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06.10.2026
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Raketenhagel auf Riad: Huthis greifen Saudi-Arabiens Herz an!

Raketenhagel auf Riad: Huthis greifen Saudi-Arabiens Herz an!
Symbolbild: KI-generiert

Der Jemen-Krieg ist zurück, und er trifft jetzt das Zentrum Saudi-Arabiens. Nach eigenen Angaben hat die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz am Montagabend eine große Welle von Raketen und Drohnen auf das Königreich abgefeuert. Ziele seien der internationale Flughafen King Khalid in Riad und die Aramco-Raffinerie in Rabigh gewesen. Medienberichten zufolge kam der Flugverkehr in der Hauptstadt zeitweise zum Erliegen.

Flughäfen, Raffinerien, Militärbasen: die Ziele der Huthis

Huthi-Militärsprecher Yahya Saree sprach von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Neben Riad und Rabigh habe man den Flughafen Abha, die Luftwaffenbasis Khamis Mushait sowie „sensible Orte“ in den Provinzen Najran und Jazan angegriffen. In Rabigh sei ein Feuer ausgebrochen. Unabhängig bestätigt ist das bisher nicht. Eine Stellungnahme Riads stand zunächst aus.

Es ist nicht der erste Schlag dieser Art. Schon am Samstag stieg laut einem Augenzeugen Rauch über einer Aramco-Anlage bei Riad auf, und vorige Woche reklamierten die Huthis Angriffe auf Yanbu für sich. Dazu kommt eine Drohung, die es in sich hat: Saree forderte internationale Airlines auf, ihre Flüge über Saudi-Arabien einzustellen. Nur der Luftraum über Mekka und Medina sei ausgenommen. Die US-Botschaft rief Amerikaner im Land zu erhöhter Wachsamkeit auf.

„Operation Morgenröte“: Riad schlägt mit 100 Kampfjets zurück

Die Gegenseite hat ebenfalls aufgerüstet. Nach Angaben der saudisch geführten Koalition unterstützen rund 100 Kampfflugzeuge die Bodenoffensive regierungstreuer jemenitischer Truppen entlang der Küste des Roten Meeres. Koalitionssprecher Turki Al-Maliki erklärte, seit Beginn der Operation seien 324 „hochwertige Ziele“ zerstört worden. Bombardiert wurden laut Berichten unter anderem die Insel Kamaran und der Bezirk al-Salif in der Provinz Hodeidah.

Wer kontrolliert welches Gebiet? Hier gehen die Darstellungen weit auseinander. Regierungsnahe Medien melden die Rückeroberung der Hafenstadt Mokha, die die Huthis erst am 10. September eingenommen hatten. Informationsminister Moammar al-Eryani beansprucht sogar die „effektive Kontrolle“ über die Meerenge Bab el-Mandeb. Die Huthis weisen beides zurück. Beobachter aus der Region verbreiteten zudem Live-Bilder, die Mokha weiter in Huthi-Hand zeigen sollen.

Die Villen der Mächtigen fallen

Im Landesinneren steht die Regierung dagegen massiv unter Druck. Mehreren Berichten zufolge drangen Huthi-Kämpfer in das Anwesen von Parlamentspräsident Sultan al-Barakani südlich von Taiz ein. Inzwischen sollen sie auch das Familienhaus von Rashad al-Alimi eingenommen haben, dem Chef des Präsidialrats. Reuters hat das nicht verifiziert. Nach Einschätzung amerikanischer Militäranalysten haben die Huthis mit der Einnahme von al-Turbah die wichtige Versorgungsroute zwischen Taiz und Aden gekappt.

Warum Europas Wohlstand am Bab el-Mandeb hängt

Für deutsche Leser klingt das weit weg. Ist es aber nicht. Die Meerenge Bab el-Mandeb verbindet das Rote Meer und den Suezkanal mit dem Indischen Ozean und ist damit die Hauptschlagader des Handels zwischen Asien und Europa. Seit Ende 2023 haben die Huthis immer wieder Handelsschiffe beschossen. Kontrollieren sie nun auch die Küste an der Meerenge, wäre die Bedrohung eine völlig neue.

Die Lage erinnert an den September 2019. Damals legte ein Angriff auf die Aramco-Anlagen in Abqaiq und Khurais zeitweise rund die Hälfte der saudischen Ölförderung lahm. Bemerkenswert ist auch Washingtons Haltung: Medienberichten zufolge lehnten die USA die von Riad erbetenen Luftangriffe ab und boten nur Aufklärung und andere Unterstützung an.

Fazit: Wieder einmal zeigt sich, wie verwundbar die Welt ist

Die brüchige Waffenruhe von 2022 ist Geschichte. Steigende Frachtkosten, nervöse Energiemärkte und anfällige Lieferketten treffen am Ende auch die deutsche Industrie, die unter hohen Energiepreisen ohnehin schon leidet. In solchen Phasen zeigt sich, was wirklich krisenfest ist. Physisches Gold und Silber sind von keiner Seeroute, keiner Raffinerie und keinem Versprechen einer Regierung abhängig. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie für Stabilität sorgen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er spiegelt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wider. Bitte recherchieren Sie vor jeder Anlageentscheidung selbst. Für Ihre Investments sind Sie allein verantwortlich.

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