
Porsche im Sturzflug: 91 Prozent Gewinneinbruch und ein Vorstand, der seine Aktionäre verzweifeln lässt

Es war einmal ein deutsches Industriejuwel, dessen Name in der ganzen Welt für Präzision, Leistung und automobile Begierde stand. Doch wer dieser Tage auf die Hauptversammlung der Porsche AG blickte, sah keine Erfolgsfeier, sondern eine Abrechnung. Ein Scherbenhaufen – mit diesem Wort beschrieben empörte Aktionäre den Zustand des einstigen Stolzes der deutschen Automobilindustrie. Der Gewinn des Stuttgarter Sportwagenbauers ist im Krisenjahr um schwindelerregende 91 Prozent eingebrochen. Lassen Sie sich diese Zahl auf der Zunge zergehen: neun von zehn verdienten Euros einfach verschwunden.
Wenn die Elektro-Ideologie auf die Realität trifft
Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt – wie so oft in der deutschen Wirtschaft dieser Jahre – in einer ideologisch getriebenen Fehlstrategie. Die Investoren werfen der Konzernführung ein strukturelles Versagen vor. Im Zentrum der Kritik steht die verfehlte Elektro-Strategie des Vorstands, die offenbar nicht ausreichend kontrolliert worden sei. Man wollte mit aller Macht aufs Elektro-Pferd setzen, weil der Zeitgeist und die Brüsseler Verbotspolitik es so verlangten – und merkte zu spät, dass die Kundschaft womöglich ganz andere Wünsche hegt.
Wer auf Zuruf der Politik seine gesamte Modellpalette umkrempelt, sollte sich nicht wundern, wenn am Ende die Bilanz brennt.
Die Doppelrolle, die zur Doppelbelastung wurde
Besonders heftig fiel die Kritik an Ex-Chef Oliver Blume aus. Dieser sei zu lange in einer überlastenden Doppelrolle verharrt, monierten die Aktionäre. Wer gleichzeitig zwei der bedeutendsten Konzerne der deutschen Industrie steuern wolle, der dürfe sich nicht wundern, wenn beide Schiffe ins Schlingern geraten. Eine simple Erkenntnis, für die es offenbar erst einen Gewinneinbruch von epischem Ausmaß brauchte.
Der neue Mann soll es richten
Nun also soll der neue Porsche-Chef Michael Leiters die Wende einleiten. Ab 2026, so das Versprechen, werde geliefert. Doch Versprechen sind in diesen Tagen eine wohlfeile Münze. Die deutsche Automobilindustrie, einst das schlagende Herz unseres Wohlstandes, leidet unter einem giftigen Cocktail aus überbordender Regulierung, planwirtschaftlichen Verbrenner-Verboten und einer Politik, die offenbar lieber den Untergang ihrer eigenen Schlüsselindustrie verwaltet, als sie zu verteidigen.
Ein Symptom, kein Einzelfall
Der Fall Porsche ist kein isolierter Betriebsunfall. Er ist Symptom eines kranken Systems. Wenn selbst ein Premiumhersteller wie Porsche derart ins Wanken gerät, sollte das jedem Anleger eine Warnung sein, wie volatil und politisch verwundbar Aktieninvestments geworden sind. Was gestern noch als bombensicher galt, kann morgen schon 91 Prozent seines Gewinns einbüßen.
Wer sein Vermögen langfristig und krisenfest aufstellen möchte, sollte über eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle nachdenken. Gold und Silber kennen keine verfehlte Elektro-Strategie, keine überlastete Doppelrolle und keinen Vorstand, der die Realität verschläft. Als bewährter Anker in einem gesunden, breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die Aktienkurse dieser Tage vermissen lassen.
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