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Silber im Weltall: Das Metall, das Astronauten am Leben hält!

Silber im Weltall: Das Metall, das Astronauten am Leben hält!
Symbolbild: KI-generiert

Ohne Silber und Kupfer droht im Weltraum der Keimkollaps im Trinkwasser. Auf der Internationalen Raumstation ISS sorgt ionisiertes Silber schon heute dafür, dass Bakterien und Algen im Wasserkreislauf keine Chance haben. Für die geplanten Missionen zu Mond und Mars werden die Metalle noch wichtiger, und das zu einer Zeit, in der Silber Anfang Oktober bei rund 61,61 US-Dollar je Feinunze notiert.

Unsichtbare Gefahr in der Blechbüchse

Ein Raumschiff ist ein geschlossenes System. Da kommt kein frisches Quellwasser nach, man kann nicht lüften, und mal eben zum Arzt geht auch keiner. Haben sich Mikroben erst einmal im Wasserkreislauf festgesetzt, verbreiten sie sich rasend schnell. In 400 Kilometern Höhe ist das lebensgefährlich.

Hier kommen zwei uralte Bekannte ins Spiel. Silber und Kupfer wirken toxisch auf Keime und Bakterien und töten sie zuverlässig ab. Was auf der Erde längst in Wasseraufbereitungsanlagen genutzt wird, ist im Orbit überlebenswichtig.

Fachveröffentlichungen zufolge setzt vor allem das russische Segment der ISS auf Silberionen im Wasser. Im US-Segment wird bislang Jod verwendet. Das muss aber vor dem Trinken wieder entfernt werden, weil es gesundheitliche Risiken birgt. Die NASA prüft deshalb, Jod durch Silber zu ersetzen. Der Vorteil: Silber in geringer Konzentration können Astronauten unbedenklich mittrinken. Gerade bei langen Missionen sinken so Komplexität und Gewicht der Anlagen.

Atemluft aus dem Labor: Zeolithe und Platin

Genauso wichtig wie das Wasser ist die Luft. Jeder Atemzug der Crew reichert die Kabine mit Kohlendioxid an, das ständig herausgefiltert werden muss. Dafür sorgen Zeolithe. Diese natürlich vorkommenden Mineralien haben eine poröse Kristallstruktur und binden CO2 besonders wirksam. Deshalb stecken sie in den CO2-Wäschern der Raumfahrzeuge.

Den Sauerstoff gewinnt man an Bord per Elektrolyse aus Wasser. Damit Speicherung und Steuerung reibungslos laufen, greifen die Systeme häufig auf Platin als Katalysator zurück. Damit ist ein weiteres Edelmetall an Bord, das im Ernstfall über Leben und Tod entscheidet.

Mondbasis aus dem 3D-Drucker?

Je weiter die Missionen führen, desto drängender wird die Frage nach dem Baumaterial. Jedes Kilo, das von der Erde aus gestartet wird, kostet ein Vermögen. NASA und ESA forschen deshalb an Verfahren, Regolith, also den feinkörnigen Gesteinsstaub der Mondoberfläche, per 3D-Druck Schicht für Schicht zu Bauteilen zu verarbeiten. Bis das auf dem Mond tatsächlich passiert, dürfte es aber noch dauern.

Fernab der Erde gibt es keinen Nachschub

Die ISS hat es vergleichsweise bequem, denn sie wird regelmäßig von der Erde versorgt. Eine Mondbasis oder eine jahrelange Reise zum Mars hat diesen Luxus nicht. Die Besatzungen müssten ihre Lebenserhaltung weitgehend selbst warten und reparieren. Gefragt sind also langlebige Filter, wenig Verbrauchsmaterial und am besten die Nutzung von Rohstoffen vor Ort, etwa Wassereis an den Mondpolen.

In simulierten Habitaten auf der Erde testen NASA und ESA deshalb über Monate hinweg geschlossene Wasser- und Luftkreisläufe. Erst wenn diese Tests bestanden sind, dürfen die Systeme mit auf eine echte Mondmission.

Silberpreis auf Rekordkurs, und die Raumfahrt ist nicht schuld

Silber kostete Anfang Oktober rund 61,61 US-Dollar je Feinunze. Kupfer lag bei etwa 6,52 US-Dollar je Pfund, umgerechnet über 14.000 US-Dollar je Tonne. Den Preis treibt aber nicht die Raumfahrt, die nur kleine Mengen braucht. Er steigt wegen der stark wachsenden Nachfrage nach Solaranlagen, Stromnetzen, Elektroautos und KI-Rechenzentren.

Dem steht ein Angebot gegenüber, das sich kurzfristig kaum ausweiten lässt. Eine neue Mine in Betrieb zu nehmen, kostet Milliarden und dauert oft viele Jahre. Diese Knappheit sollte man nicht unterschätzen. Ob im Solarpark oder an Bord einer Raumkapsel: Silber hat seinen Platz als unverzichtbares Industriemetall gefestigt. Für viele Sparer ist das ein weiterer Grund, physisches Silber und Gold als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen zu halten.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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