
Steuern rauf statt Entlastung: Die Große Koalition entlarvt sich selbst

Es hätte ein Aufbruch werden sollen. Ein bürgerliches Erwachen nach Jahren ideologischer Ampel-Tristesse. Stattdessen präsentiert die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD unter Kanzler Friedrich Merz ein Schauspiel, das an Tragikomik kaum zu überbieten ist. Während die deutsche Wirtschaft auf Grundeis geht und der Mittelstand unter der Steuer- und Abgabenlast ächzt, debattiert die Union allen Ernstes über neue Steuererhöhungen. Das Versprechen vom wirtschaftlichen Befreiungsschlag? Verpufft wie Morgennebel.
Dobrindt gegen Frei: Der unionsinterne Schlagabtausch
Innenminister Alexander Dobrindt bringe eine Reichensteuer oder eine Anhebung der Spitzensteuer ins Spiel, um den Mittelstand angeblich zu entlasten, heißt es aus Berlin. Kanzleramtschef Thorsten Frei hingegen stelle sich quer. Ein Streit, der offenbart, wie tief die Risse im Unions-Fundament tatsächlich verlaufen. Von einem geschlossenen wirtschaftspolitischen Kurs kann keine Rede sein. Die Partei, die einst für solide Finanzen, Leistungsgerechtigkeit und eine klare bürgerliche Linie stand, weiß selbst nicht mehr, wohin die Reise gehen soll.
Und das Absurde daran: Selbst wenn Dobrindt seinen Kurs durchsetzen könnte – der Mittelstand würde kaum profitieren. Denn wer die Spitzensteuer anhebt, trifft zuallererst die Leistungsträger, die Familienunternehmer, die Handwerksbetriebe und jene, die mit Fleiß und unternehmerischem Wagemut Arbeitsplätze schaffen. Die vermeintliche Reichensteuer entpuppt sich bei genauerem Hinsehen regelmäßig als Mittelstandsbremse.
Vom sozialen zum sozialistischen Marktwirtschaftsmodell
Die bittere Wahrheit ist: In Deutschland existiert momentan keine echte bürgerliche Politik mehr. Die Union ist schlichtweg zu schwach, um in der Koalition mit der SPD eigene Inhalte durchzudrücken. Stattdessen gleitet die Republik immer weiter ab – weg von der sozialen Marktwirtschaft, die Ludwig Erhard einst zum Erfolgsmodell machte, hin zu einer planwirtschaftlich durchsetzten Umverteilungsmaschine, in der der Staat den Markt zusehends erdrückt.
Während Berlin mit Rekordsteuereinnahmen jongliere und dennoch chronisch klamm sei, wachse die Schuldenlast munter weiter. Das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur, die im Grundgesetz zementierte Klimaneutralität bis 2045 – das alles sind Lasten, die nachfolgende Generationen über Jahrzehnte abzutragen haben. Und was verspricht Merz nun als Antwort auf die selbstverursachte Haushaltsmisere? Neue Steuern. Genau jene Antwort, die er seinen Wählern im Wahlkampf felsenfest ausgeschlossen hatte.
Regulierungswut statt unternehmerischer Freiheit
Was Deutschland bräuchte, wäre das genaue Gegenteil der aktuellen Politik. Nicht noch mehr Steuern, sondern weniger. Nicht noch mehr Bürokratie, sondern das Entfernen jener regulatorischen Bleiplatten, die Unternehmer, Handwerker und Landwirte zu Boden drücken. Nicht noch mehr staatliche Bevormundung, sondern die Rückgabe wirtschaftlicher Eigeninitiative an die Bürger. Doch die Große Koalition denkt nicht daran. Sie zieht die Steuerschraube weiter an, während Fuhrunternehmen, Landwirte und Mittelständler reihenweise ans Ende ihrer Kräfte gelangen.
Dass ausgerechnet Abgeordnete, deren monatliche Diäten jenseits der Realität des Normalbürgers liegen, über neue Belastungen für die Leistungsträger sinnieren, lässt das Fass endgültig überlaufen. Eine Steuererhöhung in der aktuellen Wirtschaftslage würde den privaten Konsum weiter einbrechen lassen und die ohnehin schon schwer angeschlagene deutsche Wirtschaft endgültig in die Knie zwingen.
Der Vertrauensverlust ist mit Händen zu greifen
Die Enttäuschung in der Bevölkerung ist enorm – und berechtigt. Wer angetreten ist, eine wirtschaftliche Wende herbeizuführen, und nun über Steuererhöhungen diskutiert, hat seinen Vertrauensvorschuss verspielt. Friedrich Merz, der einst als Hoffnungsträger der bürgerlichen Mitte galt, droht als Verwalter des Niedergangs in die Geschichtsbücher einzugehen. Die Brandmauer gegen die einzige echte Opposition sorgt dafür, dass die ideologische Schlagseite der SPD nahezu ungebremst Eingang in die Regierungspolitik findet.
Warum Sachwerte in solchen Zeiten unverzichtbar werden
Wenn der Staat den Bürgern immer tiefer in die Tasche greift, wenn die Schulden explodieren und die Geldmenge in Richtung Unendlichkeit wächst, dann stellt sich für den sparsamen Bürger die existenzielle Frage: Wie schütze ich mein hart erarbeitetes Vermögen vor der schleichenden Enteignung durch Inflation und Steuer? Die Antwort liegt, wie so oft in der Geschichte, in bewährten Sachwerten. Physisches Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihre Kaufkraft bewahrt – unabhängig davon, welche Regierung gerade versuchte, den Bürgern in die Tasche zu greifen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten Edelmetalle jene Stabilität, die staatliche Versprechen schon lange nicht mehr liefern können.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider und stellen keine Anlageberatung oder steuerliche bzw. rechtliche Beratung dar. Anlageentscheidungen sollten stets nach eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines qualifizierten Beraters getroffen werden. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich.
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