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22.02.2026
19:07 Uhr

Pekings Wärmepumpen-Offensive: Droht Europas Industrie der nächste Ausverkauf an China?

Pekings Wärmepumpen-Offensive: Droht Europas Industrie der nächste Ausverkauf an China?

Es ist ein Muster, das man inzwischen kennen sollte – und das dennoch immer wieder für böses Erwachen sorgt. Die Kommunistische Partei Chinas hat einen neuen Aktionsplan vorgelegt, der nichts Geringeres vorsieht als die systematische Eroberung des globalen Wärmepumpenmarktes. Was auf den ersten Blick wie ein technisches Nischenthema klingt, birgt das Potenzial, eine weitere europäische Schlüsselindustrie in die Knie zu zwingen. Denn Peking hat bereits bewiesen, dass es diese Strategie beherrscht – bei Solarmodulen und Elektroautos mit verheerender Effizienz.

Das bekannte Drehbuch: Subventionieren, Fluten, Verdrängen

Der sogenannte „Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie" stammt direkt aus den Zentralen der KPCh. Bis 2030 sollen die Produktionskapazitäten massiv ausgebaut, die Energieeffizienz um über 20 Prozent gesteigert und Durchbrüche bei Kerntechnologien wie Hochtemperatur-Wärmepumpen und hocheffizienten Kompressoren erzielt werden. Das klingt ambitioniert. Es klingt aber auch verdächtig nach dem Playbook, das Europas Solarindustrie ab 2010 den Todesstoß versetzte.

Damals subventionierte Peking seine Hersteller so massiv, dass europäische Produzenten schlicht nicht mehr mithalten konnten. Die Folge: Eine einst blühende europäische Solarbranche wurde regelrecht pulverisiert. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren, ganze Unternehmen verschwanden vom Markt. Und was tat die Politik? Sie schaute zu. Oder schlimmer noch: Sie feierte die billigen Importe als Beitrag zur Energiewende.

Die EU zwischen Klimazielen und industrieller Selbstaufgabe

Die Europäische Union setzt bei der Dekarbonisierung des Gebäudesektors bekanntlich stark auf Wärmepumpen. Diese sollen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbarer Energie arbeiten und einen „entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz" leisten. Schöne Worte. Doch wer soll diese Wärmepumpen eigentlich bauen? Wenn es nach Peking geht, lautet die Antwort: China.

EU-Kommissar Stéphane Séjourné warnte bereits, dass die europäische Wirtschaft ohne eine „ehrgeizige, wirksame und pragmatische Industriepolitik" zum bloßen Spielball ihrer Konkurrenten werde. Eine bemerkenswert klare Analyse – die Frage ist nur, ob ihr auch Taten folgen. Denn die Erfahrung lehrt: Brüssel warnt gerne, handelt aber selten rechtzeitig.

Björn Schreinermacher vom Bundesverband Wärmepumpe gab sich zwar selbstbewusst und betonte, Europa sei „Technologieführer" in diesem Bereich. Gleichzeitig räumte er jedoch ein, dass die Bedrohungslage durchaus mit der damaligen Situation in der Solarwirtschaft vergleichbar sei. Ein Eingeständnis, das aufhorchen lassen sollte.

Deutschlands Wärmepumpenmarkt: Zwischen Boom und Ernüchterung

Die Absatzzahlen in Deutschland zeichnen ein wechselhaftes Bild. Nach 356.000 neu installierten Wärmepumpen im Jahr 2023 brach der Markt 2024 auf nur noch 193.000 Einheiten ein – eine direkte Folge der desaströsen Kommunikation rund um das Heizungsgesetz, das die damalige Ampelregierung mit ihrer ideologiegetriebenen Energiepolitik den Bürgern aufzwingen wollte. 2025 erholten sich die Zahlen auf rund 299.000 Einheiten, womit Wärmepumpen erstmals die Gasheizungen als meistverkaufte Heiztechnologie bei Neuinstallationen überholten.

Doch genau dieser wachsende Markt macht Deutschland und Europa zum attraktiven Ziel für chinesische Hersteller. Mit deutlich günstigeren Preisen – ermöglicht durch staatliche Subventionen und Überproduktion – könnten sie europäische Anbieter systematisch unterbieten. Das Ziel ist klar: einen möglichst hohen Marktanteil erobern und die heimische Konkurrenz verdrängen.

Nicht nur Europa im Visier

Pekings Ambitionen beschränken sich keineswegs auf die EU. Der Aktionsplan sieht vor, dass chinesische Wärmepumpen internationale Energieeffizienzstandards und Zertifizierungen erfüllen sollen – einschließlich der Vorgaben der UN-Klimarahmenkonvention. Damit kommen auch Märkte in Norwegen, der Schweiz, Großbritannien, den USA, Japan und Südkorea ins Visier. Eine globale Offensive, die in ihrer Systematik beeindruckend und beängstigend zugleich ist.

Innerhalb Chinas selbst sollen Wärmepumpen flächendeckend in Wohngebäuden, Schulen, Krankenhäusern, Hotels, Bürogebäuden und sogar landwirtschaftlichen Betrieben installiert werden. Anlagen, die älter als zehn Jahre sind, sollen schrittweise durch modernere Systeme ersetzt werden – alles im Dienste des chinesischen Ziels der CO₂-Neutralität bis 2060.

Die eigentliche Frage: Lernt Europa aus seinen Fehlern?

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, wohin die Reise geht. China hat bei Solarpanelen vorgemacht, wie man einen ganzen Industriezweig in Europa auslöscht. Bei Elektroautos wiederholt sich das Muster gerade in Echtzeit. Und nun also Wärmepumpen. Die Frage, die sich stellt, ist so simpel wie unbequem: Wird Europa diesmal rechtzeitig reagieren – oder wieder erst dann aufwachen, wenn es zu spät ist?

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wäre gut beraten, hier nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Denn was nützen ambitionierte Klimaziele und ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur, wenn die Wertschöpfung am Ende in Peking stattfindet? Eine starke heimische Industrie ist kein Luxus – sie ist die Grundlage für Wohlstand, Arbeitsplätze und letztlich auch für die Souveränität eines Landes.

Es wäre an der Zeit, dass die Politik nicht nur warnt, sondern handelt. Dass sie europäische Hersteller nicht mit immer neuen Regulierungen und bürokratischen Hürden belastet, während chinesische Staatskonzerne mit praktisch unbegrenzten Subventionen auf den Markt drängen. Denn eines ist sicher: Peking wird nicht warten, bis Brüssel und Berlin sich auf eine gemeinsame Strategie geeinigt haben.

Für den einzelnen Bürger, der angesichts steigender Energiekosten und politischer Unsicherheit nach Stabilität sucht, bleibt die Erkenntnis: In Zeiten, in denen ganze Industriezweige über Nacht verschwinden können und geopolitische Verwerfungen die Märkte erschüttern, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage einmal mehr an Bedeutung. Sie sind unabhängig von politischen Entscheidungen, können nicht durch Überproduktion entwertet werden und haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Vermögensspeicher bewährt – eine sinnvolle Ergänzung für jedes breit aufgestellte Anlageportfolio.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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