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02.06.2026
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Selbstmitleid statt Selbstkritik: Wie Bärbel Bas das eigene „Einheitsbraun“ vergisst

Selbstmitleid statt Selbstkritik: Wie Bärbel Bas das eigene „Einheitsbraun“ vergisst

Es gibt politische Momente, die so entlarvend sind, dass kein Kommentator sie noch zuspitzen müsste. Einer davon ereignete sich am Montagabend in Düsseldorf, beim Ständehaus-Treff der Rheinischen Post. Dort beklagte sich Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) über die Kritik, die ihr entgegenschlage. Sie sei, so ihre eigene Formulierung, zu einem „personifizierten Feindbild geworden“. Verantwortlich dafür seien angeblich vor allem „rechte Netzwerke“, die „starke, selbstbewusste Frauen“ wie sie einschüchtern wollten.

Man muss diese Sätze zweimal lesen, um die ganze Dimension der Realitätsverweigerung zu erfassen. Denn dieselbe Ministerin, die nun um Mitgefühl bittet, hatte erst kürzlich beim „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“ verkündet, man müsse sich gegen das „Einheitsbraun“ in der deutschen Bevölkerung wehren. Ein ganzes Volk pauschal in eine braune Ecke zu stellen – und sich dann selbst als Opfer zu inszenieren. Wer austeilt, sollte einstecken können.

Wenn die Beleidigerin sich als Beleidigte gibt

Bas erzählte dem RP-Chefredakteur, sie habe sogar bereits Anzeigen gestellt, wenn auch „nicht viele“. Manchmal überlege sie, das Handtuch zu werfen. Doch aufgeben komme nicht infrage. „Nein, den Gefallen tue ich denen nicht“, erklärte sie kämpferisch. Man dürfe den „Populisten“ nicht „das Feld überlassen“.

Es ist ein altbekanntes Muster: Wer in der Regierungsverantwortung steht und das eigene Volk verächtlich abkanzelt, ruft anschließend nach Schutz, sobald die Empörung zurückschlägt. Die Logik dahinter ist so durchsichtig wie bequem. Jede Kritik wird zur Hetze umetikettiert, jeder Widerspruch zum Angriff aus dem ominösen „rechten Netzwerk“ erklärt. So muss man sich mit dem unbequemen Inhalt der Kritik gar nicht erst auseinandersetzen.

Es ist nicht das, was diese Frau gesagt hat – sondern als wer sie es gesagt hat. Eine amtierende Bundesministerin mit einem Amtseid gegenüber dem deutschen Volk.

Ein kleines Eingeständnis – und sofort die nächste Floskel

Immerhin: Auf die Frage, ob sie selbst etwas falsch mache, räumte Bas ein: „Auch ich polarisiere.“ Diese Erkenntnis möchte sie nun zurückfahren und stattdessen „nur noch Zuversicht ausstrahlen“. Das klingt nach einem PR-Berater, der zwischen zwei Terminen schnell eine Beruhigungsformel gezimmert hat. Denn Zuversicht entsteht nicht durch Lippenbekenntnisse, sondern durch Politik, die den Bürgern dient – und nicht gegen sie gerichtet ist.

Bas selbst gestand zudem, dass die Menschen in ihrem Duisburger Wahlkreis „wütend auf die Regierung und auf meine Partei“ seien. Eine bemerkenswerte Diagnose. Doch statt zu fragen, woher diese Wut rührt, sucht die Ministerin die Schuld lieber bei den vermeintlichen Hetzern im Netz. Dass eine Politik der offenen Grenzen, der explodierenden Sozialkosten und der zunehmenden Kriminalität auf deutschen Straßen den Frust speist, kommt ihr offenbar nicht in den Sinn.

Das Muster der Verantwortungslosigkeit

Hier zeigt sich ein Grundproblem der politischen Klasse in diesem Land. Verachtung gegenüber dem eigenen Volk wird als „Haltung“ gefeiert, während berechtigte Kritik als Bedrohung der Demokratie umgedeutet wird. Wer das Volk als „braune Masse“ bezeichnet, der hat den Respekt vor seinem Amt verloren. Und ein Kanzler mit Format hätte längst die Konsequenzen gezogen. Doch von Friedrich Merz und seiner Großen Koalition kommt – wie so oft – nichts als Schweigen.

Die Wahrheit ist unbequem: Nicht „rechte Netzwerke“ sind das Problem, sondern eine Regierung, die ihre eigene Unfähigkeit mit Beleidigungen am Bürger kaschiert. Es ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines großen Teils des deutschen Volkes, dass dieses Land endlich wieder Politiker braucht, die für Deutschland regieren – und nicht gegen es.

Was bleibt, ist Misstrauen – und der Blick auf Werte

In Zeiten, in denen das Vertrauen in die politische Führung schwindet, in denen Inflation, ausufernde Schulden und ideologische Experimente das Vermögen der Bürger bedrohen, suchen viele nach Beständigkeit. Während Politiker um Mitleid betteln und Parteien im Sinkflug sind, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihre jahrtausendealte Funktion: als Anker in einer Welt, die aus den Fugen zu geraten droht. Wer sein Vermögen sichern will, tut gut daran, auf Werte zu setzen, die kein Politiker durch Wortbrüche entwerten kann.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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