
Schwarz-Rot im freien Fall: Fast 80 Prozent der Deutschen unzufrieden mit Merz-Regierung

Man könnte es Ironie der Geschichte nennen – oder schlicht das Ergebnis gebrochener Versprechen. Nur wenige Monate nach dem feierlichen Amtsantritt der Großen Koalition unter Friedrich Merz stürzt die Union in der Wählergunst ab, während die AfD ihren Vorsprung ausbaut. Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov zeichnet ein Bild, das für die Regierungsparteien verheerend ist – und für die Opposition so vielversprechend wie nie zuvor.
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache
In der sogenannten Sonntagsfrage erreicht die AfD 27 Prozent und legt damit um einen weiteren Prozentpunkt zu. CDU und CSU hingegen verlieren gleich drei Punkte und rutschen auf magere 23 Prozent ab – der tiefste Wert seit Dezember 2021. Vier Prozentpunkte Abstand zur stärksten Kraft im Land. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Partei, die noch vor wenigen Monaten mit dem Versprechen antrat, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen, wird von den Bürgern regelrecht abgestraft.
Die SPD, der kleinere Koalitionspartner unter Vizekanzler Lars Klingbeil, kommt auf bescheidene 13 Prozent und gibt ebenfalls einen Punkt ab. Zusammengerechnet erreichen die beiden Regierungsparteien gerade einmal 36 Prozent – ein Armutszeugnis für eine Koalition, die sich selbst den hochtrabenden Titel „Verantwortung für Deutschland" gegeben hat. Verantwortung? Wofür genau?
Kleinere Parteien profitieren vom Regierungsfrust
Während die Großen straucheln, können ausgerechnet die kleineren Parteien zulegen. Die Grünen verbessern sich um einen Punkt auf 14 Prozent – und liegen damit nur noch knapp hinter der SPD. Ein bemerkenswerter Umstand, wenn man bedenkt, dass die Grünen nach dem Scheitern der Ampel eigentlich als politisch verbrannt galten. Die Linke klettert ebenfalls auf 10 Prozent. FDP und BSW verharren dagegen bei jeweils 4 Prozent und würden den Einzug in den Bundestag klar verfehlen.
79 Prozent Unzufriedenheit – ein demokratisches Alarmsignal
Noch dramatischer als die Verschiebung der Parteistärken ist jedoch ein anderer Wert: 79 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition unzufrieden. Im Juni 2025 lag dieser Wert noch bei 55 Prozent – schon damals kein Ruhmesblatt, aber immerhin noch im Bereich des Erträglichen. Innerhalb weniger Monate hat sich die Stimmung also dramatisch verschlechtert. Fast vier von fünf Bürgern sind unzufrieden mit ihrer Regierung. Wann hat es das in der Geschichte der Bundesrepublik zuletzt gegeben?
Besonders pikant: Selbst unter den eigenen Anhängern der Union bröckelt die Zustimmung massiv. Nur noch 34 Prozent der Unionswähler zeigen sich zufrieden mit der Regierungsarbeit, nachdem es im März noch 48 Prozent waren. Das bedeutet: Zwei Drittel derjenigen, die CDU und CSU gewählt haben, sind enttäuscht von dem, was sie bekommen. Geliefert wie bestellt? Wohl kaum.
Die Brandmauer als Sackgasse
Friedrich Merz hatte im Wahlkampf vollmundig versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen wurde ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur beschlossen, das Generationen von Steuerzahlern belasten wird. Die Klimaneutralität bis 2045 wurde im Grundgesetz verankert – ein ideologisches Projekt, das die Wirtschaft weiter stranguliert, statt sie zu befreien. Und die sogenannte „Brandmauer" gegen die AfD steht fester denn je, obwohl sie offensichtlich nicht den Willen der Bürger widerspiegelt, sondern lediglich den Machterhalt des politischen Establishments sichern soll.
Denn was bedeutet es eigentlich für die Demokratie, wenn die stärkste Partei im Land kategorisch von jeder Regierungsverantwortung ausgeschlossen wird? Wenn 27 Prozent der Wähler schlicht ignoriert werden? Man darf die Frage stellen, ob hier nicht ein gefährliches Demokratiedefizit entsteht – eines, das die politische Klasse selbst zu verantworten hat.
Die Quittung für gebrochene Versprechen
Die Gründe für den wachsenden Unmut liegen auf der Hand. Die arbeitende Bevölkerung wird durch steigende Sozialabgaben und Steuern immer stärker belastet, während gleichzeitig Milliarden in die Ukraine-Hilfe und Entwicklungshilfe fließen. Die Kriminalität in Deutschland erreicht Rekordwerte, Messerangriffe gehören mittlerweile zum traurigen Alltag, und die Migrationspolitik bleibt trotz aller Ankündigungen ein einziges Desaster. Die Bürger spüren jeden Tag am eigenen Leib, dass sich nichts zum Besseren wendet – und sie ziehen ihre Schlüsse daraus.
Es ist ein Treppenwitz der deutschen Politik: Erst wurde die Ampel-Koalition wegen ihrer desaströsen Bilanz aus dem Amt gejagt, nur um durch eine Regierung ersetzt zu werden, die in wesentlichen Punkten denselben Kurs fährt. Andere Farben, gleiche Richtung. Kein Wunder, dass die Frustration wächst und die AfD als einzige echte Alternative wahrgenommen wird.
Ein Blick in die Zukunft
Bis zur nächsten regulären Bundestagswahl im Frühjahr 2029 ist es noch ein weiter Weg. Doch wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, dürfte die Große Koalition bis dahin auf ein historisches Tief zusammengeschmolzen sein. Die entscheidende Frage wird sein, ob die CDU irgendwann den Mut aufbringt, ihre selbst errichtete Brandmauer einzureißen – oder ob sie lieber gemeinsam mit der SPD in die politische Bedeutungslosigkeit marschiert. Die Umfragen jedenfalls lassen keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht.
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