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Raketen auf Riad: Huthis legen Saudi-Hauptstadt kurzzeitig lahm!

Raketen auf Riad: Huthis legen Saudi-Hauptstadt kurzzeitig lahm!
Symbolbild: KI-generiert

Am Mittwoch hat die jemenitische Huthi-Miliz Saudi-Arabien erneut mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Ziel war unter anderem der King Khalid International Airport in Riad. Dort ruhte der Flugverkehr nach Angaben des Tracking-Dienstes Flightradar24 kurzzeitig vollständig. Wenige Tage zuvor hatten Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan zum ersten Mal ihren Verteidigungspakt aktiviert.

Angriffswelle bis tief ins Königreich

Huthi-Militärsprecher Yahya Saree erklärte, man habe neben dem Hauptstadtflughafen auch den Flughafen Abha angegriffen, schon zum zweiten Mal binnen zwei Tagen. Außerdem sollen ein Luftwaffenstützpunkt in Khamis Muschait sowie die Militärbasen Nadschran und Asir nahe der jemenitischen Grenze getroffen worden sein. Belege für Einschläge in Riad gibt es bislang keine.

Riad selbst bestätigte nur wenig. Man habe nördlich der Hauptstadt eine ballistische Rakete erfasst und abgefangen, hieß es. Auch über Khamis Muschait soll die Luftabwehr ein Geschoss gestoppt haben. Schon am Dienstag hatte die saudische Luftfahrtbehörde Schäden an den Flughäfen von Dschāzān und Nadschran eingeräumt. Drei Menschen wurden dabei nach offiziellen Angaben verletzt.

Ein „islamisches NATO“-Bündnis im Ernstfall

Brisant ist der Zeitpunkt. Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan hatten den sogenannten Mekka-Verteidigungspakt erst am 7. August unterzeichnet. Wie bei Artikel 5 des NATO-Vertrags gilt: Ein Angriff auf ein Mitglied gilt als Angriff auf alle. Am Montag riefen die drei Staaten den Bündnisfall nach einer Krisensitzung in Riad zum ersten Mal aus und kündigten eine „schnelle Verlegung“ von Truppen und Fähigkeiten an.

Bei näherem Hinsehen bleibt davon aber wenig übrig. Medienberichten zufolge liefert Ankara bisher vor allem Rüstungsgüter, Aufklärungsdaten und Waffensysteme. Das türkische Parlament hat den Pakt noch gar nicht ratifiziert. Pakistans Verteidigungsminister betonte nach Berichten zudem, die eigentlichen Kampfeinsätze führten saudische Kräfte, Türken und Pakistaner blieben in der Defensive. Abschreckung auf dem Papier ist eben noch keine Abschreckung am Himmel.

Gefahr für die Ölversorgung

Für die Weltwirtschaft steht viel auf dem Spiel. Mit saudischer Unterstützung versuchen Regierungstruppen im Jemen derzeit, die Rotmeerküste bis zur Hafenstadt Mokka zurückzuerobern. Wer dort die Kontrolle hat, ist umstritten. Die Huthis an der Meerenge Bab al-Mandab bedrohen eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten zwischen Asien und Europa.

Dazu brennt nach Satellitenbildern noch immer das Ölfeld Khurais, das schon im Herbst 2019 zusammen mit der Anlage Abqaiq angegriffen worden war. Die Huthis hatten den Angriff damals für sich reklamiert, und die saudische Förderung brach vorübergehend um die Hälfte ein. Die Lage kann also schnell kippen.

Washington erhöht den Druck auf Teheran

Die USA sehen die Fäden im Iran zusammenlaufen. Präsident Trump sagte, man müsse die Sache mit dem Iran „zu Ende bringen“, und meinte, dessen Drohnenkapazitäten würden bald verschwunden sein. Vizepräsident Vance verlangte, Teheran müsse seine Urananreicherung spürbar reduzieren. Außenminister Rubio wiederholte, der Iran dürfe kein Atomprogramm haben. Berichten zufolge wird sogar über eine Beteiligung Syriens am Jemen-Krieg gesprochen.

Die Zivilbevölkerung zahlt den Preis

Das Leid im Jemen nimmt dramatisch zu. Nach Zahlen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit den neuen Kämpfen mehr als 201.000 Menschen auf der Flucht. Mitte September waren es noch 76.000. Die Menschen fänden keinen sicheren Ort mehr, warnte IOM-Chefin Amy Pope und rief Geldgeber zu sofortiger Hilfe auf. Der Konflikt zwischen Huthis und dem von Riad gestützten Lager dauert bereits seit mindestens 2014.

Fazit: Sichere Häfen sind wieder gefragt

Ein Militärbündnis, das kaum handeln kann, eine bedrohte Ölroute und Washington mit dem Finger am Abzug: Der Nahe Osten ist erneut ein Pulverfass. Für deutsche Verbraucher, die ohnehin unter hohen Energiepreisen leiden, ist das eine schlechte Nachricht. In solchen Phasen haben sich physisches Gold und Silber als Krisenschutz immer wieder bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie für Stabilität sorgen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trifft seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung.

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