
Sparquote auf Rekordniveau: Deutsche Bürger misstrauen der Konjunktur wie seit der Finanzkrise nicht mehr
Die Deutschen halten ihr Geld zusammen – und das mit gutem Grund. Die jüngste Erhebung der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM zeichnet ein düsteres Bild der Verbraucherstimmung in der Bundesrepublik. Die Sparneigung der Bürger hat einen Wert erreicht, den man zuletzt während der globalen Finanzkrise 2008 beobachten konnte. Ein Alarmsignal, das die politische Klasse in Berlin offenbar geflissentlich überhört.
Konsumklima im freien Fall
Das Konsumklima sackte im Februar auf minus 24,7 Punkte ab und konnte damit nicht einmal an die zaghafte Aufhellung des Vormonats anknüpfen. NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl brachte es auf den Punkt: Steigende Einkommen würden aus reiner Vorsicht lieber auf die hohe Kante gelegt, als in den Konsum zu fließen. Man muss sich das einmal vergegenwärtigen – die Menschen verdienen zwar etwas mehr, trauen dem Braten aber schlichtweg nicht. Und wer könnte es ihnen verdenken?
Die Anschaffungsneigung trübte sich weiter ein, während die Einkommenserwartungen nur marginal stiegen. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn was nützt ein minimal besserer Gehaltszettel, wenn die Inflation im Januar wieder auf 2,1 Prozent kletterte und die Preise für Lebensmittel, Energie und Alltagsgüter den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen?
Geopolitische Unsicherheit und politisches Versagen als Sparmotor
Die tiefergehenden Analysen des NIM offenbaren, was jeder aufmerksame Beobachter längst ahnte: Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher nennt hohe beziehungsweise steigende Preise sowie wirtschaftliche und politische Unsicherheit als Hauptgründe für ihre Zurückhaltung. Geopolitische Spannungen – vom andauernden Ukraine-Krieg über die dramatische Eskalation im Nahen Osten bis hin zu Trumps aggressiver Zollpolitik mit 20 Prozent auf EU-Importe – vergiften das Vertrauen der Konsumenten nachhaltig.
Doch es wäre zu einfach, allein auf die Weltlage zu verweisen. Die hausgemachten Probleme wiegen mindestens ebenso schwer. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen eine Schuldenlawine losgetreten, die kommende Generationen erdrücken wird – und das, obwohl der Kanzler im Wahlkampf noch vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Erwartungen auf baldige Preissenkungen? Fehlanzeige, wie Bürkl unmissverständlich klarstellte.
Unternehmen streichen Stellen – Arbeitsmarkt unter Druck
Als wäre die Konsumflaute nicht genug, lieferte das Münchner ifo-Institut gleich die nächste Hiobsbotschaft. Das ifo-Beschäftigungsbarometer fiel im Februar auf 93,1 Punkte, nach 93,4 im Januar. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen, konstatierte nüchtern, dass die Zurückhaltung am Arbeitsmarkt wieder zunehme. Viele Unternehmen planten, mehr Personal zu entlassen, statt neue Stellen zu schaffen.
Besonders dramatisch stellt sich die Lage in der Industrie dar. Nahezu alle Branchen planen einen Personalabbau – allen voran die einst stolze Automobilindustrie, die unter einem enormen Anpassungsdruck ächzt. Jene Branche, die über Jahrzehnte das Rückgrat der deutschen Wirtschaftskraft bildete, wird durch ideologiegetriebene Regulierung, explodierende Energiekosten und eine verfehlte Transformationspolitik systematisch geschwächt. Auch der Dienstleistungssektor rutschte wieder in den negativen Bereich. Lediglich IT-Dienstleister sowie Rechts- und Steuerberater suchen noch nach Personal – ein Schelm, wer dabei an die zunehmende Bürokratielast denkt.
Ein Lichtblick am Bau – und sonst?
Einzig das Baugewerbe konnte einen minimalen Zuwachs verzeichnen. Die Unternehmen planten, etwas mehr Mitarbeiter einzustellen. Angesichts des dramatischen Wohnungsmangels in deutschen Großstädten ist das freilich kaum mehr als ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde.
Was bleibt, ist das Bild einer Nation im wirtschaftlichen Dämmerzustand. Die Bürger sparen, weil sie dem System nicht mehr vertrauen. Sie sparen, weil sie spüren, dass die politischen Versprechen hohl sind und die Zukunft unsicher bleibt. Und sie haben recht damit. Denn wer in Zeiten galoppierender Staatsschulden, geopolitischer Verwerfungen und einer Regierung, die Klimaneutralität im Grundgesetz verankert statt die Wirtschaft zu entfesseln, sein Geld ausgibt, handelt fahrlässig.
Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten
In einem solchen Umfeld gewinnt die Frage der Vermögenssicherung eine ganz neue Dringlichkeit. Wenn das Vertrauen in die Kaufkraft des Euro schwindet und die Inflation die Ersparnisse auf dem Girokonto still und leise auffrisst, lohnt sich der Blick auf bewährte Wertaufbewahrungsmittel. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Krisenwährung bewährt und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios dienen, um das eigene Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Wirtschaftslage abzusichern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.
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