
Schweizer Studie entlarvt Atom-Angst als Phantom – Neue Reaktoren sicherer als je zuvor
Während Deutschland seine letzten Kernkraftwerke im April 2023 in einem Akt ideologischer Selbstverstümmelung vom Netz nahm, weht in der Schweiz ein gänzlich anderer Wind. Eine brandneue Studie des renommierten Instituts für Versicherungswirtschaft an der Universität St. Gallen kommt zu einem Ergebnis, das den Gegnern der Kernenergie den Boden unter den Füßen wegzieht: Das Sicherheitsrisiko moderner Atomreaktoren der Generation 3+ sei volkswirtschaftlich vernachlässigbar.
Zahlen, die für sich sprechen
Die im Auftrag von Economiesuisse erstellte Analyse des Versicherungswissenschaftlers Hato Schmeiser rechnet vor, was kaum jemand hören will – zumindest nicht in den grün dominierten Redaktionsstuben Europas. Selbst bei angenommenen Schadenssummen von bis zu 100 Milliarden Schweizer Franken lägen die risikogewichteten Kosten neuer Reaktoren bei gerade einmal 0,000009 bis 0,00009 Rappen pro Kilowattstunde. Für den Strompreis ist das – man muss es so deutlich sagen – schlicht irrelevant. Das oft bemühte Totschlagargument, Kernkraft werde bei vollständiger Einrechnung aller Risiken unbezahlbar, entpuppt sich damit als das, was es schon immer war: eine ideologisch motivierte Schreckenserzählung.
Hundertmal sicherer als die Vorgänger
Der Schlüssel zu diesen bemerkenswerten Zahlen liegt in der technologischen Revolution, die sich im Reaktorbau vollzogen hat. Moderne Anlagen der Generation 3+ weisen laut der Studie eine rund hundertmal geringere Wahrscheinlichkeit für schwere Unfälle auf als die älteren Schweizer Kernkraftwerke, die noch aus dem vergangenen Jahrhundert stammen. Selbst im Vergleich zu bestehenden, über Jahrzehnte nachgerüsteten Anlagen falle das Risiko noch zehnmal niedriger aus.
Was diese Reaktoren so fundamental anders macht? Passive Sicherheitssysteme, die den Reaktorkern auch ohne externe Stromversorgung und ohne menschliches Eingreifen kühlen können. Genau dieser Mechanismus fehlte in Fukushima – und genau sein Fehlen führte dort zur Katastrophe. Die Lehren aus dem japanischen Unglück von 2011 wurden also nicht nur gezogen, sondern in Stahl und Beton gegossen. Wer heute noch mit Fukushima gegen neue Reaktoren argumentiert, betreibt intellektuelle Unredlichkeit.
Der Elefant im Raum: Wer zahlt im Ernstfall?
Freilich räumt auch diese Studie ein, was niemand ernsthaft bestreiten kann: Im Falle eines – statistisch extrem unwahrscheinlichen – Großereignisses wären die Schäden nicht vollständig über private Versicherungen abzudecken. Die obligatorische Haftpflichtdeckung der Schweizer Kernkraftwerke liegt bei lediglich 1,3 Milliarden Franken. Alles darüber hinaus müssten letztlich Staat und Steuerzahler schultern. Doch hier wird es interessant: Economiesuisse verweist zu Recht darauf, dass auch ein Bruch eines großen Staudamms in der Wasserkraft Extremschäden verursachen würde, die nicht vollständig abgesichert wären. Gleiche Maßstäbe für alle Technologien – das klingt nach einer so simplen wie vernünftigen Forderung.
Die wahre Gefahr: Kein Strom statt zu viel Risiko
Besonders brisant ist ein Vergleich, den die Studie anstellt und der die gesamte Debatte auf den Kopf stellt. Der Schweizer Bund beziffert die möglichen Schäden einer Strommangellage auf rund 100 Milliarden Franken. Und dieses Szenario – ein Blackout, eine Versorgungskrise – gilt als deutlich wahrscheinlicher als ein Super-GAU eines modernen Reaktors. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die größere Gefahr geht nicht von der Kernkraft aus, sondern von ihrem Fehlen.
Für Deutschland, das sich mit seinem überstürzten Atomausstieg in eine energiepolitische Sackgasse manövriert hat, sollten diese Erkenntnisse wie ein Weckruf wirken. Während die Schweiz nüchtern über den Bau neuer Reaktoren debattiert, während Frankreich seine Kernkraftkapazitäten ausbaut und sogar Belgien seinen Atomausstieg um zehn Jahre verschoben hat, steht die Bundesrepublik mit leeren Händen da – abhängig von russischem Gas, französischem Atomstrom und dem launischen Wind über der Nordsee.
Ein Lehrstück für deutsche Energiepolitik
Die Schweizer Studie ist mehr als nur eine versicherungsmathematische Fingerübung. Sie ist ein Dokument der Vernunft in einer Zeit, in der Energiepolitik allzu oft von Angst statt von Fakten getrieben wird. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, diese Erkenntnisse zur Kenntnis zu nehmen – auch wenn der Koalitionsvertrag mit der SPD in Sachen Kernkraft wenig Spielraum lässt. Denn eines zeigt die Schweizer Debatte überdeutlich: Wer Versorgungssicherheit, bezahlbare Energie und Klimaschutz gleichzeitig will, kommt an der Kernkraft nicht vorbei. Die Physik kennt keine Ideologie.
Dass ausgerechnet Deutschland, einst Weltmarktführer in der Nukleartechnologie, diese Debatte nur noch als Zuschauer verfolgen kann, gehört zu den bittersten Ironien unserer Zeit. Die Schweizer machen vor, wie eine sachliche, faktenbasierte Diskussion über Energiepolitik aussehen kann. Vielleicht sollten wir uns davon eine Scheibe abschneiden – bevor das nächste Mal die Lichter ausgehen.

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