
Serbiens Affront: Belgrad zeigt Brüssel die kalte Schulter
Ein diplomatischer Paukenschlag erschüttert die ohnehin fragilen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Westbalkan. Serbien hat den EU-Westbalkan-Gipfel in Brüssel am Mittwoch schlichtweg boykottiert – ein Novum, das die Brüsseler Bürokraten in ihrer selbstgefälligen Behaglichkeit empfindlich stören dürfte. Präsident Aleksandar Vučić verkündete im serbischen Staatsfernsehen RTS, dass erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt niemand sein Land bei diesem Treffen vertreten werde.
Die EU als Türsteher: Wer nicht spurt, bleibt draußen
Der Hintergrund dieser demonstrativen Abwesenheit ist so bezeichnend wie entlarvend für das Selbstverständnis der Brüsseler Machtzentrale. Der Rat für Allgemeine Angelegenheiten hatte kurz zuvor beschlossen, Serbien die Eröffnung des sogenannten Verhandlungs-Clusters 3 zu verweigern. Dieses Kapitel umfasst zentrale Bereiche wie Binnenmarkt, Wettbewerbsfähigkeit und Verbraucherschutz – also genau jene Themen, die für einen ernsthaften Beitrittskandidaten von existenzieller Bedeutung wären.
Das Pikante daran: Die Europäische Kommission selbst hatte Serbien noch im November die technische Bereitschaft für weitere Schritte bescheinigt. Doch unter den 27 Mitgliedstaaten kam kein Konsens zustande. Deutschland, mehrere nordische, baltische und südosteuropäische Staaten blockierten den Fortschritt. Die offizielle Begründung? Defizite bei Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit.
Doppelmoral als Geschäftsmodell
Man reibt sich verwundert die Augen. Dieselbe EU, die mit fragwürdigen Regimen weltweit Geschäfte macht und die Ukraine trotz notorischer Korruptionsprobleme hofiert, zeigt sich gegenüber Serbien plötzlich als Hüterin demokratischer Werte. Die wahren Gründe für die Blockade liegen freilich woanders: Belgrad weigert sich standhaft, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, und die aus Brüsseler Sicht unzureichende Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo stößt den EU-Granden sauer auf.
Vučić erklärte unmissverständlich, Serbien habe die geforderten Reformen umgesetzt. Das Ausbleiben eines Fortschritts in den Verhandlungen wertete er als rein politisches Signal – und der Boykott des Gipfels sei eine bewusste Protestgeste.
Ein Lehrstück europäischer Arroganz
Was sich hier offenbart, ist das wahre Gesicht einer EU, die längst nicht mehr als Gemeinschaft gleichberechtigter Partner funktioniert. Wer eine eigenständige Außenpolitik verfolgt, wer sich nicht bedingungslos dem transatlantischen Kurs unterwirft, wird abgestraft. Serbien reiht sich damit ein in die Liste jener Länder, deren Regierungen – wie Ungarn unter Orbán oder die Slowakei unter Fico – in Brüssel als unbequeme Querulanten gelten.
Die Reaktion Belgrads verdient Respekt. Statt sich demütig in die Rolle des Bittstellers zu fügen, zeigt Serbien Rückgrat. In einer Zeit, in der die EU mit ihrer ideologiegetriebenen Politik von Klimawahn bis Genderzwang immer mehr Mitgliedstaaten verprellt, könnte sich der serbische Weg als weitsichtiger erweisen, als es die Brüsseler Technokraten wahrhaben wollen.
Die EU am Scheideweg
Die Botschaft aus Belgrad ist unmissverständlich: Serbien lässt sich nicht erpressen. Während die EU-Führung unter Ursula von der Leyen weiterhin davon träumt, den Kontinent nach ihren Vorstellungen zu formen, wächst der Widerstand gegen diese Bevormundung. Die BRICS-Staaten und China bieten längst alternative Partnerschaften an – ohne die moralische Überheblichkeit, die in Brüssel zum guten Ton gehört.
Vielleicht sollte sich die EU fragen, warum immer mehr Länder ihre Avancen skeptisch betrachten. Die Antwort liegt auf der Hand: Niemand möchte Teil eines Clubs werden, der Gehorsam verlangt, aber Respekt verweigert.
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