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01.03.2026
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Pekings kaltes Kalkül: Warum China den Iran ohne Tränen fallen lässt

Pekings kaltes Kalkül: Warum China den Iran ohne Tränen fallen lässt

Während im Nahen Osten die Bomben fallen und der Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei die geopolitische Landkarte neu zeichnet, offenbart sich in Peking eine bemerkenswerte Gelassenheit. China, das sich in den vergangenen Jahren als strategischer Partner Teherans inszenierte, reagiert auf die dramatische Eskalation mit einer Zurückhaltung, die Bände spricht. „Offenbar tut der Angriff auf das Mullah-Regime den Regierenden in Peking nicht besonders weh", konstatiert ein renommierter Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Bonn.

Verbündete auf dem Papier, Fremde im Geiste

Die chinesisch-iranische Beziehung war stets eine Zweckgemeinschaft – nicht mehr, nicht weniger. Peking unterstützte Teherans Beitritt zur Shanghai Organisation für Zusammenarbeit und förderte die Aufnahme in den BRICS-Staatenbund. Doch hinter der diplomatischen Fassade verbirgt sich eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung, die so kalt ist wie ein Pekinger Wintermorgen.

Offiziell gab sich die chinesische Regierung am Wochenende „zutiefst besorgt" über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran. Im UN-Sicherheitsrat forderte Chinas Vertreter pflichtschuldig die Achtung der iranischen Souveränität und einen sofortigen Stopp der Militäroperationen. Doch das war es dann auch schon. Keine militärischen Drohungen, keine Sanktionen, keine Konsequenzen. Nur warme Worte in kalter Berechnung.

Vier Gründe für Pekings strategisches Schweigen

Keine ideologische Seelenverwandtschaft

So sehr sich autokratische Regime oberflächlich ähneln mögen – zwischen dem kommunistischen Einparteienstaat China und der islamischen Theokratie Iran klafft ein ideologischer Abgrund. Peking agiert religionsfern, ja geradezu religionsfeindlich, wie die brutale Unterdrückung der uigurischen Muslime in Xinjiang eindrücklich belegt. Eine tiefe Verbundenheit mit einem Gottesstaat? Das wäre für die Kommunistische Partei Chinas ungefähr so plausibel wie ein veganes Menü auf einem texanischen Barbecue.

Washington nicht provozieren

Der zweite und womöglich gewichtigste Grund für Pekings Zurückhaltung liegt in der Beziehung zu den Vereinigten Staaten. Ein hochrangiges Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Xi Jinping sei für Ende März in China geplant. In einer Phase, in der Trump bereits massive Zölle von 34 Prozent auf chinesische Importe verhängt hat und der Handelskrieg zwischen den beiden Supermächten tobt, wäre ein offener Disput über den Iran das Letzte, was Peking gebrauchen kann. Die wirtschaftlichen Interessen – Handel, Lieferketten, Energieversorgung – wiegen schwerer als jede Solidaritätsbekundung für ein Mullah-Regime am Rande des Zusammenbruchs.

Öl ist wichtig, aber nicht existenziell

China ist zwar der größte Abnehmer iranischen Öls – rund 590.000 Barrel pro Tag, was etwa zehn bis fünfzehn Prozent der chinesischen Gesamtölimporte entspricht. Doch den Löwenanteil seines Bedarfs deckt die Volksrepublik aus Saudi-Arabien, Russland und dem Irak. Iranisches Öl speist vor allem die kleineren, als „Teapot" bezeichneten Raffinerien. Ein Verlust wäre schmerzhaft, aber keineswegs existenzbedrohend. Weitaus besorgniserregender dürfte für Peking die Frage der Schifffahrtswege sein: Ein Viertel bis ein Drittel der chinesischen Rohölversorgung passiert die Straße von Hormus – jene enge Wasserstraße, die direkt am Iran vorbeiführt und im Falle einer weiteren Eskalation zur tödlichen Engstelle werden könnte.

Abwarten als Propagandawaffe

Pekings Strategie folgt einem altbewährten Muster: Man beobachtet geduldig, hält sich alle Optionen offen und inszeniert sich anschließend als der verlässliche, besonnene Partner – im Gegensatz zum interventionistischen Amerika. Ähnlich verfuhr China bereits nach dem Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang des Jahres. Die Botschaft an die Welt lautet stets: Während Washington Chaos stiftet, bietet Peking Stabilität. Ein Narrativ, das in vielen Ländern des Globalen Südens auf fruchtbaren Boden fällt.

Die große Unbekannte: Was kommt nach Chamenei?

Noch ist völlig unklar, ob das Mullah-Regime in seiner Gesamtheit fällt oder ob es – in veränderter personeller Besetzung – an der Macht bleibt. Für Peking sei es daher entscheidend, „die Option freizuhalten, mit den künftigen Regierenden in Teheran zurechtzukommen", wie der Bonner Politikwissenschaftler treffend analysiert. Chinesische Staatsbürger wurden bereits zur Ausreise aus dem Iran aufgefordert, auch die chinesische Botschaft in Israel veröffentlichte Registrierungshinweise für eine mögliche Evakuierung.

Die staatliche chinesische Zeitung „Global Times" ließ einen Analysten zu Wort kommen, der warnte, Chameneis Tod könne „heftige Vergeltung auslösen" und die USA in eine Eskalationsspirale ziehen, die möglicherweise nur schwer zu kontrollieren sei. Doch auch diese Warnung klingt eher wie eine nüchterne Lageeinschätzung als wie ein Aufruf zur Solidarität.

Was uns diese Krise lehrt

Die Ereignisse im Nahen Osten führen einmal mehr vor Augen, wie fragil die geopolitische Ordnung ist – und wie schnell sich vermeintliche Allianzen als Schönwetter-Partnerschaften entpuppen. China handelt, wie es immer handelt: im eigenen Interesse. Das mag zynisch klingen, ist aber letztlich die Realität internationaler Machtpolitik. Man fragt sich unwillkürlich, ob die deutsche Außenpolitik von dieser nüchternen Interessenorientierung nicht das eine oder andere lernen könnte – statt sich in moralisierenden Sonntagsreden zu ergehen, während die eigene wirtschaftliche Basis erodiert.

„Geduldig die Entwicklung des Kriegs zu beobachten und sich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, scheint die Strategie der chinesischen Regierung zu sein", fasst der Bonner Experte zusammen. Eine Strategie, die in ihrer kalten Rationalität fast schon bewundernswert ist – und die zeigt, dass in der Geopolitik Sentimentalität der teuerste Luxus ist, den sich eine Nation leisten kann.

In Zeiten solch dramatischer geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Anker der Vermögenssicherung. Wenn Allianzen zerbrechen, Kriege eskalieren und Währungen unter Druck geraten, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative Wertspeicher in einer Welt voller Unsicherheit.

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