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Kettner Edelmetalle
17.08.2026
05:45 Uhr
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Regierungsjet auf den Seychellen: Übungsflug oder Sprit im Paradies?

Regierungsjet auf den Seychellen: Übungsflug oder Sprit im Paradies?
Symbolbild: KI-generiert

Seit dem 11. August steht eine Bombardier Global 5000 der Bundeswehr-Flugbereitschaft auf den Seychellen — mitten im Indischen Ozean, auf einer der teuersten Urlaubsinseln der Welt. Das Verteidigungsministerium spricht von einem Übungsflug mit einer technisch erzwungenen Zwischenlandung. Im Netz glaubt das kaum jemand.

Die offizielle Version: Training in Äquatornähe

Nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums gegenüber der Deutschen Presse-Agentur befand sich die Maschine auf einem Übungsflug von Ägypten zur französischen Insel Réunion. Wegen eines technischen Problems habe sie außerplanmäßig auf den Seychellen landen müssen.

Geübt worden seien unter anderem „Verfahren im unkontrollierten Luftraum, besondere Anflugmanöver sowie der Flugbetrieb unter extremen klimatischen Bedingungen“ — in Äquatornähe, in der innertropischen Konvergenzzone und bei hohen Temperaturen. An Bord sei ausschließlich die Crew gewesen, keine Regierungsmitglieder. Der Besatzung gehe es gut. „An der Behebung des Problems wird aktuell gearbeitet“, teilte der Sprecher mit.

16.500 Liter Kerosin für eine Trainingseinheit

Die Rechnung, die dem Steuerzahler dabei aufgemacht wird, ist bemerkenswert. Der Jet mit seinen 13 Executive-Sitzplätzen verbraucht dem Bericht zufolge rund 1.100 Liter Treibstoff pro 1.000 Kilometer. Bei 7.500 Kilometern hin und 7.500 zurück sind das über 16.500 Liter.

Allein der Sprit schlägt demnach mit etwa 41.000 Euro zu Buche. Dazu kommen die Kosten für die Besatzung, die nun schon seit Tagen im Inselparadies festsitzt. Unter dem Strich, so die Kritik in sozialen Medien, dürften rund 50.000 Euro zusammenkommen — für eine Übung, während die Truppe seit Jahren über fehlende Ausrüstung klagt.

„Wer glaubt denn so einen Unsinn?“

Besonders deutlich wird der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Auf X zweifelte er am 16. August die Darstellung des Ministeriums an:

„Übungsflug, Notlandung auf den Seychellen? Mit Verlaub, wer glaubt denn so einen Unsinn?“

Maaßen hatte zuvor auf die strengen Richtlinien für die Flugbereitschaft hingewiesen: Die Maschinen dürfen grundsätzlich nur für amtliche Reisen genutzt werden, private Urlaubsflüge sind ausgeschlossen. Belege für einen Regelverstoß liegen bislang nicht vor — das Ministerium bleibt bei seiner Version.

Eine Flotte, die für Schlagzeilen sorgt

Dass Bauteile der Flugbereitschaft ausfallen, ist bekannt: Medienberichten zufolge musste Außenminister Johann Wadephul (CDU) wegen eines Defekts am Airbus A350 auf eine Linienmaschine umsteigen, und im November 2025 drehte eine Global 5000 mit Landwirtschaftsminister Alois Rainer um, nachdem der Pilot Probleme mit der Treibstoffanzeige gemeldet hatte.

Insofern ist ein technischer Defekt keineswegs unplausibel. Nur: Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Fall ein tieferliegendes Problem. Wer Bürgern Heizungstausch, Tempolimit-Debatten und CO₂-Preise predigt, muss sich nicht wundern, wenn 15.000 Kilometer Trainingsflug in die Tropen Kopfschütteln auslösen.

Vertrauen in den Staat entsteht nicht durch Pressemitteilungen, sondern durch nachvollziehbare Verwendung von Steuergeld. Genau dieses Vertrauen ist knapp geworden — und mit ihm die Bereitschaft vieler Sparer, ihr Vermögen ausschließlich staatsnahen Versprechen anzuvertrauen. Physische Edelmetalle gelten vielen deshalb als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Portfolios.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger muss eigene Recherchen anstellen und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Die Einordnungen entsprechen unserer Meinung und den uns vorliegenden Informationen.

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