
Silvesternacht in Schleswig-Holstein: Polnischer Autofahrer rast in feiernde Menschenmenge
Was als ausgelassene Silvesterfeier begann, endete für zwei Männer im Krankenhaus. In der kleinen Gemeinde Handewitt bei Flensburg ereignete sich in den ersten Minuten des neuen Jahres ein Vorfall, der einmal mehr die Frage aufwirft, wie sicher das öffentliche Feiern in Deutschland noch ist. Ein 31-jähriger polnischer Staatsbürger soll mit seinem Audi A6 in eine Gruppe feiernder Anwohner gefahren sein – offenbar unter Alkoholeinfluss und nach einem vorangegangenen Wortgefecht.
Der Ablauf einer verhängnisvollen Nacht
Gegen 0.15 Uhr, als das neue Jahr gerade erst wenige Minuten alt war, bog der Audi vom Ochsenweg in die Siedlerstraße im Ortsteil Weding ein. Dort hatten sich Anwohner versammelt, um gemeinsam den Jahreswechsel zu begehen – eine Tradition, die in vielen deutschen Gemeinden seit Generationen gepflegt wird. Doch der Fahrer des Wagens hatte offenbar andere Pläne.
Nach Angaben der Polizeidirektion Flensburg fuhr das Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit in die Tempo-30-Zone ein. Mehrere Personen stellten sich dem Wagen in den Weg und wollten den Fahrer zur Rede stellen. Zeugen berichteten, sie hätten bei dem Mann deutlichen Atemalkohol wahrgenommen. Was dann geschah, lässt einem den Atem stocken: Während ein Anwohner versuchte, durch das geöffnete Fahrerfenster den Zündschlüssel abzuziehen, gab der 31-Jährige Gas.
Zwei Schwerverletzte – Täter flüchtet zunächst
Die Konsequenzen dieser Entscheidung waren verheerend. Ein 68-jähriger Mann, der am Fahrerfenster stand, wurde schwer verletzt. Ein weiterer Geschädigter, 32 Jahre alt, befand sich zum Zeitpunkt der Beschleunigung in Höhe des rechten Kotflügels und wurde ebenfalls schwer getroffen. Beide Männer mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Besonders dreist: Der Tatverdächtige entfernte sich nach dem Vorfall zunächst mit seinem Fahrzeug vom Tatort. Doch die Flucht währte nicht lange. Polizeibeamte stellten den Wagen und seinen mutmaßlichen Fahrer kurze Zeit später im Nahbereich fest. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt, der Mann erkennungsdienstlich behandelt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutprobe entnommen – die Ergebnisse stehen noch aus.
Medien sprechen von absichtlicher Tat
Die Hamburger Morgenpost geht in ihrer Berichterstattung noch einen Schritt weiter und bezeichnet den Vorfall als absichtliche Fahrt in eine Menschenmenge. Der Fahrer wird dort als „betrunkener Audi-Raser" tituliert. Ob diese Einschätzung den tatsächlichen Ermittlungsergebnissen entspricht, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.
Ein Symptom einer tieferen Krise?
Dieser Vorfall reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Gewalttaten, die Deutschland in den vergangenen Jahren erschüttert haben. Ob Messerangriffe, Amokfahrten oder andere Gewaltverbrechen – die Bürger dieses Landes müssen sich zunehmend fragen, ob sie selbst bei harmlosen Nachbarschaftsfeiern noch sicher sind. Die Tatsache, dass in diesem Fall die Nationalität des Täters offen kommuniziert wurde, mag manchen überraschen. Bei anderen Tätergruppen zeigen sich die Behörden bekanntlich deutlich zurückhaltender.
Die Menschen in Handewitt werden diese Silvesternacht so schnell nicht vergessen. Zwei Familien bangen um ihre Angehörigen, während ein mutmaßlicher Täter auf sein Verfahren wartet. Es bleibt zu hoffen, dass die Justiz in diesem Fall mit der gebotenen Härte vorgeht – und dass die Opfer sich von ihren schweren Verletzungen erholen können.
Die Redaktion wünscht den beiden Verletzten eine vollständige Genesung und hofft, dass dieser Fall mit der notwendigen Konsequenz aufgeklärt wird.

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