
Putins Goldschatz schmilzt: Moskau verkauft Reserven im Rekordtempo!

Russland trennt sich von seinem Gold, und das schneller als je zuvor seit dem Staatsbankrott von 1998. Laut neuen Zahlen der russischen Zentralbank hat Moskau allein im September 200.000 Feinunzen verkauft, also rund 6,2 Tonnen. Der Grund ist ein Haushaltsloch, das der Krieg gegen die Ukraine immer weiter aufreißt.
Nach den Verkäufen liegen die offiziellen Goldbestände noch bei 72,8 Millionen Unzen, etwa 2.264 Tonnen. Das ist der niedrigste Stand seit Ende 2019.
Zehn Monate Ausverkauf am Stück
Die Bank of Russia baut ihre Bestände inzwischen den zehnten Monat in Folge ab. Seit Dezember 2025 sind rund 62 Tonnen aus den Tresoren verschwunden. Vor dem Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hatte der Kreml jahrelang das genaue Gegenteil getan und Gold gehortet wie kaum ein anderer Staat.
Der historische Vergleich ist bitter. Daten des Internationalen Währungsfonds zufolge hat Russland seine Reserven nur ein einziges Mal schneller abgebaut, nämlich 1998. Damals verkaufte die Zentralbank in drei Monaten etwa 118 Tonnen, während der Rubel abstürzte und der Staat seine Inlandsschulden nicht mehr bediente. Weil später zurückgekauft wurde, lag das Minus für das ganze Jahr 1998 am Ende bei rund 50 Tonnen. Der aktuelle Abbau ist also schon größer.
Kanonen statt Barren
Was dahintersteckt, ist kein Geheimnis. Berichten zufolge rechnet Moskau für 2026 mit einem Haushaltsdefizit von 7,3 Billionen Rubel. Das wäre doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Rund 38 Prozent aller Bundesausgaben sollen in diesem Jahr in Militär und Sicherheit fließen.
Gleichzeitig gehen die Einnahmen aus Öl und Gas zurück. Die Lücke stopft die Regierung mit dem Nationalen Wohlstandsfonds, dem Notgroschen des Landes. Medienberichten zufolge verkauft die Zentralbank Gold am Markt, um frühere Verkäufe des Finanzministeriums aus diesem Fonds auszugleichen. Notenbankchefin Elvira Nabiullina spricht laut Berichten von einer normalen Liquiditätsoperation und nicht von einer Krise. Ob das beruhigt, darf jeder selbst beurteilen.
Der Wert der verbliebenen Reserven lag Ende September bei etwa 301,6 Milliarden Dollar. Einen Monat zuvor waren es noch 333,5 Milliarden. Ein Teil des Rückgangs geht auf den zuletzt schwächeren Goldpreis zurück.
Wohin das russische Gold fließt
Ein großer Abnehmer sitzt in Peking. Schon im ersten Halbjahr 2025 waren Chinas Importe russischer Edelmetallerze und -konzentrate laut Bloomberg um 80 Prozent auf eine Milliarde Dollar gestiegen. Nach chinesischen Zolldaten kamen von Januar bis Juli 2026 rund 100 Tonnen Gold russischer Herkunft nach Hongkong. Das ist dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
Russland ist hinter China der zweitgrößte Goldproduzent der Welt und fördert jährlich mehr als 300 Tonnen. Die chinesische Volksbank gehört seit Jahren zu den wichtigsten Käufern unter den Zentralbanken. Gold wandert also von einem Machtzentrum ins andere.
Die Bürger misstrauen ihrem Rubel
Die eigentliche Pointe liegt bei den einfachen Russen. Während der Staat verkauft, kaufen sie. 2024 erwarben russische Privatleute 75,6 Tonnen Gold, einen Rekord und rund ein Viertel der Jahresproduktion. Sie wollen ihr Erspartes vor Inflation schützen.
Die Lehre für deutsche Sparer
Der Fall Russland zeigt, was Gold in der Not wirklich ist: die letzte Reserve, die bleibt, wenn alles andere nicht mehr trägt. Seit dem Westen die Dollar- und Euro-Vermögen Moskaus eingefroren hat, ist das Edelmetall eine der wenigen Reserven, die der Kreml noch zu Geld machen kann. Wer jetzt Gold verkaufen muss, hat zuvor über seine Verhältnisse gelebt.
Das betrifft nicht nur Moskau. Auch in Berlin wachsen die Schulden mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen kräftig, obwohl im Wahlkampf noch Haushaltsdisziplin versprochen wurde. Die Rechnung zahlen am Ende die Bürger. Wer vorsorgen will, kann physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen in Betracht ziehen, als Versicherung, die nicht von politischen Versprechen abhängt.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich.
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