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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
19:51 Uhr

Peking weist Banken an, US-Staatsanleihen abzubauen – ein Warnsignal für den Dollar?

Während die westliche Finanzwelt noch immer gebetsmühlenartig die Unantastbarkeit amerikanischer Staatsanleihen beschwört, sendet China ein unmissverständliches Signal: Die chinesischen Regulierungsbehörden haben ihre größten Finanzinstitute angewiesen, ihre Bestände an US-Treasuries zurückzufahren. Offiziell geht es um „Konzentrationsrisiken" und „Marktvolatilität". Doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt die tektonischen Verschiebungen im globalen Finanzsystem.

Mündliche Anweisungen statt schriftlicher Dekrete

Die Brisanz der Nachricht liegt nicht zuletzt in der Art ihrer Übermittlung. Wie aus informierten Kreisen verlautete, seien die Anweisungen in den vergangenen Wochen mündlich an einige der größten chinesischen Banken kommuniziert worden. Banken mit besonders hohem Engagement in US-Staatsanleihen seien aufgefordert worden, ihre Positionen aktiv zu reduzieren. Bemerkenswert: Die Direktive betreffe ausdrücklich nicht Chinas staatliche Bestände an US-Treasuries – ein feiner, aber bedeutsamer Unterschied.

Peking rahmt die Maßnahme geschickt als reine Risikodiversifizierung ein, nicht etwa als geopolitisches Manöver oder gar als Ausdruck eines fundamentalen Vertrauensverlusts in die amerikanische Kreditwürdigkeit. Konkrete Zielgrößen oder Zeitvorgaben seien den Banken nicht genannt worden. Doch täuschen sollte man sich nicht: In der chinesischen Finanzpolitik geschieht nichts ohne strategisches Kalkül.

Die Reaktion der Märkte – und die beschwichtigenden Stimmen

Die Renditen amerikanischer Staatsanleihen stiegen unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht, der Dollar gab gegenüber den wichtigsten Währungen leicht nach. Klassische Reflexe eines nervösen Marktes. Doch nicht alle Beobachter zeigten sich alarmiert.

So bezeichnete ein Stratege der australischen Westpac-Bank Chinas verbliebene Treasury-Bestände als „kaum ein Problem". Chinas offizielle Bestände hätten ihren Höhepunkt bereits 2017 erreicht und lägen derzeit bei rund 682 Milliarden Dollar – relativ zum Gesamtmarkt eine überschaubare Größe. Rechne man Belgien und Luxemburg hinzu, die häufig als Stellvertreter für chinesische Bestände gelten, komme man „kaum über 750 Milliarden Dollar". Eine Einschätzung, die allerdings hinterfragt werden darf, denn allein Belgien hält mittlerweile US-Treasuries im Wert von 481 Milliarden Dollar.

Laut Daten der chinesischen Devisenverwaltung hielten chinesische Banken per September Dollar-denominierte Anleihen im Wert von etwa 298 Milliarden Dollar. Wie viel davon tatsächlich US-Staatsanleihen waren, bleibt unklar.

Trumps Zollpolitik als Katalysator der Entfremdung

Der Zeitpunkt der chinesischen Anweisung ist kein Zufall. Unter Präsident Donald Trump haben die USA massive Zollerhöhungen durchgesetzt – 34 Prozent auf chinesische Importe, 20 Prozent auf EU-Waren. Diese aggressive Handelspolitik hat weltweit Zweifel an Washingtons fiskalischer Disziplin genährt. Investoren und Regierungen hinterfragen zunehmend den Status des Dollars als unangefochtene Weltreservewährung.

Bereits im vergangenen Monat hatte ein prominenter Devisenanalyst der Deutschen Bank gewarnt, europäische Vermögensverwalter könnten ihre US-Bestände als Reaktion auf Trumps Zolldrohungen und die vorgeschlagene Übernahme Grönlands reduzieren – eine Einschätzung, die einen internationalen Skandal auslöste und von der Deutschen Bank hastig relativiert wurde.

Trotz der „populären Narrative" habe der Treasury-Markt im vergangenen Jahr seine beste Performance seit 2020 erzielt und eine Rekordnachfrage ausländischer Investoren bei Auktionen verzeichnet, betonte US-Finanzminister Scott Bessent.

Tatsächlich stiegen die ausländischen Bestände an US-Staatsanleihen bis November auf einen Rekordwert von 9,4 Billionen Dollar – mehr als 500 Milliarden Dollar höher als ein Jahr zuvor. Doch Rekorde der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft.

Was bedeutet das für den deutschen Anleger?

Wenn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre Banken anweist, sich von amerikanischen Schuldtiteln zu trennen, sollte das auch hierzulande aufhorchen lassen. Die Debatte um den sicheren Hafen US-Dollar ist längst keine akademische Übung mehr. Sie betrifft jeden, der sein Vermögen in dollardenominierten Anlagen geparkt hat – und sie wirft einmal mehr die Frage auf, welche Werte in Zeiten geopolitischer Verwerfungen tatsächlich Bestand haben.

In einer Welt, in der Staaten ihre Schulden in immer schwindelerregendere Höhen treiben – auch Deutschland mit seinem geplanten 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen –, gewinnen physische Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung weiter an Bedeutung. Gold und Silber kennen kein Gegenparteirisiko, keine politischen Anweisungen und keine Konzentrationsrisiken. Sie sind das, was sie seit Jahrtausenden waren: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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