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Kettner Edelmetalle
27.02.2026
07:01 Uhr

Plagiatsaffäre Buyx: Die Ethik-Päpstin der Corona-Zeit gerät massiv unter Druck

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn ausgerechnet jene Frau, die während der Corona-Pandemie als moralische Instanz der Nation auftrat und dem deutschen Volk erklärte, was ethisch vertretbar sei und was nicht, nun selbst im Zentrum eines handfesten wissenschaftlichen Skandals steht. Alena Buyx, die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, sieht sich mit schwerwiegenden Plagiatsvorwürfen konfrontiert – und ihre erste Reaktion lässt tief blicken.

Drei Tage Schweigen, dann: Anwälte statt Argumente

Drei volle Tage brauchte die einstige Corona-Hardlinerin, um überhaupt auf die Vorwürfe zu reagieren. Und was kam dann? Keine inhaltliche Auseinandersetzung, keine detaillierte Widerlegung der einzelnen Befunde, kein wissenschaftlicher Diskurs. Stattdessen das, was man in solchen Fällen leider allzu oft erlebt: Die Angelegenheit sei den Anwälten übergeben worden. Die Vorwürfe seien „haltlos". Punkt. Wer sich an die Zeiten erinnert, in denen Buyx mit erhobenem Zeigefinger Impfskeptiker und Maßnahmenkritiker belehrte, der reibt sich verwundert die Augen über diese dürftige Verteidigungsstrategie.

Der österreichische Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber hatte in einem auf seinem Blog veröffentlichten Gutachten nicht weniger als 73 Plagiatsfragmente in Buyx' Dissertation aus dem Jahr 2005 identifiziert. Es handele sich dabei um Text- und Quellenplagiate, die sich durch die gesamte Arbeit zögen. Besonders brisant: Weber wirft der heutigen Professorin an der Technischen Universität München vor, Literaturangaben aus älteren Dissertationen schlicht übernommen zu haben, ohne dies kenntlich zu machen – ein Vorgang, der im akademischen Betrieb als schweres Vergehen gilt.

Blindzitate und identische Fehler – ein erdrückendes Muster?

Was die Sache für Buyx besonders unangenehm macht, sind die sogenannten Blindzitate. Darunter versteht man das Zitieren von Werken, die mutmaßlich nie im Original eingesehen wurden. Als Indiz dafür führt Weber identische Zitierfehler an – etwa falsch geschriebene Autorennamen, die sich exakt so auch in den mutmaßlichen Quellen finden. Wer jemals wissenschaftlich gearbeitet hat, weiß: Solche Übereinstimmungen entstehen nicht durch Zufall. Sie sind das akademische Äquivalent eines Fingerabdrucks am Tatort.

Konkrete Fragen zu genau diesen Blindzitaten und den identischen Fehlern ließ Buyx in ihrer ersten Stellungnahme bezeichnenderweise unbeantwortet. Man wollte unter anderem wissen, ob sie die von Weber genannten Arbeiten im Original konsultiert habe und wie sie die identischen Zitierfehler erkläre. Schweigen. Stattdessen verwies sie darauf, für eine etwaige Überprüfung durch die Universität Münster „selbstverständlich voll umfänglich" zur Verfügung zu stehen. Eine Formulierung, die so nichtssagend ist wie ein leeres Blatt Papier.

Universität Münster leitet Vorprüfung ein

Immerhin: Die Universität Münster, an der Buyx seinerzeit promoviert wurde, nimmt die Angelegenheit offenbar ernst. Der Dekan der Medizinischen Fakultät werde zunächst eine Vorprüfung vornehmen, teilte die Hochschule mit. Deren Ergebnis entscheide dann darüber, ob ein förmliches Verfahren eingeleitet werde. Man darf gespannt sein, ob die akademische Selbstkontrolle in diesem Fall funktioniert – oder ob auch hier die Wagenburg-Mentalität des deutschen Wissenschaftsbetriebs zum Tragen kommt.

Die Fallhöhe einer Moralistin

Die Brisanz dieses Falls geht weit über eine gewöhnliche Plagiatsaffäre hinaus. Alena Buyx war nicht irgendeine Wissenschaftlerin. Sie war die Stimme der Ethik während der Corona-Pandemie, jene Frau, die Lockdowns, Impfpflicht-Debatten und massive Grundrechtseinschränkungen moralisch flankierte. Sie war es, die Kritikern der Regierungslinie mangelnde Solidarität vorwarf und sich als Hüterin wissenschaftlicher Integrität inszenierte. Wenn nun ausgerechnet ihre eigene wissenschaftliche Grundlage – die Dissertation – auf tönernen Füßen stehen sollte, dann wäre das mehr als nur ein akademischer Fauxpas. Es wäre der Offenbarungseid einer ganzen Klasse von Experten, die während der Pandemie das öffentliche Narrativ bestimmten.

Man erinnere sich: Während der Corona-Jahre wurden Wissenschaftler, die abweichende Meinungen vertraten, öffentlich diskreditiert, aus Talkshows verbannt und als „Schwurbler" diffamiert. Buyx spielte in diesem System eine zentrale Rolle. Dass nun ausgerechnet sie mit dem Vorwurf konfrontiert wird, bei ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeit nicht sauber gearbeitet zu haben, ist – gelinde gesagt – pikant.

Fast jede zweite Seite betroffen?

Der Ökonom Stefan Homburg, selbst ein prominenter Kritiker der Corona-Maßnahmen, kommentierte die Angelegenheit auf der Plattform X mit den Worten, dass „fast jede zweite Seite des schmalen Machwerks" betroffen sei. Sollte sich dieser Befund auch nur annähernd bestätigen, dürfte es für Buyx eng werden – unabhängig davon, wie viele Anwälte sie einschaltet.

Deutschland hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere prominente Plagiatsfälle erlebt. Von Karl-Theodor zu Guttenberg über Annette Schavan bis hin zu Franziska Giffey – stets endeten die Affären mit dem Verlust des Doktortitels und politischen Konsequenzen. Ob Buyx ein ähnliches Schicksal ereilt, wird die Vorprüfung der Universität Münster zeigen müssen. Eines steht jedoch bereits jetzt fest: Die Glaubwürdigkeit jener selbsternannten Ethik-Elite, die dem deutschen Volk während der Pandemie vorschrieb, wie es zu leben und zu denken habe, hat einen weiteren schweren Kratzer bekommen.

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