Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
28.06.2026
08:44 Uhr

Rente mit 70: Die nächste Zumutung für eine ausgepresste Generation

Rente mit 70: Die nächste Zumutung für eine ausgepresste Generation

Es klingt wie ein Versprechen aus dem Wirtschaftslexikon und liest sich doch wie eine Drohung: 106 Milliarden Euro mehr Bruttoinlandsprodukt – jährlich. So jedenfalls rechnet es der Verband Forschender Arzneimittelhersteller vor, über dessen Analyse die Funke-Mediengruppe in ihren Sonntagsausgaben berichtet. Die Botschaft ist so simpel wie entlarvend: Wenn die Deutschen nur lange genug am Schreibtisch, an der Maschine oder auf dem Bau ausharren, dann brummt die Wirtschaft. Willkommen in der Welt der Tabellenkalkulation, in der der Mensch zur Stellschraube degradiert wird.

Wie man aus müden Knochen Milliarden zaubert

Die Logik der Modellrechnung ist von bestechender Kühle. Würde die Regelaltersgrenze langfristig auf 70 Jahre angehoben, könnten laut den Autoren rund 1,6 Millionen Menschen zwischen 66 und 69 Jahren zusätzlich arbeiten. Das entspräche knapp 800.000 Vollzeitstellen. Unter der Annahme durchschnittlicher Produktivität ergäbe sich daraus ein Plus von 2,4 Prozent beim BIP – jene oft zitierten 106 Milliarden Euro. Für Staat und Sozialkassen sollen mehr als 40 Milliarden Euro herausspringen, davon allein knapp 30 Milliarden an zusätzlichen Sozialbeiträgen.

Doch wer genauer hinsieht, erkennt das Kleingedruckte. Die Verfasser räumen selbst ein, dass es sich hierbei um das maximal erreichbare Potenzial handle. Diskutiert werde derzeit lediglich eine schrittweise Anhebung. Mit anderen Worten: Die schöne Milliardenzahl ist ein theoretisches Wolkenkuckucksheim, das vor allem dazu dient, den Bürgern den Verzicht schmackhaft zu machen.

Das vergessene Wort heißt Gesundheit

Immerhin: Selbst die Auftraggeber dieser Rechnung kommen nicht umhin, einen entscheidenden Haken zu benennen. Verbandspräsident Han Steutel formuliert es so:

„Wir müssen mehr über die Voraussetzung für ein längeres Erwerbsleben sprechen: Gesundheit. Wer länger arbeiten soll, muss auch länger gesund arbeiten können.“

Eine bemerkenswerte Selbstverständlichkeit, die in der hektischen Rentendebatte regelmäßig untergeht. Denn wer glaubt ernsthaft, dass ein Dachdecker, eine Pflegekraft oder ein Schichtarbeiter mit 69 Jahren noch dieselbe Leistung abruft wie mit 35? Die Zahlen auf dem Papier ignorieren geflissentlich die geschundenen Rücken, die verschlissenen Gelenke und die schlicht erschöpften Menschen, die das Rückgrat dieses Landes bilden.

Die Kommission und der schleichende Aufschub

Die Analyse fällt mitten in eine erhitzte Debatte. Erst vor wenigen Tagen legte die Alterssicherungskommission ihre Empfehlungen vor und schlug vor, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Konkret bedeutet das: Die Regelaltersgrenze würde um etwa sechs Monate pro Jahrzehnt klettern. Ein leiser, kaum spürbarer Mechanismus – und genau das macht ihn so gefährlich. Was schleichend kommt, regt niemanden auf, bis es zu spät ist.

Im Bundestag fielen bereits drastische Worte. Von einer „Kürzungskommission“ war die Rede. Und tatsächlich: Hinter all den wohlklingenden Begriffen von Prävention und Rehabilitation verbirgt sich am Ende eine bittere Wahrheit. Eine Generation, die jahrzehntelang eingezahlt hat, soll länger schuften und am Ende womöglich weniger erhalten.

Wer hat dieses System eigentlich gegen die Wand gefahren?

Man muss die unbequeme Frage stellen: Wie konnte es so weit kommen? Über Jahre wurde das Umlagesystem politisch ausgehöhlt, durch eine verfehlte Migrationspolitik belastet und durch eine demografische Entwicklung gesprengt, die jeder kommen sah – und die niemand ernsthaft anpacken wollte. Statt die Geburtenförderung und die Stärkung der eigenen Familien in den Mittelpunkt zu stellen, verlegte man sich auf Symbolpolitik und Umverteilung. Nun präsentiert man dem Bürger die Rechnung in Form eines verlängerten Arbeitslebens.

Steutel bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Eine höhere Regelaltersgrenze allein ist noch keine Garantie für zusätzliche Erwerbstätigkeit.“ Recht hat er. Doch was, wenn die Menschen schlicht nicht mehr können – oder nicht mehr wollen?

Die eigentliche Lehre: Verlasse dich auf dich selbst

Was bleibt, ist eine ernüchternde Erkenntnis. Wer im Alter würdevoll leben möchte, sollte sich nicht blind auf ein staatliches Rentensystem verlassen, das in der Schieflage steckt und dessen Antwort auf jede Krise lautet: länger arbeiten, mehr einzahlen, weniger erwarten. Vermögenssicherung wird so zur Bürgerpflicht. Eine kluge, breit gestreute Vorsorge gehört in jeden Haushalt – und physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich seit Jahrtausenden als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten bewährt. Sie kennen keine Kommission, keine Reform und keinen politischen Beschluss, der ihren Wert per Federstrich kürzt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen dar. Er ist weder eine Anlageberatung noch eine Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist aufgefordert, sich eigenständig zu informieren und im Zweifel fachkundigen Rat einzuholen. Für eigene Anlageentscheidungen trägt jeder Anleger die alleinige Verantwortung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen