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09.10.2026
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Pleitewelle ohne Ende: So viele Firmenpleiten wie seit 2013 nicht!

Pleitewelle ohne Ende: So viele Firmenpleiten wie seit 2013 nicht!
Symbolbild: KI-generiert

Deutschlands Amtsgerichte haben im Juli 2026 genau 2.373 Insolvenzanträge von Unternehmen registriert. Das sind laut Statistischem Bundesamt 8,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und Medienberichten zufolge der höchste Wert für einen einzelnen Monat seit 2013. Besonders häufig trifft es kleinere Betriebe.

Die Bundesregierung spricht von Aufbruch. Die Wirklichkeit vor Ort sieht anders aus.

Die Zahlen hinter dem Absturz

Der Juli ist kein Ausreißer. Von Januar bis Juli 2026 zählten die Statistiker 15.185 Unternehmensinsolvenzen, also 6,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Schon das erste Halbjahr hatte mit 12.812 Fällen den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht.

Dazu kommt ein wichtiger Haken: Ein Antrag landet erst nach der ersten Entscheidung des Gerichts in der Statistik. Gestellt wurde er oft schon rund drei Monate vorher. Die Juli-Zahlen spiegeln also im Wesentlichen das Frühjahr wider. Was seitdem passiert ist, sieht man erst später.

Weniger Schaden, aber kein Grund zum Aufatmen

Auf den ersten Blick gibt es eine gute Nachricht. Die Gläubiger meldeten Forderungen von rund 21,9 Milliarden Euro an, deutlich weniger als die 31,8 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2025.

Das Statistische Bundesamt nennt den Grund: 2025 seien mehr wirtschaftlich bedeutende Großunternehmen pleitegegangen. Mit Entwarnung hat das nichts zu tun. Die Pleiten sind kleiner geworden, aber es gibt mehr davon. Es trifft den Bäcker an der Ecke, den Spediteur aus dem Nachbarort und den Handwerksbetrieb in dritter Generation, also genau die Unternehmen, die den Mittelstand tragen.

Diese Branchen trifft es am härtesten

Im Schnitt meldeten von Januar bis Juli 42,8 von 10.000 Unternehmen Insolvenz an. In einigen Branchen liegt die Quote deutlich höher:

  • Verkehr und Lagerei: 85,5 Fälle je 10.000 Unternehmen
  • Gastgewerbe: 70,0 Fälle
  • Baugewerbe: 62,9 Fälle

Ein Zufall ist diese Liste nicht. Hohe Energie- und Spritpreise, Bürokratie, Personalkosten und eine zähe Baukonjunktur setzen genau diesen Branchen seit Jahren besonders zu.

Galeria als Mahnmal

Wie ernst die Lage ist, zeigt ein bekannter Name. Die Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf erneut Insolvenz beantragt, Berichten zufolge zum vierten Mal in sechs Jahren. Das Gericht hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Medienberichten zufolge bangen rund 12.000 Beschäftigte um ihre Jobs.

Bei den Verbrauchern sieht es etwas ruhiger aus. Im Juli gab es 7.111 Privatinsolvenzen, das sind 5,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Über sieben Monate gerechnet stieg die Zahl allerdings leicht um 1,0 Prozent auf 46.043 Fälle.

Schulden statt Strukturreformen?

Was macht die Politik? Die Große Koalition unter Kanzler Friedrich Merz setzt auf ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen. Kritiker halten dagegen, dass zusätzliche Schulden keine Energiekosten senken, kein Formular abschaffen und keinen Spediteur vor dem Aus retten. Vor der Wahl hatte Merz noch solide Finanzen versprochen. Die Rechnung zahlen am Ende die Steuerzahler von morgen.

Für viele Unternehmer wirkt die Lage wie ein Marathon mit Bleiweste: Sie zahlen hohe Abgaben, kämpfen mit wachsender Regulierung und werden nur langsam entlastet. Solange sich daran nichts Grundlegendes ändert, dürfte die Pleitewelle weiterrollen.

Was das für Sparer bedeutet

Wenn reihenweise Firmen pleitegehen, Staatsschulden wachsen und die Konjunktur auf der Stelle tritt, steigt das Risiko für jedes Vermögen. Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte gezeigt, dass sie ohne Zahlungsversprechen Dritter auskommen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie deshalb zur Vermögenssicherung beitragen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen. Jeder Leser sollte vor einer Anlageentscheidung selbst recherchieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen. Für seine Anlageentscheidungen ist jeder selbst verantwortlich.

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