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Kettner Edelmetalle
21.08.2026
06:30 Uhr
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Raketen statt Handschlag: Kim lässt Trump abblitzen

Raketen statt Handschlag: Kim lässt Trump abblitzen
Symbolbild: KI-generiert

Zehn ballistische Kurzstreckenraketen in wenigen Minuten: Nordkorea hat am Donnerstag gegen 17 Uhr Ortszeit aus der Region um Pjöngjang eine Salve Richtung Ostsee der Halbinsel abgefeuert. Das teilte der Generalstab in Seoul mit. Jede Rakete flog rund 300 Kilometer weit.

Südkorea verschärfte umgehend seine Überwachung und stimmte sich nach eigenen Angaben eng mit den USA und Japan ab. Der Nationale Sicherheitsrat des südkoreanischen Präsidenten forderte Pjöngjang auf, die Tests einzustellen. Der Zeitpunkt ist alles andere als zufällig.

Trump reicht die Hand – Pjöngjang schlägt sie weg

Denn nur Tage zuvor hatte US-Präsident Donald Trump per Online-Post angeordnet, die amerikanische Beteiligung am Manöver "Ulchi Freedom Shield" massiv zurückzufahren. Medienberichten zufolge endete die eigentlich bis zum 27. August geplante Übung bereits am Freitag, Geländeanteile wurden verkleinert, Gegenoffensiv-Szenarien laut südkoreanischen Medien komplett gestrichen.

Als Begründung nannte Trump seine guten Beziehungen zu Kim Jong Un – und die Weigerung Seouls, sich am US-Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Südkoreas Außenminister Cho Hyun erklärte, weder seine Regierung noch US-Vertreter seien vorab informiert worden. Er wertete den Schritt als Druckmittel.

Die Schwester spricht – und lässt eine Hintertür offen

Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester des Machthabers, wies die Geste laut Staatsmedien schroff zurück. Man halte es nicht für kommentierenswert und habe daran kein Interesse. Der provokative, aggressive Charakter der Übungen ändere sich nicht dadurch, dass man Dauer und Umfang reduziere.

Einen Briefwechsel mit Washington dementierte sie. Doch der übliche Giftpfeil-Ton fehlte. Das Verhältnis zwischen ihrem Bruder und Trump sei "immer noch ausgezeichnet", zitieren Medien ihre Erklärung; Kim habe "gute Erinnerungen" an den US-Präsidenten.

"Die Tatsache, dass ich mit ihm auskomme, ist eine gute Sache."

So Trump diese Woche über Kim. Auf die Frage nach dem Ziel einer Denuklearisierung wich er aus. Dem Wall Street Journal zufolge könnte ein Treffen beider noch in diesem Herbst stattfinden – womöglich am Rande des APEC-Gipfels im chinesischen Shenzhen im November.

Wer Atomwaffen hat, wird eingeladen

Die bittere Lehre dieser Woche dürfte in Teheran aufmerksam registriert worden sein: Wer über ein einsatzfähiges Arsenal verfügt, bekommt Gespräche auf Augenhöhe – wer keines hat, bekommt Bomben. Kim baut derweil weiter aus, unterstützt Russland im Ukraine-Krieg und sitzt strategisch so komfortabel wie lange nicht.

Für Europa ist das mehr als eine ferne Randnotiz. Wenn Washington Bündnisverpflichtungen zum Verhandlungsgegenstand macht, stellt sich auch für Berlin die Frage nach eigener Verteidigungsfähigkeit – während die Bundesregierung Milliarden in Sondervermögen und Klimaziele lenkt. Fachleute warnen, das jahrzehntealte Bündnis der USA mit Seoul könne durch solche Alleingänge dauerhaft Schaden nehmen.

Was das fĂĽr Anleger bedeutet

Geopolitische Schocks dieser Art gehen selten spurlos an den Märkten vorbei. Wer sein Vermögen breit aufstellt, kommt an physischen Edelmetallen als krisenerprobter Beimischung schwer vorbei – Gold und Silber kennen weder Ausfallrisiko noch Vertragspartner, der kurzfristig seine Meinung ändert.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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