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Kettner Edelmetalle
19.03.2026
06:59 Uhr

Powell lässt die Zinssenkungsträume platzen – Anleihemarkt unter Schock

Was viele Marktbeobachter seit Monaten befürchtet hatten, ist nun bittere Realität geworden: Die US-Notenbank Federal Reserve denkt nicht daran, den Märkten mit baldigen Zinssenkungen unter die Arme zu greifen. Im Gegenteil – Fed-Chef Jerome Powell hat mit unmissverständlichen Worten klargemacht, dass die Inflation weiterhin das bestimmende Thema bleibt. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Der Anleihemarkt geriet in heftige Turbulenzen, die Renditen schossen in die Höhe, und die letzten Hoffnungen auf eine lockere Geldpolitik zerplatzten wie Seifenblasen.

Renditen auf Siebenmonatshoch – der Markt bekommt die Quittung

Der rund 31 Billionen Dollar schwere US-Staatsanleihenmarkt verzeichnete deutliche Verluste. Besonders die kurzfristigen Papiere wurden abgestraft: Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen – traditionell der sensibelste Gradmesser für geldpolitische Erwartungen – kletterten um mehr als zehn Basispunkte auf 3,80 Prozent und erreichten damit den höchsten Stand seit August. Auch die zehnjährigen Anleihen blieben nicht verschont und stiegen zeitweise um bis zu sieben Basispunkte auf 4,27 Prozent.

Was war geschehen? Powell hatte in seiner Pressekonferenz unmissverständlich erklärt, dass die Notenbank zunächst substanzielle Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung sehen müsse, bevor überhaupt an weitere Zinssenkungen zu denken sei. Bleiben diese Fortschritte aus, so Powell sinngemäß, werde es schlicht keine Senkung geben. Bereits zum zweiten Mal in Folge beließ die Fed den Leitzins unverändert.

Von drei Zinssenkungen auf null – ein dramatischer Stimmungsumschwung

Noch vor wenigen Wochen hatten die Händler an der Wall Street mit bis zu drei Zinssenkungen in diesem Jahr gerechnet. Damals trieben Sorgen über mögliche Verwerfungen durch künstliche Intelligenz und Probleme im privaten Kreditmarkt eine kräftige Rally bei US-Staatsanleihen an – die beste Monatsperformance seit einem Jahr. Doch diese Gewinne? Nahezu vollständig aufgefressen. Allein im laufenden Monat sind die Renditen zweijähriger Anleihen um 38 Basispunkte gestiegen – auf dem Weg zum stärksten monatlichen Anstieg seit Oktober 2024.

Die Wahrscheinlichkeit für auch nur eine einzige Zinssenkung wird von den Märkten inzwischen als bestenfalls fünfzig-fünfzig eingeschätzt. Mehr noch: Powell räumte ein, dass innerhalb der Notenbank eine „spürbare" Verschiebung hin zu weniger Zinssenkungen stattgefunden habe. Und – das dürfte manchem Anleger den Schweiß auf die Stirn treiben – es sei sogar über mögliche Zinserhöhungen diskutiert worden.

Ein bemerkenswertes Signal: Renditen über dem Fed-Leitzins

Besonders alarmierend ist ein Phänomen, das Marktbeobachter aufhorchen lässt: Mit aktuell etwa 3,75 Prozent liegen die zweijährigen Renditen wiederholt über dem effektiven Leitzinsniveau der Fed. Ein solches Szenario war zuletzt 2023 zu beobachten – ausgerechnet während einer Phase aktiver Zinserhöhungen. Wer hier keine Parallelen erkennt, verschließt bewusst die Augen.

Inflation als tickende Zeitbombe

Die aktualisierte Zinsprognose der Fed, der sogenannte „Dot Plot", zeigt zwar, dass die Notenbanker jeweils eine Zinssenkung um 25 Basispunkte für die Jahre 2026 und 2027 erwarten. Doch diese Projektionen wirken angesichts der aktuellen Datenlage zunehmend wie Wunschdenken. Ein Bericht zu den US-Erzeugerpreisen für Februar offenbarte stärkere Anstiege als von Ökonomen prognostiziert. Die Inflation liegt weiterhin hartnäckig über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed.

Verschärft wird die Lage durch geopolitische Risiken. Der Krieg im Nahen Osten und die damit verbundenen steigenden Ölpreise könnten die Inflation zusätzlich befeuern – ein Teufelskreis, der die Fed in eine nahezu unmögliche Position manövriert. Senkt sie die Zinsen, riskiert sie eine Inflationsspirale. Erhöht sie die Zinsen, droht eine Rezession. Die Notenbank sitzt in der Falle.

Experten warnen eindringlich: Wenn sich Inflationserwartungen erst einmal von ihrem Anker lösen, geschehe dies oft mit erschreckender Geschwindigkeit. In einem solchen Szenario könnte die Fed gezwungen sein, ihren derzeit abwartenden Kurs abrupt in eine restriktive Haltung umzuschwenken. Dieses plötzliche Umschwenken stelle das größte Risiko für Anleihemärkte und andere Risikoanlagen dar.

Powell bleibt – und das hat Konsequenzen

Für zusätzliche Unruhe sorgte eine bemerkenswerte Personalie: Powell erklärte, er plane, auch nach dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai weiterhin als Gouverneur tätig zu bleiben – ein Mandat, das bis 2028 läuft. Es war das erste Mal, dass er diese Absicht öffentlich andeutete. US-Präsident Donald Trump, der bekanntlich wiederholt niedrigere Zinsen gefordert hatte, hat bereits den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als möglichen Nachfolger nominiert.

Die Märkte interpretierten Powells Verbleibsabsicht als klares Signal: Der amtierende Fed-Chef vertrete eine deutlich restriktivere geldpolitische Haltung als ein potenzieller Nachfolger Warsh. Solange Powell im Amt bleibt, dürften die Hoffnungen auf eine aggressive Zinswende gedämpft bleiben.

Was bedeutet das für Anleger?

In Zeiten, in denen die Geldpolitik der mächtigsten Notenbank der Welt derart unberechenbar wird, geopolitische Konflikte eskalieren und die Inflation sich als hartnäckiger Gegner erweist, stellt sich für jeden vernünftigen Anleger die Frage nach dem sicheren Hafen. Anleihen, einst als Fels in der Brandung gepriesen, erweisen sich zunehmend als Verlustgeschäft. Aktien schwanken im Takt geopolitischer Schlagzeilen. Und die Inflation frisst still und leise die Kaufkraft auf.

In solchen Phasen der Unsicherheit haben sich physische Edelmetalle historisch als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Gold und Silber kennen kein Gegenparteirisiko, können nicht beliebig vermehrt werden und haben über Jahrtausende ihren Wert behalten – ganz gleich, was Notenbanker, Politiker oder Kriege der Welt antaten. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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