
Spielwaren-Riese ROFU am Abgrund: 2000 Arbeitsplätze in Gefahr

Die deutsche Wirtschaft taumelt von einer Hiobsbotschaft zur nächsten. Nun hat es mit ROFU Kinderland einen der traditionsreichsten Spielwarenhändler des Landes erwischt. Das Familienunternehmen aus dem rheinland-pfälzischen Hoppstädten-Weiersbach musste beim Amtsgericht Idar-Oberstein Insolvenz anmelden – ein weiterer Sargnagel für den deutschen Einzelhandel.
Konsumflaute und explodierende Kosten als Todesstoß
Die Gründe für den wirtschaftlichen Niedergang lesen sich wie ein Lehrbuch der deutschen Wirtschaftsmisere: Ein desaströses Weihnachtsgeschäft, anhaltende Konsumzurückhaltung der Verbraucher und Kosten, die in sämtlichen Bereichen durch die Decke schießen. Hinzu kommt ein gnadenloser Wettbewerb, der dem stationären Handel das Wasser abgräbt. Wer kann es den Bürgern verdenken, dass sie ihr Geld zusammenhalten, wenn die Inflation das Ersparte auffrisst und die Energiekosten jeden Monat aufs Neue den Geldbeutel strapazieren?
Das Unternehmen, das seit über vier Jahrzehnten Spielwaren, Babyartikel, Kinderbücher und Faschingskostüme verkauft, betreibt stolze 104 Filialen in sieben Bundesländern. Besonders im Südwesten Deutschlands hatte sich ROFU als einer der führenden Fachhändler etabliert. Doch all das scheint nun auf der Kippe zu stehen.
Eigenverwaltung als letzter Strohhalm
Am 19. Januar ordnete das Gericht ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an. Das bedeutet konkret: Das bestehende Management um Geschäftsführer Michael Fuchs bleibt am Ruder, wird jedoch von Sanierungsexperten flankiert. Eine vorläufige Sachwalterin wacht darüber, dass die Gläubigerinteressen nicht unter die Räder geraten.
Die knapp 2000 Mitarbeiter wurden bereits über die prekäre Lage informiert. Ein schwacher Trost: Ihre Gehälter sind für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert. Was danach kommt, steht in den Sternen.
Der Verkauf in den Filialen wird vorerst ohne Einschränkungen fortgesetzt. Auch im Online-Shop können Kunden weiterhin wie gewohnt einkaufen.
Symptom einer kranken Wirtschaftspolitik
Die ROFU-Insolvenz ist kein Einzelfall, sondern Teil einer besorgniserregenden Entwicklung. Eine regelrechte Insolvenzwelle rollt derzeit durch Deutschland und macht selbst vor alteingesessenen Unternehmen und Weltmarktführern nicht halt. Die Ursachen sind hausgemacht: Eine verfehlte Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand im Stich lässt, explodierende Energiekosten als Erbe einer ideologiegetriebenen Energiewende und eine Bürokratie, die jeden unternehmerischen Elan erstickt.
Während in den Filialen von ROFU Kinderland noch Plüschtiere und Gesellschaftsspiele über die Ladentheke gehen, arbeitet das Management fieberhaft an einem Sanierungskonzept. Gespräche mit Lieferanten und Geschäftspartnern sollen den Betrieb am Leben halten. Ob das Familienunternehmen die Kurve kriegt oder als weiteres Opfer der deutschen Wirtschaftskrise in die Geschichte eingeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – doch für viele der 2000 Beschäftigten dürfte die Ungewissheit zur Zerreißprobe werden.
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