
Schluss mit der Hängematte: Schulze nimmt Bürgergeld-Empfänger ins Visier

Es ist eine Aussage, die in Berlin manchen ideologisch verbohrten Sozialromantiker aufschrecken dürfte: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat in aller Deutlichkeit gefordert, was eigentlich seit Jahren überfällig ist – Schluss mit dem Prinzip "Geld ohne Gegenleistung". Knapp fünf Monate vor der Landtagswahl in Magdeburg legt der Regierungschef den Finger in jene Wunde, die unter der zerbrochenen Ampel-Koalition zur klaffenden Sozialstaatslücke geworden ist.
Zu viele Ausreden, zu wenig Eigenverantwortung
Gegenüber der "Rheinischen Post" wurde Schulze ungewohnt klar. Es gebe zu viele Fälle, in denen der Staat zahle, ohne dass dafür auch nur ein Funken Engagement zurückkomme. Wer voll erwerbsfähig sei und dennoch werktags die Hände in den Schoß lege, dürfe so nicht einfach weitermachen, ließ der CDU-Politiker verlauten. Eine Aussage, die eigentlich Selbstverständlichkeit sein sollte – und doch in der Bundesrepublik des Jahres 2025 fast revolutionär anmutet.
Schulze verwies auf die Ungerechtigkeit gegenüber jenen, die trotz widriger Umstände jeden Morgen aufstehen: Alleinerziehende, Aufstocker, Menschen in Umschulung oder Sprachkursen. Sie alle zahlen mit ihren Beiträgen und Steuern in ein System ein, das jenen, die nichts beitragen wollen, dieselbe Großzügigkeit gewährt. Eine Schieflage, die das Vertrauen in den Sozialstaat zerfrisst wie Rost an einer Brücke.
Apfelernte aus Osteuropa – während Tausende daheim sitzen
Besonders pointiert führte Schulze ein Beispiel aus der heimischen Landwirtschaft an: Während für die Apfelernte regelmäßig Erntehelfer aus Osteuropa anreisen müssten, blieben die personellen Reserven unter den heimischen Leistungsempfängern weitgehend ungenutzt. Allein in Sachsen-Anhalt gebe es Tausende offene Stellen – und zu viele Ausreden, warum diese nicht besetzt würden. Ein Befund, der bundesweit nachhallen sollte.
Auch Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) meldete sich zu Wort und brachte eine schnellere Steuerfinanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern ins Spiel. Dass ausgerechnet die gesetzlich Versicherten die Krankenkassenbeiträge der Bürgergeldempfänger schultern müssten, empfänden viele Bürger zu Recht als zutiefst ungerecht.
Wahlkampf-Realität: CDU hinter der AfD
Der politische Hintergrund dieser Forderungen ist offensichtlich. Am 6. September wird in Magdeburg ein neuer Landtag gewählt – und die Umfragen sind für Schulzes CDU alles andere als erfreulich. Mit rund 26 Prozent liegen die Christdemokraten deutlich hinter der AfD, die in Sachsen-Anhalt auf satte 41 Prozent kommt. Ein Abstand, der zeigt, wie sehr die etablierten Parteien das Vertrauen großer Teile der Bevölkerung verspielt haben.
Dass Schulze nun ausgerechnet im Wahlkampf-Endspurt das Thema Bürgergeld aufgreift, mag manchem als opportunistisches Manöver erscheinen. Doch unabhängig vom Timing trifft die Forderung einen Nerv. Über Jahre hinweg wurde der deutsche Sozialstaat in eine Hängematte umgebaut, in der sich Arbeitsverweigerung lohnt und Leistung bestraft wird. Wer das endlich ändern möchte, hat die Zustimmung eines Großteils der arbeitenden Bevölkerung sicher.
Ein Sozialstaat am Scheideweg
Die Debatte um das Bürgergeld ist weit mehr als eine Diskussion über einzelne Regelsätze oder Zumutbarkeitsregeln. Sie berührt die Grundfrage, welches Verhältnis zwischen Bürger und Staat in Deutschland gelten soll. Ein Sozialstaat, der jeden ohne Gegenleistung alimentiert, untergräbt seine eigene Legitimität. Wer arbeitet, zahlt, leistet – muss das Gefühl haben, dass sich dies gegenüber jenen lohnt, die schlicht nichts tun wollen.
Ob die neue Große Koalition aus CDU/CSU und SPD unter Kanzler Friedrich Merz tatsächlich den Mut aufbringt, hier durchzugreifen, bleibt abzuwarten. Bislang sind die Ankündigungen lauter als die Taten. Die Bürger in Sachsen-Anhalt – und nicht nur dort – werden genau hinschauen, ob auf Worte auch Handlungen folgen. In Zeiten ausufernder Staatsschulden, einer geplanten 500-Milliarden-Euro-Verschuldungsorgie und einer Inflationsperspektive, die das Vermögen der Sparer schleichend entwertet, ist jeder Euro, der ohne Gegenleistung verteilt wird, ein Euro zu viel.
Wer langfristig sein Vermögen sichern möchte, sollte sich ohnehin nicht allein auf staatliche Versprechungen verlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie Krisen, politische Umbrüche und Währungsentwertungen überdauern – eine sinnvolle Beimischung in jedem breit aufgestellten Vermögensportfolio.

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