
Schröder als Brückenbauer? Brüssels Reflexe verraten, wer Frieden fürchtet

Es ist ein bezeichnender Vorgang: Kaum schlägt der russische Präsident Wladimir Putin den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Ukraine-Krieg vor, da rollt durch Brüssel und Berlin eine Welle der reflexhaften Empörung. Statt nüchtern abzuwägen, ob hier eine diplomatische Tür geöffnet wird, übt sich die politische Klasse in vorauseilender Ablehnung. Wer Frieden will, müsse miteinander reden – doch genau diese Binsenweisheit scheint im Brüsseler Elfenbeinturm in Vergessenheit geraten zu sein.
Kallas und die Kunst, jede Verhandlung im Keim zu ersticken
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ließ am Rande eines Außenministertreffens in Brüssel keinen Zweifel aufkommen: Schröder sei ein „hochrangiger Lobbyist russischer Staatsunternehmen“, und würde er die Verhandlungen übernehmen, säße Putin „auf beiden Seiten des Tisches“. Bevor man überhaupt mit Moskau spreche, müssten die EU-Staaten erst untereinander klären, worüber denn eigentlich verhandelt werden solle. Eine bemerkenswerte Logik: Erst dreieinhalb Jahre Krieg, dann interne Befindlichkeitsrunden – und am Ende vielleicht, irgendwann, ein Gespräch. So lange sterben weiter Menschen an der Front.
Hintergrund der Aufregung ist eine Bemerkung Putins nach der Siegesparade am 9. Mai. Auf die Frage einer Journalistin, mit wem aus Europa er denn sprechen würde, antwortete der Kremlchef, von allen europäischen Politikern würde er Schröder bevorzugen. Eine pragmatische Aussage – die in Brüssel jedoch wie eine Provokation wirkte.
Diplomatie verlernt? Berlin folgt dem Brüsseler Trotzkurs
Auch die Bundesregierung wischte den Vorschlag als „Scheinangebot“ und „hybride Vorgehensweise“ vom Tisch. Man lasse sich nicht spalten, hieß es aus Regierungskreisen. Doch was wäre denn die Alternative? Weiter zusehen, wie die Ukraine ausblutet und Deutschland zunehmend in die Position einer Kriegspartei manövriert wird? Armin Laschet (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, brachte im Bayerischen Rundfunk auf den Punkt, was viele längst denken: „Die Amerikaner verhandeln über unseren Kontinent. Das muss sich ändern.“ Europa habe sich selbst entmündigt, weil man sich kategorisch geweigert habe, mit Moskau überhaupt noch zu sprechen.
Pragmatiker gegen Ideologen
Bemerkenswert pragmatisch reagierte der AfD-Europaabgeordnete Alexander Sell, der dafür plädierte, „jede potenzielle Möglichkeit einer diplomatischen Vermittlung“ ernsthaft zu prüfen. Auch der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner sprach sich gegenüber dem Spiegel dafür aus, Schröders Rolle als Vermittler nicht reflexhaft auszuschlagen. „Ich begrüße jede Initiative, die den Krieg beenden könnte“, so Stegner. Eine erstaunlich vernünftige Haltung – die freilich aus den Reihen der Grünen und Liberalen sofort niedergebrüllt wurde.
Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann nannte den Vorschlag „abwegig“, Schröder sei eine „persona non grata“. Und die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann zeigte sich auf X erwartungsgemäß empört. Russland sei zu echter Diplomatie gar nicht bereit, lautet ihr Mantra. Dass diese Position selbst bei dauerhafter Wiederholung kein Ergebnis bringt außer toten Soldaten und wirtschaftlicher Erosion Europas, scheint ihr nicht aufzufallen.
Wer profitiert vom Reden – und wer vom Schweigen?
Die Frage, die sich aufdrängt: Cui bono? Wem nützt es, wenn jeder Gesprächsfaden im Keim erstickt wird? Der Rüstungsindustrie sicherlich. Den transatlantischen Strategen vielleicht. Den deutschen Steuerzahlern, deren Milliarden in einen Krieg ohne Ende fließen, ganz gewiss nicht. Und auch nicht den ukrainischen Familien, die seit drei Jahren ihre Söhne, Väter und Brüder verlieren.
Schröders Büro hielt sich auf Anfrage bedeckt – der Altkanzler werde sich zur Frage seiner Vermittlerrolle nicht öffentlich äußern. Eine Zurückhaltung, die fast schon staatsmännisch wirkt im Vergleich zum hysterischen Stimmengewirr aus Brüssel und Berlin. Ob man Schröders Nähe zu Moskau gutheißen mag oder nicht: Wer ernsthaft Frieden will, sollte Kanäle nicht kappen, sondern nutzen. Doch genau diese Einsicht scheint einer politischen Generation abhandengekommen, die Außenpolitik mit moralischer Selbstvergewisserung verwechselt.
Edelmetalle als Krisenanker in turbulenten Zeiten
Während Europa weiter im Kriegsmodus verharrt und die wirtschaftlichen Folgen – steigende Energiepreise, Inflation, Pleitewellen – immer deutlicher zutage treten, suchen immer mehr Bürger nach verlässlichen Möglichkeiten der Vermögenssicherung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als stabiler Anker in geopolitisch unsicheren Zeiten bewährt. Wer sein Portfolio breit aufstellt und einen sinnvollen Anteil in Sachwerten hält, schützt sich vor den Verwerfungen einer Politik, die offenbar weder Frieden noch wirtschaftliche Vernunft zu ihren Prioritäten zählt.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist aufgefordert, eigenständig zu recherchieren und vor Anlageentscheidungen gegebenenfalls einen qualifizierten Berater zu konsultieren. Eine Haftung für getroffene Entscheidungen wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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