
Pentagon bremst Trump: US-Militär braucht mehr Zeit für möglichen Iran-Angriff

Die Kriegstrommeln im Nahen Osten werden lauter, doch das amerikanische Verteidigungsministerium tritt auf die Bremse. Hochrangige Pentagon-Beamte haben Präsident Donald Trump unmissverständlich mitgeteilt, dass die US-Streitkräfte noch nicht bereit seien für einen militärischen Schlag gegen den Iran. Die Truppen müssten zunächst konsolidiert und die Verteidigungsstellungen in der Region verstärkt werden – in Erwartung eines iranischen Vergeltungsschlags.
Trump zeigt sich kampfbereit – das Militär mahnt zur Geduld
Der amerikanische Präsident hatte in den vergangenen Wochen mehrfach mit militärischen Maßnahmen gegen Teheran gedroht. „Wir sind geladen und bereit", verkündete Trump Anfang des Monats und bezog sich dabei auf die anhaltenden Proteste im Iran. Doch zwischen präsidentialer Rhetorik und militärischer Realität klafft offenbar eine erhebliche Lücke. Die Kommandeure vor Ort fordern Zeit, um amerikanische Positionen zu sichern und sich auf mögliche Gegenangriffe vorzubereiten.
Die Warnung aus Teheran könnte kaum deutlicher sein. Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf stellte klar, dass ein Angriff auf den Iran sowohl Israel als auch sämtliche US-Stützpunkte in der Region zu legitimen Zielen machen würde. Ein ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarden bekräftigte diese Drohung mit unmissverständlichen Worten.
Proteste im Iran eskalieren – Washington erwägt verschiedene Optionen
Die Demonstrationen im Iran, die vor zwei Wochen begannen, haben sich teilweise zu gewaltsamen Ausschreitungen entwickelt. Berichten zufolge wurden etwa 200 Menschen getötet, darunter über 40 Angehörige der iranischen Sicherheitskräfte. Die Behörden in Teheran sollen scharfe Munition eingesetzt und das Internet abgeschaltet haben, um die Bewegung zu unterdrücken.
Das Weiße Haus bereitet derweil ein ganzes Arsenal an Maßnahmen vor. Von der Bereitstellung von Starlink-Internetzugang für Demonstranten über Cyberangriffe und neue Sanktionen bis hin zu kinetischen Militärschlägen – alle Optionen liegen offenbar auf dem Tisch. Zwei amerikanische C-17A-Transportflugzeuge starteten am Samstagabend von Deutschland aus in Richtung Naher Osten, was Spekulationen über einen bevorstehenden Angriff weiter anheizte.
Mögliche Ziele: Auch zivile Einrichtungen im Visier?
Besonders brisant erscheint die Meldung, dass potenzielle Ziele amerikanischer Luftschläge auch nicht-militärische Objekte in Teheran sowie iranische Sicherheitskräfte umfassen könnten. Eine solche Ausweitung der Zielpalette würde die ohnehin explosive Lage weiter verschärfen.
Die Vorgeschichte: Ein fragiler Waffenstillstand
Die aktuelle Eskalation folgt auf einen bereits turbulenten Konflikt im vergangenen Jahr. Im Juni hatte Israel einen Überraschungsangriff auf den Iran gestartet, der einen zwölftägigen Krieg auslöste. Trump ordnete damals amerikanische Bombenangriffe auf drei iranische Nuklearanlagen an. Der Iran antwortete mit einem Schlag auf einen US-Stützpunkt in Katar – ein Vergeltungsakt, der als symbolisch gewertet wurde. Kurz darauf wurde ein Waffenstillstand erreicht.
Nun scheint der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu erneut auf Konfrontationskurs zu gehen. Ende letzten Jahres reiste er in die USA, um Trump für eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten gegen den Iran zu gewinnen. Die Frage, ob Washington sich erneut in einen Nahostkonflikt hineinziehen lässt, bleibt offen – ebenso wie die Frage, ob die amerikanische Bevölkerung einen weiteren kostspieligen Krieg mittragen würde.
Für Europa und insbesondere Deutschland hätte eine militärische Eskalation im Nahen Osten weitreichende Konsequenzen: steigende Energiepreise, neue Flüchtlingsbewegungen und eine weitere Destabilisierung einer ohnehin fragilen Region. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Stimmen der Vernunft im Pentagon Gehör finden – oder ob die Kriegstrommeln letztlich lauter schlagen.
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