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24.06.2026
16:10 Uhr

Pistorius predigt „Zusammenhalt“ – ausgerechnet jene Partei, die das Land gespalten hat

Pistorius predigt „Zusammenhalt“ – ausgerechnet jene Partei, die das Land gespalten hat

Es gibt Reden, die mehr über den Redner verraten als über das Thema. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hielt eine solche bei der „Helmut Schmidt Lecture“ in Berlin. Sein Befund klingt zunächst einleuchtend: Ohne gesellschaftlichen Zusammenhalt gebe es keine Sicherheit – weder nach innen noch nach außen. Doch wer die Botschaft genauer betrachtet, erkennt schnell die bittere Ironie dieses Auftritts.

Die feine Kunst, sich selbst nicht zu meinen

„In einem Land, in dem gesellschaftlicher Zusammenhalt zerstört wird, in dem Polarisierung um sich greift, gibt es keine Sicherheit“, dozierte der Minister vor seinem Publikum. Eine bemerkenswerte Aussage – ausgerechnet aus dem Mund eines Vertreters jener politischen Klasse, die seit zwei Jahrzehnten mit Inbrunst daran arbeitet, das Land in Lager zu spalten.

Wer hat denn die Gräben gezogen? Wer hat Millionen Bürger pauschal in die rechte Ecke gestellt, sobald sie an der Migrationspolitik, an der Corona-Politik oder an der Energiewende Kritik wagten? Pistorius warnt vor einem Feuer, das seine eigene Partei mit angezündet hat. Das hat schon fast etwas Tragikomisches.

„Ein Land wird verteidigungsfähig, wenn Verwaltung, Wirtschaft und die Menschen in diesem Land widerstandsfähig sind.“

Das finnische Vorbild – und warum der Vergleich hinkt

Als Musterschüler präsentierte Pistorius Finnland. Das Land mit rund 5,5 Millionen Einwohnern verfüge über etwa 900.000 Reservisten – stolze 16 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland liege dieser Anteil bei kümmerlichen einem Prozent. Fast 80 Prozent der Finnen könnten sich vorstellen, ihr Land im Ernstfall zu verteidigen. Und 55.000 Schutzräume böten Platz für 85 Prozent der Bevölkerung.

Doch der Vergleich offenbart genau das Problem, das der Minister offenbar nicht sehen will. Die Finnen verteidigen ein Land, mit dem sie sich identifizieren. Sie tragen ihre Fahne mit Stolz, sie pflegen ein gesundes Nationalbewusstsein – ohne dafür von der eigenen Regierung als Ewiggestrige abgestempelt zu werden. Genau hier liegt der Kern dessen, was in Deutschland seit Jahren mit System zerstört wurde.

Die unbequeme Frage: Wofür eigentlich?

Eine positive Identifikation mit der eigenen Nation lässt sich nicht per Ministerrede verordnen. Sie muss über Jahre wachsen, sie braucht ein Land, das seine Bürger respektiert, statt sie zu bevormunden und finanziell auszupressen. Man kann von Menschen schwerlich verlangen, dass sie den Kopf hinhalten, wenn ihnen jahrelang vermittelt wurde, ihre Heimat sei vor allem ein Ort der Schuld.

Die Wahrheit ist unbequem: Bevor man von Verteidigungsbereitschaft spricht, müsste man die selbstverschuldeten Spaltungen heilen. Die Ausgrenzung eines beträchtlichen Teils der Wählerschaft, die Verachtung gegenüber traditionellen Werten, die Aushöhlung des Mittelstands – all das hat den Zusammenhalt erst zerbröselt, den Pistorius nun beschwört.

Was bleibt vom Auftritt?

Im Kern hat der Minister recht: Sicherheit beginnt nicht bei Panzern und Soldaten, sondern bei einer Gesellschaft, die zusammensteht. Nur zieht er aus dieser richtigen Erkenntnis die völlig falschen Schlüsse. Wer Zusammenhalt will, sollte aufhören zu spalten. Wer Loyalität erwartet, sollte sie zuerst seinen eigenen Bürgern entgegenbringen.

Es ist eine Erkenntnis, die ein Großteil des deutschen Volkes längst teilt: Ein Land, das seine eigene Identität verleugnet, kann von seinen Menschen schwerlich Opferbereitschaft verlangen. Deutschland braucht keine Sonntagsreden über Resilienz, sondern eine Politik, die wieder für das eigene Volk regiert statt gegen es.

Beständigkeit in unsicheren Zeiten

Während die politische Klasse über „Kriegstüchtigkeit“ und gesellschaftlichen Zusammenhalt philosophiert, sorgen sich viele Bürger schlicht um ihre wirtschaftliche Zukunft. In Zeiten politischer Unberechenbarkeit, ausufernder Staatsverschuldung und schleichender Geldentwertung suchen kluge Sparer nach Stabilität. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie Krisen, Kriege und Währungsreformen überdauern. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie genau jene Beständigkeit, die der Politik abhandengekommen ist.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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