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21.10.2026
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Prügel-Video von Frankfurt (Oder): Hunderte gehen auf die Straße!

Prügel-Video von Frankfurt (Oder): Hunderte gehen auf die Straße!
Symbolbild: KI-generiert

Eine knappe Woche nach dem brutalen Angriff auf einen 14-jährigen Schüler vor einer Oberschule haben am Dienstagabend in Frankfurt (Oder) Hunderte Menschen gegen Jugend- und Migrantengewalt demonstriert. Aufgerufen zu der Kundgebung auf dem Leipziger Platz hatte die AfD. Die örtliche CDU reagiert verärgert und setzt lieber auf Gesprächsrunden.

Das Video, das eine ganze Stadt erschüttert

Nach Angaben von Polizei und Stadt soll eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen den Schüler am Nachmittag des 14. Oktober vor der Schule umringt und niedergeschlagen haben. Selbst als er schon am Boden lag, sollen sie weiter auf ihn eingetreten haben. Die Szene wurde gefilmt und landete in den sozialen Netzwerken. Statt sich zu schämen, wurde offenbar geprahlt.

Die Ermittler haben zehn Tatverdächtige im Alter zwischen 13 und 15 Jahren im Blick. Laut Polizei haben sie die syrische, polnische, russische und deutsche Staatsangehörigkeit. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes. Das Opfer werde psychologisch betreut, teilte die Stadt mit.

„Wir nehmen es nicht mehr länger hin!“

Auf der Kundgebung sprach auch die Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Lena Kotré. Sie sprach von rund 1.000 Teilnehmern. Unabhängig bestätigt ist diese Zahl nicht, in Berichten ist von Hunderten die Rede. Auf der Demo wurden auch Deutschlandfahnen geschwenkt. Eine Gegendemonstration war zwar angemeldet, fand nach Angaben der Polizei aber nicht statt. Einen Grund dafür nannte der Sprecher nicht.

„Wir nehmen es nicht mehr länger hin! Die Täter und ihre Familien gehören abgeschoben!“

So schrieb Kotré auf X. Ihre Partei will die Strafmündigkeit von 14 auf zehn Jahre senken und Gewalttäter abschieben. Ob sich die Abschiebung ganzer Familien rechtlich durchsetzen ließe, ist fraglich. Einen Nerv trifft die Forderung trotzdem.

Die CDU ärgert sich – über die Demo

Die CDU in Frankfurt (Oder) warf der AfD „politische Stimmungsmache“ vor. Schon am Montag hatte die Partei auf Instagram davor gewarnt, Ausländern eine „Kollektivschuld“ zuzuschreiben. Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund seien bestens integriert. „AfD-Demos helfen niemandem“, hieß es in dem Beitrag. Der richtige Weg seien die Sicherheitskonferenz am 27. Oktober und Gespräche mit den Betroffenen.

Vor Pauschalurteilen zu warnen, ist richtig, zumal unter den Verdächtigen auch Deutsche sind. Viele Bürger dürften sich trotzdem fragen, warum sich die Union lauter über eine Demonstration empört als über die Zustände, gegen die sie sich richtet. Immerhin stellt die CDU den Bundeskanzler und in Brandenburg den Innenminister.

Rathaus will an Schulen mehr Präsenz zeigen

Oberbürgermeister Axel Strasser zeigte sich laut einer Mitteilung der Stadt schockiert und wütend. Er sagte: „Dieses Ausmaß an organisierter Jugendgewalt hatten wir bisher in Frankfurt (Oder) nicht.“ Außerdem erklärte er, wer in Deutschland Schutz genieße und ihn so brutal missbrauche, habe ihn nicht verdient.

Beim ersten Sicherheitsgespräch im Rathaus sollen unter anderem Polizei, Staatsanwaltschaft, Ausländerbehörde und Schulen an einem Tisch sitzen. Gefahren sollen früher erkannt werden. Außerdem werde geprüft, wie städtische Ordnungskräfte rund um Schulen stärker präsent sein könnten.

Wieder ein Arbeitskreis statt Konsequenzen?

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Fall eine Entwicklung, die von der Politik viel zu lange heruntergespielt wurde. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist Rekordwerte aus, die Zahl der Gewalttaten steigt. Hinzu kommt: Kinder unter 14 Jahren sind in Deutschland nicht strafmündig. Ein Teil der Verdächtigen kann also strafrechtlich wohl kaum belangt werden.

Eltern in Frankfurt (Oder) brauchen keine weiteren Gesprächsrunden. Sie wollen, dass ihre Kinder sicher von der Schule nach Hause kommen. Ob das Treffen am 27. Oktober mehr bringt als warme Worte, wird sich zeigen. Die Geduld vieler Bürger ist sichtbar aufgebraucht.

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