
Pekings diplomatische Doppelstrategie: Wang Yi verurteilt Iran-Krieg und umgarnt Washington zugleich

Während im Nahen Osten die Waffen donnern, übt sich Chinas Chefdiplomat in einem bemerkenswerten Balanceakt. Außenminister Wang Yi hat den Krieg gegen den Iran mit ungewöhnlich scharfen Worten verurteilt – und gleichzeitig die Hand in Richtung Washington ausgestreckt. Ein Meisterstück diplomatischer Zweideutigkeit, das die geopolitischen Verwerfungen unserer Zeit wie unter einem Brennglas offenlegt.
„Ein Krieg, der niemandem nützt"
Die Worte des chinesischen Außenministers ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Der Krieg gegen den Iran hätte „nicht stattfinden dürfen" und nütze „niemandem", erklärte Wang. Ohne die Vereinigten Staaten beim Namen zu nennen – eine in der chinesischen Diplomatie wohlbekannte Taktik – richtete er seine Kritik unmissverständlich an Washington und dessen Verbündeten Israel, die Ende Februar Angriffe auf den Iran begonnen hatten.
Besonders bemerkenswert war Wangs bildhafte Sprache: „Eine starke Faust" bedeute nicht, dass man auch „starke Argumente" habe. Die Welt dürfe nicht zu den „Gesetzen des Dschungels" zurückkehren. Man mag von Pekings Rhetorik halten, was man will – doch diese Mahnung trifft einen wunden Punkt. Denn tatsächlich stellt sich die Frage, ob die militärische Eskalation im Nahen Osten irgendeinem der beteiligten Völker langfristig Frieden und Stabilität bringen wird. Die Geschichte lehrt uns das Gegenteil.
Versöhnliche Töne Richtung Washington
Was Wangs Auftritt jedoch besonders interessant macht, ist der nahezu nahtlose Übergang von der Kriegskritik zur diplomatischen Charmeoffensive gegenüber den USA. Er sprach von einem „wichtigen Jahr" für die chinesisch-amerikanischen Beziehungen und verwies auf die „guten Kontakte auf höchster Ebene" zwischen den Staatschefs beider Länder. Diese stellten eine „strategische Garantie" für das bilaterale Verhältnis dar.
US-Präsident Donald Trump wird Ende März zu einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Peking erwartet. Wang bestätigte den Besuch zwar nicht direkt, signalisierte aber unmissverständlich Gesprächsbereitschaft. Die Agenda für hochrangige Gespräche liege „bereits auf dem Tisch". Entscheidend sei allerdings, dass die USA „den halben Weg" auf China zukämen. Eine Formulierung, die man durchaus als höflich verpackte Forderung verstehen darf.
Handelskrieg: Zölle als „Feuer mit Benzin löschen"
Deutlich weniger diplomatisch fiel Wangs Bewertung der amerikanischen Handelspolitik aus. Die massiven Zollbarrieren, die Trump gegen China errichtet hat – die höchsten seiner gesamten weltweiten Zolloffensive –, verglich der chinesische Außenminister mit dem Versuch, „ein Feuer mit Benzin zu löschen". Diese Maßnahmen würden „nach hinten losgehen und sich selbst schaden".
Und tatsächlich: Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Zollkriege selten Gewinner hervorbringen. Auch Europa bekommt die Auswirkungen der amerikanischen Handelspolitik zu spüren. Trumps 20-Prozent-Zölle auf EU-Importe belasten die ohnehin angeschlagene deutsche Exportwirtschaft zusätzlich – ein Umstand, den die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz bislang erstaunlich gelassen hinzunehmen scheint. Während Peking zumindest verbal Paroli bietet, duckt sich Berlin einmal mehr weg.
Pekings Plädoyer für die Vereinten Nationen
Bemerkenswert war auch Wangs entschiedenes Eintreten für die Vereinten Nationen. „Ohne die UN wäre die Welt nur schlechter dran", betonte er. Alleingänge oder das Zusammenstellen „kleiner Gruppierungen" unter Umgehung der Weltorganisation seien nicht tragfähig. Diese Spitze richtete sich offenkundig gegen Trumps „Friedensrat", der bei mehreren Nationen Bedenken ausgelöst hatte, er könne die UN untergraben.
Man muss kein Freund der chinesischen Regierung sein, um anzuerkennen, dass Wang Yi hier einen Punkt trifft. In einer Welt, in der das Recht des Stärkeren zunehmend das Völkerrecht verdrängt, braucht es funktionierende multilaterale Institutionen – auch wenn diese reformbedürftig sein mögen. Dass ausgerechnet China sich als Hüter der internationalen Ordnung inszeniert, entbehrt freilich nicht einer gewissen Ironie, bedenkt man Pekings eigenes Vorgehen im Südchinesischen Meer oder gegenüber Taiwan.
Eines wird in dieser zunehmend unübersichtlichen Weltlage immer deutlicher: Geopolitische Unsicherheiten und militärische Konflikte unterstreichen die Bedeutung krisenfester Vermögenswerte. In Zeiten, in denen Handelsströme durch Zölle unterbrochen werden, Kriege ganze Regionen destabilisieren und Währungen unter Druck geraten, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und auf bewährte Sachwerte setzt, ist für die Stürme der Zukunft besser gerüstet als jene, die blind auf die Versprechen der Politik vertrauen.

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