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Kettner Edelmetalle
16.02.2026
14:57 Uhr

Sachsens Steuermillionen für Selbstdarstellung: Vier Millionen Euro für Berater und Werbefilme, die niemand sieht

Während der deutsche Steuerzahler unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzt, gönnt sich die sächsische Staatsregierung unter Ministerpräsident Michael Kretschmer einen bemerkenswerten Luxus: Über vier Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in externe Berater und Werbemaßnahmen. Das geht aus mehreren Kleinen Anfragen des Linken-Landtagsabgeordneten Rico Gebhardt hervor – und die Details sind teilweise so absurd, dass man zwischen Lachen und Weinen schwankt.

Fast 1,1 Millionen für externe Berater – wozu eigentlich?

Man fragt sich unweigerlich: Wofür bezahlt der Freistaat eigentlich seine Ministerialbeamten, wenn parallel fast 1,1 Millionen Euro an externe Berater fließen müssen? Rund drei Millionen Euro verschlang darüber hinaus die Zusammenarbeit mit Werbeagenturen. Zusätzlich kassierten Journalisten etwa 35.600 Euro für Moderationen bei Veranstaltungen und öffentlichen Auftritten. Ein Geschmäckle hat das allemal – denn wer die Hand füttert, die einen bezahlt, beißt bekanntlich selten hinein.

Den größten Einzelposten bei den Werbeausgaben bildete die Kampagne zur Gewinnung neuer Studenten mit rund 560.000 Euro. Ob diese Investition tatsächlich junge Menschen nach Sachsen lockt oder lediglich die Kassen findiger Agenturen füllt, dürfte eine berechtigte Frage sein. Auf Platz zwei folgte die Standortkampagne „So geht sächsisch" mit etwa 460.000 Euro – eine sogenannte „Dachmarke" des Freistaats, deren tatsächliche Wirkung auf potenzielle Investoren und Zuzügler zumindest diskutabel erscheint.

Zwei Kurzfilme, 100 Aufrufe – ein Trauerspiel mit Ansage

Besonders pikant wird es bei der politischen Selbstvermarktung. Die Staatsregierung ließ eine Dokumentation über die Präsidentschaft der Kulturministerkonferenz 2025 für rund 12.000 Euro produzieren. Ein weiterer Informationsfilm über die Aufgaben der sächsischen Landesvertretung schlug mit knapp 6.000 Euro zu Buche. Beide Filme wurden auf dem offiziellen YouTube-Kanal des Freistaats veröffentlicht und erreichten nach mehreren Wochen jeweils gerade einmal etwas über 100 Aufrufe.

Hundert Aufrufe. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Für 18.000 Euro Produktionskosten hätte man jedem einzelnen Zuschauer auch einfach 90 Euro in die Hand drücken können – der Effekt wäre vermutlich nachhaltiger gewesen. Hier offenbart sich ein Grundproblem staatlicher Kommunikation: Man produziert am Bürger vorbei, für ein Publikum, das schlicht nicht existiert, und bezahlt dafür mit dem Geld eben jener Bürger, die sich dafür nicht interessieren.

Sachsen noch vergleichsweise sparsam – der Blick nach Berlin erschreckt

So ärgerlich diese Zahlen auch sind – im bundesweiten Vergleich gehört Sachsen noch zu den bescheideneren Akteuren. Das einwohnermäßig vergleichbare Berlin gab allein 2024 bereits zwei Millionen Euro nur für externe Berater aus. Und auf Bundesebene? Dort explodierten die Ausgaben geradezu ins Groteske: 182,2 Millionen Euro zahlte die damalige Ampel-Regierung 2024 an externe Berater, weitere 88,7 Millionen Euro flossen in Werbemaßnahmen. Fast 271 Millionen Euro – eine Viertelmilliarde – für Beratung und Eigenwerbung einer Regierung, die am Ende an ihrer eigenen Unfähigkeit zerbrach.

Diese Zahlen werfen grundsätzliche Fragen auf. Wenn gewählte Volksvertreter und ihre Ministerien derart massiv auf externe Expertise angewiesen sind, was sagt das über die Qualifikation der handelnden Personen? Und wenn Millionen in Werbung fließen, die kaum jemand wahrnimmt – ist das nicht die teuerste Form der Selbstbeweihräucherung, die man sich vorstellen kann?

Ein systemisches Problem der politischen Klasse

Das Phänomen der ausufernden Berater- und Werbekosten ist kein sächsisches Alleinstellungsmerkmal, sondern symptomatisch für eine politische Klasse, die den Bezug zur Realität der Steuerzahler längst verloren hat. In einer Zeit, in der das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung die Schuldenlast kommender Generationen weiter in die Höhe treibt und die Inflation den Wohlstand der Mittelschicht auffrisst, wirken solche Ausgaben wie ein Hohn gegenüber dem fleißigen Bürger, der jeden Morgen aufsteht und arbeiten geht.

Es wäre an der Zeit, dass Politiker – ob in Dresden, Berlin oder anderswo – sich wieder auf ihre Kernaufgaben besinnen: gute Politik machen, statt sich mit Steuergeldern in Hochglanzfilmen inszenieren zu lassen, die am Ende nicht einmal die eigene Verwandtschaft anklickt. Denn echte Kompetenz braucht keine Werbekampagne. Sie spricht für sich selbst.

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