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08.06.2026
16:56 Uhr

Sprengstoffweste in Mutters Küche: Wie ein geplanter Terroranschlag in Bremen nur durch Zufall verhindert wurde

Sprengstoffweste in Mutters Küche: Wie ein geplanter Terroranschlag in Bremen nur durch Zufall verhindert wurde

Es ist eine Geschichte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Eine Sprengstoffweste, gebastelt im Wohnhaus einer Mutter. Chemische Stoffe, bestellt für einen makabren Testlauf am heimischen Küchentisch. Und ein perfider Plan, möglichst viele unschuldige Menschen in den Tod zu reißen. Das Landgericht Bremen hat nun ein Urteil gefällt – und doch bleibt der bittere Beigeschmack, dass dieser Anschlag nur durch puren Zufall verhindert werden konnte.

Achteinhalb Jahre Haft – und ein freigesprochener Komplize in der Psychiatrie

Ein 35-jähriger Mann wurde wegen der Verabredung zum Mord, der Verabredung zur Herbeiführung einer Explosion und wegen Terrorismus-Finanzierung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Sein 20-jähriger Neffe und Komplize, den das Gericht als psychisch krank und nur eingeschränkt steuerungsfähig einstufte, wurde freigesprochen, muss jedoch in die Psychiatrie. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht.

Die Richter zeigten sich überzeugt: Die beiden Deutschen hätten im vergangenen Sommer ihre todbringenden Pläne bereits konkretisiert. Mit Schusswaffen wollten sie nach den Feststellungen des Gerichts möglichst viele Menschen erschießen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hätte sich der 20-Jährige dann mit einer selbst gefertigten Sprengstoffweste in die Luft sprengen sollen – ein Selbstmordattentat mitten in Deutschland.

Synagoge, Klinik, Großveranstaltung – die ganze Bandbreite des Schreckens

Als mögliche Ziele hätten die beiden eine Klinik, eine öffentliche Großveranstaltung oder eine Synagoge in Bremerhaven ins Auge gefasst. Man lasse sich diese Aufzählung auf der Zunge zergehen: Orte, an denen sich Menschen ahnungslos und schutzlos versammeln, sollten zum Schauplatz eines Blutbads werden.

Drei chemische Stoffe seien für einen Test in der Küche bestellt worden – die Mutter des 35-Jährigen habe dabei eine Rolle gespielt. Erst Beamte durchkreuzten die Pläne.

Und genau hier liegt der eigentliche Skandal: Die Ermittler stießen lediglich im Rahmen anderer Ermittlungen zufällig auf die Chats zwischen den beiden Männern. Hätten die Beamten nicht durch einen glücklichen Zufall mitgelesen – wer mag sich ausmalen, was passiert wäre? Sicherheit, die vom Zufall abhängt, ist keine Sicherheit. Sie ist ein Glücksspiel mit Menschenleben.

Wenn der Staat nur noch zufällig schützt

Während die Politik in Berlin sich in Symboldebatten und Gendersternchen verliert, wächst im Land eine Bedrohungslage, die immer schwerer zu kontrollieren scheint. Der jüngere Angeklagte legte ein Geständnis ab, sein Onkel schwieg eisern zu den Vorwürfen. Bleibt die unbequeme Frage: Wie viele solcher Pläne reifen unbemerkt heran, ohne dass ein glücklicher Zufall die Ermittler darauf stößt?

Es ist nicht allein die Meinung unserer Redaktion, sondern die wachsende Sorge eines großen Teils der deutschen Bevölkerung, dass der Staat seiner ureigensten Pflicht – dem Schutz seiner Bürger – immer weniger gerecht wird. Wer Sicherheit ernst nimmt, braucht eine Politik, die wieder konsequent für die Menschen in diesem Land handelt, statt sich in ideologischen Nebenschauplätzen zu verlieren. Dieser Fall ist eine Mahnung. Hoffentlich wird sie gehört.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Rechtsberatung dar. Die Bewertung des dargestellten Sachverhalts obliegt allein den zuständigen Gerichten. Es gilt die Unschuldsvermutung, solange das Urteil nicht rechtskräftig ist.

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