drängt auf Friedensgespräche im Iran-Konflikt – und spielt dabei sein eigenes Spiel

Peking stellt sich hinter Pakistan: China drängt auf Friedensgespräche im Iran-Konflikt – und spielt dabei sein eigenes Spiel

Während die Bomben auf iranischem Boden fallen und die Straße von Hormus zum gefährlichsten Nadelöhr der Weltwirtschaft mutiert, positioniert sich China mit kalkulierter Eleganz als vermeintlicher Friedensstifter. Peking hat unmissverständlich seine Unterstützung für Pakistans Angebot signalisiert, als Gastgeber für Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran zu fungieren. Doch hinter der diplomatischen Fassade verbirgt sich ein knallhartes geopolitisches Kalkül.

Pekings Doppelspiel zwischen Friedensrhetorik und strategischem Eigennutz

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, erklärte vor Journalisten in Peking, dass „Waffenstillstand und Friedensgespräche die dringlichsten Aufgaben" seien. China unterstütze alle Bemühungen, die zur Deeskalation und zur Wiederaufnahme des Dialogs beitrügen. Klingt edel. Klingt nach Verantwortungsbewusstsein. Doch wer genauer hinsieht, erkennt die wahren Motive.

Denn China ist nicht irgendein neutraler Beobachter in diesem Konflikt. Peking ist Irans größter Rohölkäufer – und damit existenziell abhängig von der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Dass Teheran erklärt hat, „nicht-feindliche" Schiffe könnten weiterhin passieren, dürfte in erster Linie an China adressiert gewesen sein. Eine Passage, die allerdings Berichten zufolge mit einer Gebühr von zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt verbunden sein soll und die strikte Einhaltung iranischer Sicherheitsregeln voraussetzt.

Teheran lehnt ersten Friedensentwurf ab

Die diplomatischen Bemühungen Pakistans stehen derweil auf wackeligem Fundament. Teheran habe einen ersten 15-Punkte-Entwurf, der von Islamabad übermittelt worden sei, bereits zurückgewiesen. Das überrascht kaum. Der Iran zeigt eine unerwartete Widerstandsfähigkeit unter dem Bombardement – und hat offenkundig wenig Interesse daran, aus einer Position der vermeintlichen Schwäche heraus zu verhandeln.

Chinas Sondergesandter für den Nahen Osten, Zhai Jun, wurde nach einer Pendeldiplomatie-Reise durch Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait deutlicher als gewöhnlich. Die US-israelische Operation gegen den Iran müsse sofort eingestellt werden, andernfalls drohe ein „Teufelskreis", der die gesamte Region destabilisiere und den Welthandel empfindlich störe.

„Sollten die Feindseligkeiten weiter eskalieren und sich die Lage weiter verschlechtern, wird die gesamte Region ins Chaos gestürzt. Der Einsatz von Gewalt führt nur zu einem Teufelskreis… Dieser Krieg hätte niemals beginnen dürfen."

Trump bittet China um Hilfe – doch Peking hat wenig Anreiz

Erst vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump China und Japan aufgefordert, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen. Ein bemerkenswerter Hilferuf, der die strategische Überdehnung der amerikanischen Außenpolitik offenbart. Doch warum sollte Peking Washington aus der Patsche helfen? China beobachtet mit kaum verhohlener Genugtuung, wie sich die USA in einem weiteren Konflikt im Nahen Osten festfahren. Zumal Peking vermutlich bereits direkte Garantien für eine sichere Passage von Teheran erhalten hat.

Am Dienstag telefonierten der chinesische Außenminister Wang Yi und sein iranischer Amtskollege Seyed Abbas Araghchi. Wang habe dabei alle Parteien aufgefordert, jede Gelegenheit und jedes Zeitfenster für den Frieden zu nutzen und so schnell wie möglich Friedensgespräche aufzunehmen. Gleichzeitig gibt es Berichte, wonach China – gemeinsam mit Russland – dem Iran nachrichtendienstliche Unterstützung gewähren könnte. Sollte dies zutreffen, hätte Washington kaum Handhabe dagegen.

Die Energiekrise als Brandbeschleuniger für die Weltwirtschaft

Was sich hier vor unseren Augen abspielt, ist nichts Geringeres als der schwerste globale Energieschock seit Jahrzehnten. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – jene Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt – bricht zusammen. Die Folgen für die ohnehin angeschlagene Weltwirtschaft sind kaum absehbar. Steigende Energiepreise, explodierende Transportkosten, Lieferkettenunterbrechungen – all das trifft Europa und insbesondere Deutschland mit voller Wucht.

Für die deutsche Wirtschaft, die sich nach dem selbstverschuldeten Energiedesaster der vergangenen Jahre ohnehin in einer prekären Lage befindet, könnte dieser Konflikt zum nächsten schweren Schlag werden. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, welche Strategie sie für den Fall einer langanhaltenden Blockade der wichtigsten Ölhandelsroute der Welt verfolgt. Denn eines ist sicher: China wird seine eigenen Interessen verfolgen – und nicht die Europas.

In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen und drohender Energiekrisen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Absicherung gegen systemische Risiken. Gold und Silber haben in jeder großen Krise der Menschheitsgeschichte als verlässlicher Wertspeicher fungiert – und daran wird sich auch diesmal nichts ändern.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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