
Pekings Rohstoff-Offensive: China sichert sich strategische Eisenerz-Quellen in Afrika

Während Europa noch über Klimaziele debattiert und sich in bürokratischen Windungen verliert, handelt die Volksrepublik China mit der ihr eigenen strategischen Weitsicht. Die erste Lieferung von fast 200.000 Tonnen Eisenerz aus der gigantischen Simandou-Mine in Guinea ist im ostchinesischen Hafen von Majishan eingetroffen – ein Meilenstein in Pekings Bestreben, die eigene Rohstoffversorgung zu diversifizieren und sich von westlichen Lieferanten unabhängiger zu machen.
Ein strategischer Schachzug mit Ansage
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Bislang bezieht China rund 80 Prozent seines Eisenerzes aus Australien und Brasilien. Diese Abhängigkeit ist der kommunistischen Führung schon lange ein Dorn im Auge, insbesondere angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen mit dem Westen. Die Simandou-Mine, an der neben dem Bergbaukonzern Rio Tinto auch mehrere chinesische Staatsunternehmen maßgeblich beteiligt sind, soll mit einer geplanten Jahreskapazität von 120 Millionen Tonnen einen erheblichen Teil dieser Abhängigkeit reduzieren.
Der weltgrößte Stahlproduzent China Baowu Steel Group verkündete stolz, dass das Schiff nach einer 46-tägigen Reise am 17. Januar seinen Bestimmungsort erreicht habe. Eine zweite Lieferung habe Guinea bereits Ende Dezember verlassen. Man darf davon ausgehen, dass dies erst der Anfang einer massiven Ausweitung der chinesischen Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent ist.
Afrikas Bodenschätze im Visier der Supermacht
Was hier geschieht, ist nichts weniger als eine systematische Neuordnung der globalen Rohstoffströme. Während westliche Nationen sich mit moralischen Bedenken und Nachhaltigkeitsdebatten aufhalten, schafft China Fakten. Die Volksrepublik positioniert sich in Afrika gezielt gegen die amerikanische Machtpolitik unter Präsident Trump und baut ihre Einflusssphäre kontinuierlich aus.
Die Zahlen der chinesischen Zollbehörde unterstreichen den unstillbaren Rohstoffhunger des Reichs der Mitte: Die Importe von Rohaluminium und Aluminiumprodukten stiegen im Dezember im Jahresvergleich um 7,1 Prozent auf 320.000 Tonnen. Im Gesamtjahr beliefen sich die Einfuhren auf beachtliche 3,92 Millionen Tonnen – ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch dramatischer fällt der Anstieg bei Bauxit aus, einem wichtigen Rohstoff für die Aluminiumproduktion: Hier verzeichnete China einen Zuwachs von mehr als einem Viertel.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Die strategische Weitsicht Pekings sollte uns in Europa zu denken geben. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur plant und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, sichert sich China die Rohstoffe, die für jede industrielle Produktion unverzichtbar sind. Die deutsche Industrie, einst das Rückgrat unserer Wirtschaft, wird zunehmend von Lieferketten abhängig, die sie nicht kontrollieren kann.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und volatiler Märkte erweisen sich physische Rohstoffe und Edelmetalle einmal mehr als verlässliche Wertanker. Gold und Silber bieten Anlegern nicht nur Schutz vor Inflation und Währungsrisiken, sondern auch Unabhängigkeit von den Machtspielen der Großmächte. Eine Beimischung physischer Edelmetalle kann daher eine sinnvolle Ergänzung für ein breit gestreutes Anlageportfolio darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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